[LiSe 12/22] Wie schön ist es, zu schauen und zu lernen

Die Internationale Jugendbibliothek zeigt Kinder- und Jugendsachbücher aus fünf Jahrhunderten

Von Katrin Diehl

Abgesehen davon, dass sich das als schöner Weihnachtsausflug für die ganze Familie denken lässt – hinauszufahren zur Internationalen Jugendbibliothek (IJB) im Schloss Blutenburg –, bietet sich das noch einmal mehr an, wenn man sich in den dortigen Westflügel begibt, wo einen die Ausstellung „Ich weiß etwas, was du nicht weißt! – Weltwissen in Kinder- und Jugendsachbüchern aus fünf Jahrhunderten“ erwartet. Sie hat viel Erbauliches, viel Schönes, einiges Erstaunliches, Nachdenkenswertes, aber auch Lustiges, wie das so ist, wenn man sich in die Bilderbuchwelt unserer Vorvorväter und -mütter begibt. (mehr …)

[LiSe 12/22] Kolumne: Weihnachtlicher Einkaufswahn

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine rege Zeit für den Buchhandel. Neuerscheinungen, Neuauflagen, Buchempfehlungen, Schaufensterdekoration, Geschenkpapier. Alles, damit bei den glücklich Beschenkten die kleinen, schon von Weitem als Buch zu identifizierenden Pakete unterm Baum liegen. (mehr …)

[LiSe 12/22] Jung und schreibend (Folge 14): Mindestens drei Ichs

Der Lyriker Tristan Marquardt

Von Katrin Diehl

Die Bereiche zu trennen, ist eine Möglichkeit und hat etwas mit Klarheiten und Konzentration zu tun. Sie nicht zu trennen, ist ebenfalls eine Möglichkeit, und zwar vor allem dann, wenn sich alles ganz einfach fügt, eins ins andere greift, sich eines aus dem anderen ergibt, wenn sich Bühnen für Mehrfachkompetenzen öffnen und die Durchlässigkeit zwischen den Kosmen nächste Verse zur Folge haben, kurz: Wenn die Zeit reif ist. „ez ist nu tac, es ist jetzt tags, / daz ich wol mac mit wahrheit jehen, / dass ich wohl mit sicherheit sagen kann, / ich will nicht langer sîn, / ich will nicht langer bleiben. // es ist jetzt“. (mehr …)

[LiSe 12/22] Lyrische Kostprobe: Von Innen heraus

Tanja Rupel Tera kam in Bulgarien zur Welt und studierte an der Universität in Sofia Literatur und Journalistik. Gegenstand ihrer Arbeit ist der Mensch, sein Wesen, sein bewegtes Inneres, seine Seele mit all ihren Facetten. Am meisten interessiert sie, welche Gefühle, Sehnsüchte, Ängste und Wunden sich tief im Menschen verbergen. Dadurch entstehen Momentaufnahmen zwischen zart und poetisch bis expressionistisch und mit der Wucht aufbrechend. Seit 2005 lebt Tanja Rupel Tera in München. (mehr …)

[LiSe 12/22] Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Dezember diese Neuerscheinungen:

Nikki Erlick: Die Vorhersage
Heyne

Als Nina eines Morgens ihre Wohnungstür öffnet, findet sie eine schlichte Holzbox. Darin verbirgt sich ihr Lebensfaden. Wenn sie die Box öffnet, wird sie erfahren, wie viele Jahre ihr noch bleiben. Und sie ist nicht die Einzige, die dieses »Geschenk« bekommt. Überall auf dem Globus hat jeder Volljährige eine Box erhalten und fragt sich: Will ich wirklich wissen, wann ich sterben muss? – Einfühlsam und klug erzählt Nikki Erlick, was mit der Gesellschaft, mit Beziehungen und mit jedem einzelnen Individuum passiert, wenn uns die eigene Sterblichkeit drastisch vor Augen geführt wird. (mehr …)

[LiSe 12/22] Kurzgeschichte: Ohne Yoga hätte ich das nicht überlebt

Von Monika Scheddin

März 2021 – ein Jahr Corona Pandemie, da sagt mir Pia: „Also ohne meine tägliche Meditation wäre ich nicht klargekommen“.

„Also ohne Yoga hätte ich das Ganze nicht überlebt“, sagt Karen. Sie zuckt nicht mit der Wimper, meint es also völlig ernst.

Hmmh, denke ich. Was hättest du denn gesagt? Vielleicht Kaffee, Kartoffeln und – SCHOKOLADE. (mehr …)