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Datum/Zeit
Datum - 09.10.2017
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Schweizer Haus

Kategorien


Mit Chandra Livia Candani (Italien), Arno Camenisch (Schweiz), Nico Bleutge (Deutschland)
Moderation: Antonio Pellegrino (Bayerischer Rundfunkt)
Für den Empfang am Ende des Abends danken wir Feinkost Farnetani
Eine Kooperation mit dem Instituto Italiano die Cultura und dem Generalkonsulat der Schweiz

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 4. Oktober unter: (089) 28 66 200 oder: mun.sekretariat@eda.admin.ch

Das in München längst beliebte lyrische Highlight des Herbstes: der internationale Nachsommer der Dichter, zu dem das Italienische Kulturinstitut, das Generalkonsulat der Schweiz und das Lyrik Kabinett auch heuer einladen. Die 1952 in Mailand geborene Chandra Livia Candiani hat sechs Gedichtbände veröffentlicht, übersetzt buddhistische Texte ins Italienische und gibt Meditationskurse. Im Brennpunkt ihrer Dichtung steht die ethische Suche nach Mitmenschlichkeit und einem achtungsvollen Dialog mit der uns umgebenden Welt. Arno Camenisch, 1978 in Graubünden geboren, schreibt auf Rätoromanisch und Deutsch – Prosa, Gedichte und Dramen – und vereint in seinem Werk Witz und Tragik, Zartheit und Handfestigkeit mit dem Schweizer Gusto fürs Skurrile und hochkarätiger Performance-Kunst. Nico Bleutge, geboren 1972 in München, liest aus dem jüngsten seiner vier Gedichtbände nachts leuchten die schiffe. Darin fängt er, klangsensibel und scharf beobachtend, flüchtigste Nuancen des Erlebens oder Erinnerns ein. Kundig und kurzweilig moderiert wird das Gespräch erneut von Antonio Pellegrino (BR).

Eintritt: € 8/ € 6
Mitglieder Lyrik Kabinett und Schweizer Verein: ermäßigter Eintritt
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versenk dich in die bewegung des wassers
mischte sich jenes licht mit dem licht, erzeugte ihre verbindung
ein anderes licht, Verwandschaft von flucht und begreifen
ein Zwischending aus gas und flüssigkeit
das die welt umpflügte, die wellen verstehen
so wie ein tanker durch die helle wasserfläche gleitet
zellhaut legt sich über zellhaut, erkundungsgeschwader für müde
strahlen, und die ströme quellen, meilenbreite bänder
wo alles sich aus masse in kraft verwandelt, glattes leuchten
das zusammenspiel von zink und rost verdecken
stumme kristalle, und die impulse vom landverkehr
[…]
Nico Bleutge, aus: nachts leuchten die schiffe. C. H. Beck 2017, S. 7.