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Datum/Zeit
Datum - 22.10.2016
16:00 - 20:00

Veranstaltungsort
MVHS Gasteig

Kategorien


Mehr als die Hälfte der Deutschen nutzen inzwischen Geräte mit Touchscreens. Viele von ihnen können wesentlich schneller und besser tippen als schreiben. In Finnland und weiten Teilen der USA müssen Schüler ab 2016 sogar gar keine Schreibschrift mehr lernen. Und auch in Deutschland kann in einigen Bundesländern an den Grundschulen die sogenannte Grundschrift, eine Variante der Druckschrift, gelehrt werden. Gleichzeitig boomen Kalligrafie- und Schönschriftkurse und in Umfragen zeigt sich, dass die Handschrift in Deutschland als Ausdruck von Authentizität, Individualität und Kreativität zutiefst wertgeschätzt wird – auch bei den sogenannten Digital Natives.
Wird die Handschrift im digitalen Zeitalter überflüssig? Verlieren wir einen Teil unserer kulturellen Identität, wenn wir sie aufgeben? Was bedeutet es für die motorische und kognitive Entwicklung unserer Kinder, wenn sie sie nicht mehr erlernen?

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr: Vorträge und anschließendes Podiumsgespräch
+ Hand und Hirn Neurowissenschaftliche Aspekte von Schrifterwerb und Schriftgebrauch / Dr. Marie-Luise Brandi, Max-Planck-Institut für Psychiatrie
+ Handschrift ist Lernschrift – Geschichte und Bedeutung der Praxis von Schrifterwerb und Schriftgebrauch in den Schulen / Ute Andresen, Allianz für die Handschrift, München
+ Dichter-Handschriften Literarische Zeugen einer bedrohten Kulturtechnik / Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia, Literaturarchiv der Stadt München
Moderation: Dr. Susanne May, Münchner Volkshochschule
18.30 Uhr: Lesung und Gespräch mit dem Münchner Schriftsteller Rudolf Herfurtner
Rudolf Herfurtner schreibt seine Bücher grundsätzlich mit der Hand und tippt sie anschließend in den Computer. Er wird aus seinem neuen Buch „Magdalena Himmelstürmerin” lesen und das handgeschriebene Manuskript präsentieren.
Moderation: Madeleine Willing, Münchner Volkshochschule

Veranstaltungs-Nr: D244600
Ute Andresen · Eintritt € 12.–