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 nachdenken-ueber-franz-wright/
SUMMARY:Sirka Elspaß: Nachdenken über Franz Wright
DESCRIPTION:Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe Zwiesprachen\nEintritt: 
 € 10 / € 7\; Mitglieder unseres Freundeskreises: freier Eintritt\nAben
 dkasse\, freie Platzwahl\n\n„Es gibt ein Leben\, welches / hätte ich es
  haben können / ich für mich von Anfang an gewählt hätte“\, schreibt
  der amerikanische Dichter und Pulitzer-Preisträger Franz Wright (1953–
 2015) in der letzten Strophe von „Das Gedicht“. Drei Verse\, die einen
  der Grundsteine für seine Poetik legen. Wright\, der nach Gewalterfahrun
 gen in der Kindheit Zeit seines Lebens mit Drogenabhängigkeit und psychot
 ischer Depression kämpfte\, fand im Dichten einen Grund\, bei Kräften zu
  bleiben\, beschrieb es als Erlösung. Mit eleganter Einfachheit fächern 
 seine Bände das Erleben von Wahn\, Abhängigkeit\, Einsamkeit\, Sterblich
 keit auf – und die Sehnsucht nach Gegenteiligem. Mit Ende vierzig wandte
  sich Wright dem Katholizismus zu und ließ sich taufen. Konsequenz seines
  Haderns mit der Welt und Ausgangspunkt seines poetischen Blicks wurde fü
 r ihn das Mitgefühl. Welche Empfindungen teilt ein Autor\, der in seinem 
 Gedicht „Die Welt“ schreibt: „Die Wahnsinnigen haben Recht\, aber si
 e sind trotzdem wahnsinnig“? Und wie übersetzt er das in ein Werk von e
 rstaunlicher Klarheit? Sirka Elspaß lebt in Wien. Auf ihr Lyrikdebüt ich
  föhne mir meine wimpern (2022) folgte hungern beten heulen schwimmen (20
 25\, beide bei Suhrkamp). 2026 wurde sie mit dem Else Lasker-Schüler-Lyri
 k-Förderpreis ausgezeichnet.\n\n***********************************\n\n[
 …]\nverhalte dich\, als seist du nicht da\n\nwenn du in irgendeiner Nach
 t\nim tobenden Schneesturm\n\nFranz Wright aufkreuzen siehst\nin deiner St
 raße mit seinem Koffer\n\nvoller Codeintabletten\nschleppt er dieses schw
 ere\n\nschwarze Manuskript\nblanker Texte.\n\nFranz Wright\, aus „Memoir
 “\, in The Beforelife\, Knopf 2001\, übers. von Sirka Elspaß.
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