Lade Karte ...

Datum/Zeit
Datum - 18.07.2019
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Johannissaal

Kategorien


Künstler: Annette Lubosch (Mezzosopran, München); Olaf Haye (Bariton und Sprecher, Kiel); Sandro Schmalzl (Tenor, München); Roland Albrecht (Bassbariton, Landsberg); Peter Clemente (Violine); Elena Arnovskaya (Klavier, München); Lettischer Chor „Laima“ (München, Leitung: Linards Kalniņš).

 

Was haben der Beethoven-Freund Carl Amenda, der Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz, die Pianistin Clara Schumann und der Dirigent Bruno Walter mit Lettland zu tun? Dieser Frage geht die Studie „Verwobene Kulturen im Baltikum – Zwei Musikgeschichten in Lettland von 1700 bis 1945“ (2018) von Kristina Wuss nach. Mit erzählerischer Eleganz und einem Gespür für die kulturhistorischen Besonderheiten der jeweiligen Epoche beschreibt sie, wie die Leistungen deutscher Kultur, insbesondere der Musik, auf die eigenständige Kraft des lettischen Dainas-Schatzes trafen und aus dieser Begegnung des Ungleichzeitigen, des Archaischen und Modernen, neue Formen der lettischen Musiktradition entstanden. Die lettischen Dainas – kurze Lieder und Volksgedichte, die von älteren Sprachschichten des Lettischen und der Mythologie der Letten geprägt sind, bilden einen wichtigen Bezugspunkt ihrer nationalen Identität und gehören heute zum Weltkulturerbe. Im 18. Jahrhundert machten sich Johann Gottfried Herder und deutsche Pastoren in Livland um die Sammlung der Dainas verdient. Die Buchpräsentation wird durch Konzerteinlagen mit Werken von Richard Wagner, Richard Strauss und Münchner Komponisten der Gegenwart sowie durch die inzwischen zur Klassik gewordenen lettischen Chorlieder erweitert.

Dr. Kristina Wuss ist eine deutsch-lettische Regisseurin des Opern- und Musiktheaters. Ihre Regiearbeiten führten sie u. a. nach Berlin, Hong Kong und Seoul, Moskau und München. In Lettland inszenierte sie an der Lettischen Nationaloper und am Neuen Theater Riga.

Beteiligte Künstler:

Annette Lubosch (Mezzosopranistin und Schauspielerin) wurde nach ihrem Studium in Wien und München an den Bregenzer Festspielen, den Tiroler Festspielen Erl, den Bad Hersfelder Festspielen, am Bayerischen Staatsschauspiel sowie an der Philharmonie Berlin und an der Philharmonie München engagiert.

Sandro Schmalzl (Tenor) war nach seinem Studienabschluss 2012 u. a. als Tenorsolist in der mehrfach ausgezeichneten Inszenierung „Die Räuber“ von Ulrich Rasche am Bayerischen Staatsschauspiel sowie in zahlreichen Konzerten und Oratorien zu erleben.

Olaf Haye (Bariton) war nach seinem Studium in Hamburg an der Volksoper Wien, der Oper Köln, der Komischen Oper Berlin, im La Monnaie Brüssel und an der Oper Leipzig engagiert. Seit vielen Jahren gehört er zum festen Ensemble der Theater Kiel und Dortmund sowie der Wuppertaler Bühnen. Olaf Haye ist Preisträger des Richard-Strauss-Wettbewerbs (München).

Roland Albrecht (Bassbariton) wurde nach Gesangausbildung in München und Prag für Opernproduktionen in München und Memmingen sowie an Opernhäusern in Irland engagiert. Gleichzeitig gibt er Auftritte bei Liederabenden und Konzerten geistlicher Musik.

Peter Clemente (Violine) studierte an den Musikhochschulen in München und Saarbrücken. Als Solist gewann er zahlreiche Preise, so z.B. beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und beim Internationalen Violinwettbewerb „Michelangelo Abbado“ 1992 in Sondrio (Italien). Seit 1996 ist Peter Clemente Konzertmeister und Solist der „Münchner Kammersolisten“. 1986 gründete er das „Clemente Trio“, mit dem er in der Alten Oper Frankfurt, im Concertgebouw Amsterdam, im Musikverein Wien und in der Carnegie Hall in New York sowie bei weltberühmten Musikfestivals wie den Festwochen in Luzern auftrat.

Elena Arnovskaya (Klavier) erhielt ihre Ausbildung an der Tschaikowski-Musikschule (Tscheljabinsk). Danach leitete sie eine Klasse für Liedbegleitung, war Korrepetitorin an der Tschaikowski-Musikhochschule (Sankt Petersburg), am Glinka-Opernhaus und wirkte als Solistin der Tscheljabinsker Philharmonie. Seit 2006 lebt sie in München und tritt als Begleiterin von Sängern und Instrumentalisten auf.

Der Lettische Chor „Laima“ (München) wurde 2017 gegründet und pflegt sowohl lettisches als auch europäisches Repertoire. Der Chor war seitdem sowohl in München (u. a. beim Tag der Laienmusik 2018 im Gasteig) als auch anderorts wie z. B. bei den Lettischen Kulturtagen in Esslingen und Roosendaal (Niederlanden), im Rahmen von Terra Choralis in Zürich zu erleben. Chorleiter ist Linards Kalniņš.

 Eintrittskarte erforderlich, erhältlich im HDO, ab 3. Juni 2019 zu den Bürozeiten