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Datum/Zeit
Datum - 12.09.2019
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Jüdisches Museum München

Kategorien


Eine Hommage aus Anlass seines 80. Geburtstags 2019
Keine andere jemals von Menschen erzählte Geschichte habe ein solches Ausmaß an Hass, Verfolgung und Mord gegen ein Volk entfesselt, wie diese Geschichte über den Verrat, der ausgerechnet mit einem Kuss seinen Ausdruck gefunden habe, schreibt der israelische Schriftsteller Amos Oz. 2015 legt er sein letztes großes Prosawerk unter dem Titel „Judas“ vor.  Der Roman stellt Judas-Jesus-Drama in den Kontext einer fatalen christlichen Wirkungsgeschichte einer Identifikation vom „Verräter” Judas mit dem jüdischen Volk, aber auch im Kontext der frühen innerisraelischen Debatte um die Gründung des Staates Israel und die Ideale des Zionismus. Die heterogenen neutestamentlichen Überlieferungen von Judas geben in der Tat Stoff zu kontroversen Judas-Deutungen. Der Roman von  Oz ist Teil einer größeren literarischen Wirkungsgeschichte und zeigt: Das Drama um  „Judas und Jesus“ ist noch nicht zu Ende gespielt in unserer Zeit. Der Vortrag in memoriam Amos Oz ist zugleich eine Hommage an den großen israelischen Schriftsteller, der am 4. Mai 2019 80 Jahre geworden wäre.

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel lehrte bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Universität Tübingen. Er ist Kuratoriumsmitglied der “Stiftung Weltethos”, Mitglied im Stiftungsrat des Börsenvereins zur Vergabe des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

Eintritt
Euro 8 € /7 € / Schüler_innen, Studierende und München Pass frei
Einlass und Abendkasse ab 18.30 Uhr.

Veranstalter
Eine Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie München in Zusammenarbeit mit Freunde Abrahams e.V, der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom e.V. und dem Jüdischen Museum München.

Anmeldung:
info@evstadtakademie.de
+49 89 549 0270