Lesung und Gespräch mit Renate Heß und Luísa Costa Hölzl
Eintritt frei
Veranstaltungsort: Lesesaal
Die Anthologie „Der Pitangabaum der Nachbarin“ gibt Einblicke in das Land Guinea-Bissau und seine Literatur. Renate Heß, Herausgeberin und eine der Übersetzer*innen, stellt die zwölf Erzählungen, die in der Edition Noack & Block erschienen sind, in Deutsch und Portugiesisch vor. Luisa Costa Hölzl liest die portugiesischen Texte.
Das kleine, multiethnische Land an der westafrikanischen Küste, ehemals portugiesische Kolonie, entfaltet sich durch fünf literarische Stimmen in seiner kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt: Waldir Araújo, Amadú Dafé, Edson Incopté, Claudiany Pereira und Marinho de Pina stehen hier exemplarisch für die literarische Vielstimmigkeit Guinea-Bissaus. Ihre Romane, Erzählungen, Gedichte und Kinderbücher wurden vielfach ausgezeichnet. Sie bewegen sich zwischen mehreren Kontinenten, pflegen internationale Kontakte und sind in literarischen, akademischen und politischen Kontexten aktiv, sowohl vor Ort als auch in der Diaspora.
Der Sammelband erschien 2019 unter dem Originaltitel Fora de Jogo (Abseits) im Verlag Ku Si Mon in Bissau und wurde von den Übersetzer*innen vor Ort beinahe zufällig entdeckt. Zum ersten Mal kann das deutsche Publikum darin einen Einblick gewinnen in eine für die meisten sicherlich unbekannte Weltgegend. Die Themen kreisen um Familiengeschichten, um Träume und frustrierte Lebenspläne, Tradition und Entwurzelung, Ungerechtigkeiten und Freiheitskämpfe.
A antologia “Der Pitangabaum der Nachbarin” (antologia original publicada sob o título Fora de Jogo) oferece uma visão sobre a Guiné-Bissau e a sua literatura. Renate Heß, organizadora e uma das tradutoras, apresenta os doze contos publicados pela editora Noack & Block.
Este pequeno país multiétnico que fica na costa ocidental africana e foi antiga colónia portuguesa, revela-se aqui através de cinco vozes literárias em toda a sua diversidade cultural e social.
Renate Heß studierte Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Von 1983 bis 1988 war sie DAAD-Lektorin in Portugal. Seitdem veröffentlicht sie Aufsätze und Radiobeiträge zu portugiesischsprachiger Literatur und übersetzt aus dem Portugiesischen, zuletzt u.a. aus Guinea-Bissau Werke von Abdulai Sila wie das Theaterstück Zwei Schüsse und ein Lachen (2021) oder die Erzählung „Die Tage von Kubukaré” (2023).
Luísa Costa Hölzl, geboren 1956 in Lissabon, lebt in München, wo sie sich für die Förderung der lusophonen Kulturen und Literaturen engagiert. Herausgeberin von literarischen Anthologien, Publizistin und Portugiesisch-Dozentin (LMU, MVHS).
Informationen zur Anmeldung
Anmeldung persönlich vor Ort, telefonisch unter 089 233772428 oder per Mail stb.neuhausen.kult(at)muenchen.de