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Datum/Zeit
Datum - 14.10.2019
19:00 - 21:30

Veranstaltungsort
NS-Dokumentationszentrum München

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Warum fällt vielen Deutschen der Umgang mit Israel oder jüdischen Themen schwer? Warum schwanken wir häufig zwischen unangebrachter devoter Haltung und ebenso unangebrachter rigoroser Kritik? Was wäre ein „normales“ oder „angemessenes“ Verhalten? Wolf Iro – als Leiter des Goethe-Instituts in Tel Aviv Vertreter einer deutschen Einrichtung – sammelt in seinem Buch „Nach Israel kommen“ Beobachtungen: Ein Fußball-Fan in Tel Aviv ist erstaunt, dass alle Freunde beim EM-Spiel gegen Frankreich mit Deutschland fiebern. Der deutsche Außenminister nennt die heutige Freundschaft zwischen seinem Land und Israel ein „Wunder“. Und ein deutscher Journalist meint, es mache keinen Unterschied, ob er über Angela Merkel oder die Palästinenserpolitik Israels schreibe.

Wolf Iro fordert eine kritische, aber immer einfühlsame und geschichtsbewusste Auseinandersetzung mit Israel und seinen Bewohner*innen. Im Gespräch mit dem Münchner Psychiater Salek Kutschinski beschreibt er die psychologischen Muster im Verhalten gegenüber Israelis, warnt vor selbst gestellten Fallen und erklärt, inwieweit das Verhältnis zwischen Deutschland und Israel auch auf den Anstrengungen der Überlebenden beruht.

Der Eintritt ist frei.