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Datum/Zeit
Datum - 26.10.2015
19:00

Veranstaltungsort
Seidlvilla

Kategorien


Vortrag von Rüdiger Kendziora, M.A. (Bonn)

“Seele” – ein in der Philosophiegeschichte wie auch heutzutage in der psychologischen und auch psychopathologischen Forschung viel strapazierter Begriff, bleibt bedeutungspolymorph behaftet.
Der mit dem Titel einer Publikation versehene Vortrag soll versuchen Aufschluss zu geben über den historischen Wandel der Bedeutungsparamenter seit der Antike bis heute, der, eingebettet in die traditionell philosophischen Strömungen des Platonismus und des Aristotelismus, darüber hinaus deutlich machen soll, wie mit dem Einsetzen der kosmologisch-naturwissenschaftlichen Periode die Verwissenschaftlichung, und, letztlich durch die “Aufklärung” bedingt, die Etablierung der Psychologie als eigenständige Wissenschaft hin sich vollzog. In ihren Grenzbereichen psychopathologischer Forschung hat sich paradigmatisch das Modell eines komplexen multifaktoriellen Geschehens durchgesetzt, und in Begleitung der Neurowissenschaften ist der „Seelenbegriff“ nun vollends seiner Re-materialisierung anheimgefallen.
Naturgemäß kann nur aber nur umrisshaft bleiben, was sich bedeutungsvoll wesenhaft ihrer eindeutigen Bestimmung entzieht…, daher bleibt die „Seele“ von einer Aura unergründlicher Rätselhaftigkeit ihrer Wandlungen umgeben.

Unkostenbeitrag € 8.–/ 6.– / Studenten frei

mehr Info unter: http://www.nietzsche-forum-muenchen.de/