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Datum/Zeit
Datum - 26.10.2019
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
Kulturzentrum Mohr-Villa Freimann

Kategorien


Acht Künstlerinnen aus der Ukraine und aus Deutschland zeigen von 8. September bis 3. November das Gemeinschaftsprojekt „Frauen in der Kunst“ mit künstlerischen Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie in der Mohr-Villa.

Begleitet wird die Ausstellung von ergänzenden Veranstaltungen:

Am 12. September spielt Kirill Korsunenko Fremd- und Eigenkompositionen auf dem Klavier. Anschließend diskutiert der Pianist gerne noch mit dem Publikum über die aktuellen Entwicklungen in seinem Heimatland.
Korsunenko wurde 1991 in Odessa, Ukraine geboren. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung in der Stoliarski-Schule und setzte sein Studium auf der Nezhdanova-Musikakademie fort. Anschließend studierte der junge Ukrainer an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Korsunenko gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Außer seiner solistischen Tätigkeit interessiert er sich auch für die Bereiche Kammermusik, Komposition, Tonsatz, Improvisation, Chamber Rock, Moderner Jazz und Experimentelle Musik. Er ist einer der Gründer des B-Sight-Ensembles für Neue Musik.

Oksana Sabuschko gilt als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen der heutigen Ukraine. Am Samstag, den 26. Oktober wird sie um 19 Uhr aus ihren Werken „Planet Wermut“ und „Museum der vergessenen Geheimnisse“ lesen und anschließend mit dem Publikum über die politische Lage und die Situation von Frauen in ihrem Land diskutieren. Eine Simultanübersetzerin wird vom Ukrainischen ins Deutsche übersetzen.
Sabuschko wurde 1960 geboren und lebt in Kiew. Sie hat ein Philosophie-Studium abgeschlossen, an der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften gearbeitet, war als Fulbright-Stipendiatin in Harvard und Pittsburgh und als writer-in-residence an der Penn State University. Gegenwärtig ist sie Vizepräsidentin des ukrainischen Pen-Zentrums, unterrichtet kreatives Schreiben an der Universität Kiew und schreibt regelmäßig für Zeitschriften und Magazine zu literarischen Themen.

Das weitere Begleitprogramm:
Am Donnerstag, den 19. September um 18.30 Uhr hält die Illustratorin und Malerin Barbara von Johnson, die auch eine der ausstellenden Künstlerinnen ist, eine Lesung: „Frauen in der Kunst“.
Zur Finissage der Ausstellung am Sonntag, den 3. November von 14 bis 16 Uhr bietet die Theatermacherin Cecilia Bolaños einen offenen Theaterworkshop an: In dem Workshop wird der Körper als kollektives Gedächtnis betrachtet, weil der Körper Narben trägt und uralte Weisheit birgt.

Hintergrund des Gemeinschaftsprojekts

„Viele Menschen in der Ukraine stehen für die Verteidigung und Erneuerung der offenen Gesellschaft, für eine liberale Moderne, in der individuelle Freiheit und eine demokratisch organisierte Republik zu mehr Weltoffenheit und kultureller Vielfalt führt. Kunst kann in diesem Kontext ein geeignetes Instrument zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter sein“, erklärt die Initiatorin Dr. Corina Toledo, „Die ukrainischen Künstlerinnen haben die Möglichkeit sich und ihre Arbeit wie auch ihre kritischen Positionen als Teil der europäischen zeitgenössischen Kunst vor deutschem Publikum zu präsentieren. Die Ausstellung soll als Plattform dienen, um sich austauschen, diskutieren und reflektieren zu können. Auch soll für ein vertieftes Verständnis der Ukraine und ihrer europäischen Ambitionen sowie für eine kritische Empathie für ein Land im Aufbruch, das mit vielen Problemen konfrontiert ist, plädiert werden.“

Schirmpatin des Projekts ist Dimitrina Lang, Vorsitzende des Migrationsbeirats München.

Eintritt frei. Anmeldung erwünscht.
Info und Anmeldung: frau-kunst-politik / Dr. Corina Toledo, info@frau-kunst-politik.de, 0178 198 7355, www.frau-kunst-politik.de;
Mohr-Villa, 089 324 32 64, treffpunkt@mohr-villa.de, www.mohr-villa.de