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Datum/Zeit
Datum - 17.06.2015
19:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus München

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Gegenwärtig stehen Beschwörungen von Fortschritt und Wachstum Krisenszenarien gegenüber, die Breitenwirkung nicht selten durch die neue, alte Reizfigur des »Fremden« erzielen. Dabei bleibt unklar, ob es die fremde Wirklichkeit ist, welche verunsichert, oder vielmehr das Gefühl der Entfremdung in der eigenen Kultur.
Sherko Fatahs Romane (zuletzt: »Der letzte Ort«, Luchterhand, 2014), vermitteln Erlebnisse des Fremden und machen zugleich einen doppelten Perspektivwechsel bewusst: Es geht um den Gewinn von Abstand gegenüber Inszenierungen der Realität als vermeintliche »harte Fakten« und als pflegeleichte Unterhaltung. Artikuliert sich hier – in einer Zeit, in der das Verhältnis zur (Frage nach der) Wirklichkeit gespalten scheint – ein Wille zu neuer Aufklärung, dem sich Schriftsteller und Literaturwissenschaftler auf je eigene Weise verpflichtet fühlen sollten?

Mit dem diesjährigen Adelbert-von-Chamisso-Preisträger Sherko Fatah diskutieren Gesine Lenore Schiewer, Thomas Borgard & Jörg Roche vom Internationalen Forschungszentrum ‘Chamisso’-Literatur (IFC) an der LMU München, und Gregor Dotzauer, Kulturredakteur des Tagesspiegel.

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus, Internationales Forschungszentrum Chamisso-Literatur (IFC).
Mit freundlicher Unterstützung durch die Robert Bosch Stiftung
Ort: Forum (3. OG)
Eintritt: Euro 9.- / 7.-