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Datum - 10.05.2022
10:00 - 18:00
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Für Frieden, Freiheit und Menschenrechte.

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübergabe an die Nazis, beteiligten sich 50.000 Münchnerinnen und Münchner (großenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, die von Studenten der Münchner Universitäten und dem Rektor der LMU inszeniert wurde.

Verbrannt wurden Bücher von Autoren wie Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Heinrich Mann, Erich Mühsam, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und Stefan Zweig. Ab März 1933 wurden in Deutschland (in über 60 Städten) und später in den besetzten Ländern Bücher und Bibliotheken verbrannt und vernichtet. Dem folgte die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung von Städten und Ländern.

In München begann der Terrorakt gegen das angeblich „volkszersetzende Schrifttum“ mit einer pompösen Auftaktveranstaltung im Lichthof der Münchner Universität am 10. Mai 1933. Nach einem nächtlichen Fackelzug durch die Stadt wurde dann auf dem Königsplatz der Verbrennungsakt inszeniert, die Bücher der „Reichsfeinde“ auf den Scheiterhaufen geworfen.

Viele der 1933 verbrannten Bücher sind bis heute weitgehend unbekannt.

Viele Autorinnen und Autoren schrieben damals für Frieden, Gerichtigkeit, Freiheitsrechte und Menschenwürde für alle. Gegen Nationalimus, Antisemitismus, Rassenwahn, Militarismus und Rechtsextremismus. Ihr Vermächtnis und diese Texte sind heute so aktuell wie vor 89 Jahren.
Wie in den vergangenen Jahren laden wir unter dem Mtto „München liest – aus verbrannten Büchern“ ein, am 10. Mai auf d3em Königsplatz jeweils fünf Minuten aus einem der „verbrannten Büchern“ vorzulesen – dort wo diese Bücher auf alle Zeit vernichtet werden sollten.

Lesen und Zuhörer sind herzlich willkommen. Wenn Sie vorlesen möchten, melden Sie sich bitte unter 0170-7731717 mit Autor/in und Zeitwunsch. Sie können den Text aus der Liste der Autorinnen und Autoren selber auswählen. Ansprechpartner: Franz Klug franz.klug@online.de

Weitere Infos unter lesungausverbranntenbuechern.de