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SUMMARY:Rilke und Russland
DESCRIPTION:\n\nLilia Antipow widmet sich anhand des gemeinsamen Briefwechs
 els der Beziehung zwischen Rainer Maria Rilke\, Marina Zwetajewa und Boris
  Pasternak\n\nDer Vortrag beschreibt die außergewöhnliche Verbindung zwi
 schen den europäischen Dichtern Rainer Maria Rilke\, Marina Zwetajewa und
  Boris Pasternak im Jahr 1926. Durch ihre Briefe entwickelten sie eine tie
 fgehende\, komplexe Beziehung\, geprägt von spiritueller Nähe\, künstle
 rischem Austausch und einer romantischen Liebe zum Unerreichbaren. Diese B
 riefbeziehung war von gegenseitiger Bewunderung\, geistiger Verbundenheit 
 und emotionaler Sehnsucht geprägt\, wobei ihr Ende die Biografien von Zwe
 tajewa und Pasternak maßgeblich beeinflusste.\n\nRilke\, damals 50 Jahre 
 alt\, begann im Mai 1926 einen Briefwechsel mit den beiden russischen Dich
 tern\, die bereits freundschaftlich miteinander verbunden waren. Die Korre
 spondenz wurde auf Deutsch geführt\, während Zwetajewa und Pasternak unt
 ereinander auf Russisch kommunizierten. Ziel war die Überwindung ihrer Ei
 nsamkeit und die Suche nach geistiger Nähe. Rilke hatte Russland bereits 
 als „geistigen Ort“ entdeckt\, Zwetajewa und Pasternak waren durch deu
 tsche Literatur und Kultur sowie durch Reisen nach Deutschland kulturell g
 eprägt. Der Austausch basierte auf Seelenverwandtschaft und Freundschaft\
 , wobei die Liebe zu Unerreichbarem im Vordergrund stand. Zwetajewa ideali
 sierte im Sinne der Neoromantik die geistige Liebe. Die Briefe zeichnen si
 ch durch einen besonderen Ton und Rhythmus aus\, die ihren „Atem“ und 
 „Geist“ widerspiegeln\, wobei die erotisch aufgeladene Rhetorik eher a
 ls Code für geistige Liebe zu verstehen ist. Anfangs reagierte Rilke vert
 raulich\, doch im Sommer 1926 veränderte sich die Dynamik: Zwetajewa myst
 ifizierte Rilke\, ignorierte seine Krankheit und stellte Pasternak als Kon
 kurrenz dar. Nach Rilkes Tod 1926 war Zwetajewa tief erschüttert\, die Be
 ziehung zu Pasternak erlahmte\, und der Briefwechsel – jetzt zwischen de
 n beiden – verlor an Intensität.\n\nLilia Antipow ist Historikerin\, Sl
 awistin\, Übersetzerin sowie Ausstellungs- und Filmkuratorin. Seit 2018 l
 eitet sie die Öffentlichkeits-\, Medien- und Pressearbeit sowie die Bibli
 othek im Haus des Deutschen Ostens. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichung
 en gehören unter anderem Wozu das ganze Theater? (2011)\, Der lange Absch
 ied von der Unmündigkeit. Aleksandr Tvardovskij (1911–1971) (2022)\, Sc
 hlüsseljahre. Zentrale Konstellationen der Mittel- und osteuropäischen G
 eschichte (zusammen mit Matthias Stadelmann\, 2011)\, sowie zusammen mit A
 ndreas Otto Weber und Patricia Erkenberg: Wer bin Ich? Wer sind Wir? (2023
 ) und Ungehört. Die Geschichte der Frauen (2024).\n\nEintritt frei\n\nDie
 s ist der dritte Abend einer dreiteiligen Reihe\, zu der auch zwei weitere
  Vorträge – Rilke und Böhmen (4. Dezember 2025) sowie Rilke und Münch
 en (29. Januar 2026) – gehören.\n\nEine Veranstaltung des Adalbert Stif
 ter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder und des Hauses
  des Deutschen Ostens.\n\n
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