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Datum/Zeit
Datum - 17.01.2020
18:00 - 19:15

Veranstaltungsort
MVHS im Gasteig

Kategorien


Václav Havel, der vor 30 Jahren zum ersten Präsidenten der Tschechoslowakei nach der Samtenen Revolution 1989 gewählt wurde, war nicht nur ein Homo politicus, den seine standhafte Haltung gegenüber dem kommunistischen Regime für insgesamt fünf Jahre ins Zuchthaus gebracht hatte, sondern ein gefeierter Bühnenautor bereits in den 1960er Jahren. In seinem Drama Das Gartenfest (1963) bildet er durch die Kunstsprache ptydepe das sprachlich mechanische Agieren einer in Phrasen erstarrten Gesellschaft ab; in Audienz (1975) wird ein politischer Häftling mit dem Angebot seines Aufpassers konfrontiert, sich selbst zu bespitzeln. Auch theoretisch befasste sich Havel mit Sinn und Bedeutung von Sprache, etwa in Versuch, in der Wahrheit zu leben/Die Macht der Ohnmächtigen (1978) oder in Briefen an Olga (1983).
Zuzana Jürgens, Bohemistin und Geschäftsführerin des Adalbert Stifter Vereins, zeigt in ihrem Vortrag die Bedeutung Václav Havels nicht nur für die tschechische, sondern auch für die europäische Kultur.

Eintritt: 7 €

In der Reihe „Havel in München“, veranstaltet vom Adalbert Stifter Verein, der Václav-Havel-Bibliothek Prag und dem Tschechischen Zentrum München in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule.