Arbeitsstipendien für Münchner Autorinnen und Autoren

Andrea Heuser und Norbert Niemann erhalten die diesjährigen Arbeitsstipendien für Münchner Autorinnen und Autoren der Landeshauptstadt München. Mit den seit 2015 vergebenen Arbeitsstipendien in Höhe von jeweils 6.000 Euro werden literarische Projekte von Münchner Autorinnen und Autoren gefördert, die sich mit ihrem Werk bereits literarisch ausgewiesen haben und im Literaturbetrieb in Erscheinung getreten sind. Andrea Heuser erhält das Stipendium zur Weiterführung ihres Familienromans „Das Winkelhaus“, Norbert Niemann für sein neues Romanprojekt „Dianoia“ (Arbeitstitel).

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Stipendien für Literatur vergeben

Die Landeshauptstadt München zeichnet (Nachwuchs-)Autorinnen und Autoren für vielversprechende literarische Projekte aus. Die Literaturstipendien 2019 erhalten: Valerie Sophie Bäuerlein für ihr Romanprojekt „Koh Tao“, Konstantin Ferstl für sein Romanprojekt „Die Erfrorenen Lande“, Sibylla Hirschhäuser für ihr Romanprojekt „Seilschaften“ und Hrvoje Milkovic für sein Romanprojekt „Agram“. Das Stipendium für Übersetzungsprojekte erhält Andrea O‘Brien für ihre Übersetzung von „Sight“ von Jessie Greengrass. Im Bereich Kinder- und Jugendbuch werden 2019 erstmals zwei Stipendien vergeben. Sie gehen an Nina Basovic für ihr Kinderbuch „Leontine – oder warum Pinguine fliegen können“ und an Efua Traoré für ihr Jugendbuch „Die Hüter des Schlafes“.

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[LiSe 09/19] Ein Bücherschloss für Kinder

Die Internationale Jugendbibliothek in der Blutenburg feiert ihren 70. Geburtstag

Von Katrin Diehl

Es klingt wie im Märchen: Bücher, die von anderen Welten erzählen, Kinder, die behütet in einem verwunschenen Schloss ihre Köpfe in diese Bücher stecken, schauen und lesen, jedes in seinem Tempo, die interessiert sind an allem, was anders und fremd ist, immer mehr lesen und immer schlauer werden, die, wenn sie erwachsen sind, die Welt zu einer besseren machen, einer also ohne Krieg. (mehr …)

[LiSe 09/19] Kolumne: Tommys bittere Beeren

Der Franke ist nicht zu unterschätzen, schon gar nicht der Oberfranke. Die vielseitige Aronia-Beere (Aronia melanocarpa) beispielsweise wurde von findigen Franken erstmals für uns entdeckt. Sie schmeckt bitter und soll wahnsinnig gesund sein. Die Beere ist resistent gegen alles und übersteht auch Minus problemlos.

Das erinnert uns, daas erinn- ja: Da geistert doch dieser kalifornische Gaudibursch aus Bamberg seit Dezember 2017 durch die deutsche Literaturszene, die seit dem Ableben des temperamentvollen Marcel R-R reichlich spröde wirkt! Im Schlauchboot des Entertainers hinaus aufs offene Meer der Literaturkritik! Am 8. Dezember 2017 erklärte der Neukalifornier Thomas Gottschalk den drei Fahnenträgern des Literarischen Quartetts im ZDF, warum dieser Pilzsammler Peter Handke aus dem Bois vor Paris mit seinem „letzten Epos“ (so Handke) „Die Obstdiebin“ faszinierend ist. Thea Dorn und Volker Weidermann stand der Mund offen, Christine Westermann war begeistert – keiner hatte mit derartiger Fernseh-Präsenz und literarischer Eloquenz gerechnet. Wochenlang schliefen die TV-Macher der Republik nicht mehr wenn sie an T. G. dachten: Wie konnte man den für die „Literatur“ einfangen? Die Quote steigern? Schließlich gelang es. Die Chefs seines „Heimatsenders“, lockten den bunten Vogel wieder zum BR, Abteilung Kultur, Unterabteilung Literatur, Unterunterabteilung Desaster. (mehr …)

[LiSe 09/19] Tagung: Verfolgt und zensiert – Kultur unter Druck

In einigen Ländern Mittelosteuropas ist in den letzten Jahren ein Erstarken von Unterdrückungspolitik und Diskriminierungsmechanismen zu beobachten. Kultur- und Kunstschaffende sehen sich zunehmend zensiert und Erpressungen ausgesetzt. Die Tagung untersucht die Lage der Betroffenen und fragt nach Reaktionen und Strategien angesichts der sich verändernden politischen Bedingungen.

Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstr. 2+4, 82327 Tutzing
www.ev-akademie-tutzing.de

[LiSe 09/19] Lyrische Kostprobe

Das Gewissen

Ich trag ein Bewusstsein mit mir,
eine Welt in der Welt,
in die ich gestellt,
ein beladener Raum in mir.

Fehlungen der Vergangenheit für immer
sind eingegraben im Sinn,
losgelöst vom Leib ist er hinter der Stirn;
die einigende Lösung kommt die nimmer?

Hier ist Geist und hier ist Leib,
irgendwo sitzt Gefühl und Gemüt.
Um Einheit der Splitter bin ich bemüht.
Die Dinge denkend zu empfinden liegt weit.

So weinen denn nur meine Gedanken,
der Leib fühlt beklommen,
wär doch alles verschwommen,
und brächt Weinen zerreißend mich ins Schwanken.

Raimund Fellner