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Datum/Zeit
Datum - 02.04.2020 - 05.04.2020
Ganztägig

Veranstaltungsort
Langes Haus der Stiftung Nantesbuch

Kategorien


Nature Writing – Von der Natur schreiben
Schreibwerkstatt, Seminar und Naturerkundung 

Georg Forster und Alexander von Humboldt waren entscheidende Impulsgeber für die literarische Gattung des Nature Writing, das sich zunächst vor allem im angelsächsischen Raum entwickelt hat. Erst in den letzten Jahren gewinnt es auch im deutschsprachigen Raum an Bedeutung. Nature Writing beschäftigt sich – anders als oft behauptet wird – nicht nur mit unberührter, wilder Natur, sondern auch mit der Kulturlandschaft, also mit den von Menschen bearbeiteten Naturerscheinungen. Es beleuchtet das Verhältnis des Menschen zu seiner Umgebung – zu Landschaft, Lebenswelt und anderen Lebewesen. Häufig verbinden sich autobiografische Elemente mit essayistischen Reflexionen über die gesellschaftlichen Umstände und das eigene Naturerleben. Nicht zuletzt findet sich oft auch politische Programmatik in den mannigfaltigen Ausprägungen dieser Literatur.

Diese neue Schreibwerkstatt wendet sich an beginnende und erfahrene Autorinnen und Autoren, die Interesse an intensiver Auseinandersetzung mit der Natur, den Techniken des Nature Writing und an der gemeinschaftlichen Arbeit an Texten haben. Sie bietet Einblicke in Grundlagen, Spielarten und Anliegen des Nature Writing. Angeleitet von bekannten und erfahrenen Autoren und Literaturwissenschaftlern dringen die Teilnehmer tief in die Thematik ein, verfassen eigene Texte und haben Raum zum gegenseitigen Austausch. Streifzüge durch das umliegende Naturgelände mit seinen Moor-, Wald- und Wiesenlandschaften bieten Gelegenheit zu eigener unmittelbarer Naturerfahrung.

Künstlerische Begleitung
Ausgewählte Autorinnen und Autoren arbeiten an den vier intensiven Werkstatt-Tagen mit den Teilnehmern:
Marion Poschmann ist Trägerin des ersten deutschen Nature-Writing-Preises 2017
Marcel Beyer ist Träger des Georg-Büchner-Preises 2017
Prof. Caroline Rosenthal ist Inhaberin des Lehrstuhls für Amerikanistik am Institut für Anglistik/Amerikanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Prof. Ludwig Fischer ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Medienkultur an der Universität Hamburg, außerdem Landschafts- und Naturtheoretiker, Schriftsteller, Gärtner und Kräuterexperte

Bewerbung und Teilnahmegebühr
Interessenten richten bitte eine Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben, Kurzvita und max. zehnseitiger Textprobe an langeshaus(at)stiftung-nantesbuch.de.
Bewerbungsschluss ist der 30. November 2019. Die Bekanntgabe der Teilnehmer erfolgt am 15. Januar 2020
Die Teilnahmegebühr beträgt 250 € zzgl. drei Übernachtungen im Langen Haus inkl. Verpflegung: 263 € im EZ / 192 € im DZ

Kooperation
Die Schreibwerkstatt ist eine Kooperation der Stiftung Nantesbuch mit dem Verlag Matthes & Seitz Berlin.
Im Rahmen des Deutschen Preis für Nature Writing 2019 werden zwei der Teilnehmerplätze als Stipendien an Bewerber des Preises vergeben.