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Datum/Zeit
Datum - 24.02.2021
18:00 - 19:30
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Veranstaltungsort
Bayerische Einigung/Bayerische Volksstiftung

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Vera Botterbusch hat als Autorin, Filmemacherin und Fotografin hohe Ansprüche an sich selbst. Ihre aktuellen Werke, Text- und Bildcollagen sind ein Plädoyer für das Erinnern und die Empathie.

Wer Vera Botterbuschs Werk begreifen will, muss bereit sein, sich emotional berühren zu lassen. „Nur wenn ich selbst berührt bin, kann ich andere berühren“, sagt sie. Der Mensch bestehe nicht aus Funktion und Wissen, sondern sei über die Psyche gesteuert. Diesen Teil will Botterbusch herausarbeiten. Was sie damit meint, zeigte jüngst ihre Text- und Bildcollage in der Blackbox des Gasteigs. „Souviens-toi“ lautete der Titel. Erinnere dich. Es ging um Rudolf, einen deutschen Kommandanten im Zweiten Weltkrieg. Im Vernichtungslager Auschwitz tötet er Juden und geht dabei so gründlich vor, als handele es sich um Fensterputzen. „All diese Dinge, die als urdeutsch gelten, also Gründlichkeit, Gehorsam, Pflichtbewusstsein, vernebeln den Menschen“, sagt Botterbusch.

Irini Bafas, Süddeutsche Zeitung, 17./18 Februar 2018

Veranstaltungsort: Bayerische Einigung/Bayerischer Volksstiftung, Georgenstr 63, München Schwabing,  Beginn 18:00, Eintritt frei, für die AutorInnen geht ein Hut herum Anmeldung wegen der Coronabedingungen unbedingt erforderlich!!! radio.hoerbahn@online.ms Wir haben 7-9 Plätze für Gäste zur Verfügung.

Weitere Infos unter https://literaturradiohoerbahn.com/event/vera-botterbusch-liest-aus-ihren-texten-und-spricht-ueber-werk/

Vera Botterbusch, geboren am 10. Februar 1942 in Dortmund.

April 1942 Umzug nach Bielitz/Bielsko (Oberschlesien), Januar 1945 Flucht.

1945 – 1948 Kirchlengern bei Bünde
1948 -1961Schulzeit in Minden in Westfalen.

Studium der Romanistik, Germanistik und Kunst in Bonn, Münster und Grenoble.

Stipendiatin der Evangelischen Studienstiftung Villigst.
1. + 2. Staatsexamen.
Regiestudium bei August Everding in München.

Studententheater in Bonn, Grenoble und Münster mit Jean Genet (“Die Zofen”), Eugène Ionesco (“La Leçon” – Die Nachhilfestunde), Georg Büchner  (“Leonce und Lena”), Jean Paul Sartre “Huit Clos”.

Diverse publizistische Tätigkeiten:
Kunst, Literatur, Theater u.a. für epd, Radio Bremen, Deutsche Volkszeitung, Kürbiskern, taz ….

Ab 1971 regelmäßige Mitarbeit bei der Süddeutschen Zeitung
und ständige Mitarbeit als Autorin, Regisseurin und Filmemacherin
beim Bayerischen Rundfunk/ Fernsehen.                                                                                     Fotografien für Süddeutsche Zeitung Photo.

Ab 1979 regelmäßige längere Arbeitsaufenthalte in Griechenland.

Ab 2010 Foto-Ausstellungen u.a. in Jena, München, Passau, Paris, Regensburg, Straubing,  Waldkirchen, Weilheim

2016 Künstlerresidenz in Paris.

Reisen in fast alle europäischen Länder, in die Türkei/ Irak/ Iran, Russland, La Réunion, Frz. Polynesien (Tahiti, Tuamotu-Archipel, Marquesas, Mangareva), Pitcairn), Osterinsel, Santiago de Chile, Nigeria.

Lebt seit 1968 in München und seit 1992 auch im bayerischen Böhmerwald, in der “Neuen Welt”.

Mitglied im Bundesverband bildender Künstler (BBK), im Verband deutscher SchriftstellerInnen (VS), ver.di-Medien und im PEN.