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Datum - 23.09.2021
19:00
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In Fortsetzung des Vortrags von Prof. Hans R. Vaget zu Thomas Manns Späten Erzählungen widmet sich unser Mitglied Dieter Borchmeyer der letzten Erzählung, Die Betrogene (1953). Die »kleine Mythe von Mutter Natur« (Thomas Mann) sorgte schon bei ihrem Erscheinen für Kontroversen. Willy Haas nannte sie in der Welt ein »grausames Buch«, während Thomas Manns Freund Hans Reisiger in der Stuttgarter Zeitung sie als eine »Schöpfung der Menschenfreundlichkeit« pries und an das »bescheidene Sterben« des Mont-Kaw in Joseph in Ägypten erinnerte. Dieter Borchmeyer geht noch einen Schritt weiter und hält Die Betrogene für beinahe die bedeutendste Erzählung Thomas Manns, zumindest nach Der Tod in Venedig.

Dieter Borchmeyer (Jg. 1941) ist emeritierter Professor für Literatur- und Theaterwissenschaft. Er lehrte in München und Heidelberg, war Gastprofessor in Frankreich, Österreich und den USA sowie Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Mozarts Opern, die Werke Goethes, Richard Wagners und Thomas Manns. Zusammen mit Jan Assmann ist er Herausgeber der Joseph-Tetralogie innerhalb der GKFA. In Vorbereitung ist eine neue Gesamtdarstel-lung des Oeuvres von Thomas Mann vor historischem Hintergrund, die 2022 im Insel-Verlag erscheinen wird (Thomas Mann – Werk und Zeit).

Bitte melden Sie sich für den Abend bei unserem Büro (info@tmfm.de) mit Ihrer E-Mail-Adresse an. Der Link geht Ihnen umgehend mit Infos des ‚Host‘ Herrn Eckhard Zimmermann zur Handhabung zu.