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 -liest-aus-be-longing-von-elfriede-jelinek-die-kraft-der-sprache-6-abend/
SUMMARY:Sandra Hüller liest aus »Be Longing« von Elfriede Jelinek – Di
 e Kraft der Sprache – 6. Abend
DESCRIPTION:Einführung: Stefan Hunstein\nTextfassung: Brigitte Landes\nAns
 chließend Gespräch mit dem Theater- und Opernregisseur Jossi Wieler\n\n
 ​Die Abteilung Darstellende Kunst der Akademie richtet in Fortsetzung de
 r Reihe „Schreiben fürs Theater“ den Fokus auf den Umgang mit Sprache
 \, auf die vielfältigen Möglichkeiten der Interpretation\, das Handwerk 
 und die Kraft\, durch die Sprache erlebbar wird und widmet sich diesmal de
 n KünstlerInnen\, die Sprache zum Klingen bringen und Texte zum Leben erw
 ecken. Dabei stellen wir zentrale Fragen: Wie entstehen Interpretationen? 
 Wie nähren die SpielerInnen die Texte mit ihrer eigenen Lebenswelt? Wie f
 unktioniert der Transfer zu den Zuschauern?\n\nAus der Büchnerpreisrede v
 on Elfriede Jelinek: »Es stehen einander zwei Dinge gegenüber\, die Spra
 che und ihr Besitzer. Die Sprache ist die Sprache. Sie mag bedeuten\, was 
 sie will\, sie mag auch nichts sagen und doch sprechen\, doch immer wird\,
  was sich der Sprecher denkt\, an einem Gegenstand festgemacht. Das wird e
 in Fest! Der Sprecher darf endlich seinen Gegenstand verschlingen. Manche 
 werden ihn leben lassen\, aber nicht hoch. Es wird jedoch weiter nichts ge
 macht dabei\, außer dass das Grenzenlose\, das Denken\, an die Sprache fe
 stgebunden wird\, und an dieser Fessel zerrt es seither.«\n\nElfriede Jel
 ineks Be Longing kreist um das Vergehen. Ein Körper altert\, die Welt fü
 hrt Krieg\, die Vergangenheit kehrt zurück. Liebe\, Tod und Erinnerung ge
 raten in einen Sprachstrom\, in dem Persönliches und Politisches unauflö
 slich ineinanderfließen. Zwischen Witz\, Schrecken und Melancholie behaup
 tet sich die Sprache gegen das Verstummen. Was bleibt\, wenn Körper\, Ges
 chichte und Gewissheiten zerfallen? Vielleicht das Wort – solange es noc
 h gesprochen wird.
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