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Datum/Zeit
Datum - 20.03.2018
20:00

Veranstaltungsort
Lyrik Kabinett

Kategorien


Das neue ‚Blaue Buch‘
wird vorgestellt von
Orsolya Kalász, Ákos Győrffy,
Gábor Schein
und Tibor Zalán

Moderation: Enikő Dácz

In Kooperation mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU (IKGS)

Mit freundlicher Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG)

Eintritt: € 8 / € 6; Mitglieder: freier Eintritt
Abendkasse, freie Platzwahl

Mit großem Gespür für poetische Qualität hat Julia Schiff, geb. 1940 im Banat, über Jahrzehnte ungarische Dichtung leidenschaftlich, hingebungsvoll und kompetent ins Deutsche übertragen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Ungarn veröffentlich das Lyrik Kabinett jetzt eine Blütenlese dieser unermüdlichen Kulturvermittlung: die Anthologie Streiflichter, die deutsche Leser für die ungarische Lyrikszene sensibilisieren und den ungarischen Dichterinnen und Dichtern zeigen möchte, dass sie hier wahrgenommen werden. Laut der Huchel-Preisträgerin 2017 Orsolya Kalász bildet der Band eine „schöne und feste Brücke zur ungarischen Lyrik“ des 20. Jahrhunderts: „Dabei vereint er einerseits Autoren, die durch jahrzehntelange politische Grabenkämpfe in Ungarn getrennt wurden, zum anderen sind die Autoren durch ein und dieselbe Tradition verbunden. Den Glauben an die gesellschaftliche Relevanz ihrer Dichtung beziehen sie aus einem hohen ästhetischen und moralischen Anspruch an das Schreiben.“ Drei Autoren der drei Generationen stellen das Buch vor: Gábor Schein, geb. 1969; Ákos Győrffy, geb. 1976, Tibor Zalán, geb. 1954. Durch den Abend führt Enikő Dácz, Mitarbeiterin am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas.

III.
Van esővíz a hamutartóban, van a diófa is
rigófészkeivel, van a dűlőút melletti
elszáradt levendulatáblák illata, csak én nem
vagyok sehol, annyira lennék ott az
a bodzabokor, mondtad.

III.
Es gibt das Regenwasser im Aschenbecher, es gibt auch den
Nussbaum mit seinen Drosselnestern, es gibt den Duft
der verdorrten Lavendelpflanzen am Feldweg, nur mich
gibt es nirgendwo, so gern wäre ich jener
Holunderbusch dort, sagtest du.

Ákos Győrffy.
aus: Streiflichter. Fénycsóvák. Eine Anthologie ungarischer Gedichte.
Auswahl und Übersetzung: Julia Schiff.
Mit Nachworten von Orsolya Kalász und Árpád Hudy. Stiftung Lyrik Kabinett 2018.