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Datum/Zeit
Datum - 22.03.2018
19:30 - 22:30

Veranstaltungsort
Mohr-Villa Dach

Kategorien


„Können uns andere Kulturen nicht nur Wohnraum wegnehmen, sondern auch wertvolle Alternativen für die Zukunft geben?“ Um diese Frage kreist das Musik-Theaterprojekt von AsylArt. John Awofade Olugbenga und Stephan Lanius stellen sich dem Thema Zusammenleben und Rassismus. Regie: Martina Veh

Immer wieder aufs Neue beschäftigen Stephan Lanius in seinen AsylArt-Projekten aktuelle Themen. In enger Kooperation mit ausgesuchten Mitstreitenden – oft Künstler*innen, die selbst Unglaubliches erlebt oder heftiges durchgemacht haben – packt er selbst ernste Sujets in bewegend-performative Bilder und bringt sie, klangstark von seinem Kontrabass begleitet, als eindringliche Bühnenshow unter die Leute. So setzte Lanius sich bereits 2014 gemeinsam mit aus dem Iran geflohenen Film-Regisseur Darioush Shirvani in „Reise ins Paradies“ erfolgreich mit der Thematik Flucht und dem Schicksal eines Geflüchteten auseinander. 2015 folgte mit „Hast Du kurz Zeit“ und in Zusammenarbeit mit Roman Schreiber ein Stück über Isolation von Menschen am Rande der Gesellschaft.

Spielerisch angegangen und mit hintergründigem Witz gespickt bringen die Aufführungen heikle Inhalte und gesellschaftliche Brennpunkte nicht nur für die Dauer der Aufführung zur Sprache. Zuschauende verschiedener Altersgruppen werden zu (Nach-)Fragen und Diskussionen angeregt.

Das mobile Musik-Theaterprojekt zum Thema Zusammenleben und Rassismus „JoWá-Zusammen? Leben!“ entwickelte Stephan Lanius mit John Awofade Olugbenga, der 2007 aus Nigeria emigriert ist. Nun lässt der Westafrikaner auf der Bühne die menschlichen Gefühle in einer Gemeinschaft aufleben und sterben – im Spiegel europäischer Tier-Fabeln, inszeniert von Stephan Lanius am Kontrabass.

Die beiden Musik-Performer vergleichen in ihrem Zwei-Mann-Projekt verschiedene Eigenschaften der afrikanischen und europäischen Kultur, um sich letztendlich gegenseitig zu unterstützen. Schließlich sind wir Menschen miteinander verbunden. Manchmal mehr, als es uns lieb ist. Trotz zunehmender Isolation bleiben Menschen tief miteinander verwurzelt. Olugbenga und Lanius stellen einen musikalischen Dialog zwischen tierischen und menschlichen Handlungsweisen dar und kommen dabei immer wieder zurück auf die Frage: „Sind wir Tiere?“

 

AsylArt e.V.

AsylArt ist aus einer Gruppe engagierter junger Musiker*innen hervorgegangen, die sich die interkulturelle künstlerische Zusammenarbeit mit Geflüchteten und Menschen mit Migrationsgeschichte zum Ziel gesetzt haben. Die gegenseitige Inspiration und kreatives gemeinsames Schaffen stehen im Mittelpunkt. „Schwierige Lebensumstände, Schicksalsschläge, Not und die menschliche Fähigkeit damit umzugehen, sind für mich ein direkter Weg zu authentischer Ausdrucksmöglichkeit. Wobei sich gerade darin neue Wege und Lösungen zeigen. Vielleicht ist der Ursprung des Jazz ein Paradebeispiel für diesen Zusammenhang.“ (Stephan Lanius, Gründer von AslyArt)

AsylArt zählt heute etwa 23 Mitarbeitende aus afrikanischen und asiatischen Ländern und zehn deutsche Mitarbeitende. Dazu kommen Kontaktpersonen beim Flüchtlingsamt sowie befreundeten Organisationen (Refugio, Eine-Welt-Haus, World People etc.). Die Vorbereitungen für die beiden vorangegangenen Produktionen dauerten jeweils rund neun Monate.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München und des Bezirkes Oberbayern, sowie der GLS Treuhand e.V.

Eintritt frei, Spenden willkommen

Kontakt: Tel.: 089 987840  (Stephan Lanius), stephan.lanius@gmx.de

Wo? Mohr-Villa, Situlistraße 75, Freimann (U6)