Literaturwettbewerb #kleineSchritte

Die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn ruft Jugendliche und junge Erwachsene auf, kreativ zu werden: Welche „kleinen Schritte“ haben sie unternommen, um Grenzen zu überwinden? Träume und Sehnsüchte können die Teilnehmer bis zum 11. Dezember 2020 in Form einer literarischen Reportage einreichen. Zu gewinnen gibt es u.a. einen Workshop mit dem Autor und Jurymitglied, Uwe Rada.

Eigentlich leben wir in Europa unser Miteinander und unsere Vielfalt. In den letzten Monaten konnten viele von uns geliebte Menschen und Sehnsuchtsorte in anderen EU-Ländern nicht besuchen. Das Corona-Virus hat uns eingegrenzt. Mit dem Wettbewerb der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn sollen jungen Autorinnen und Autoren ermutigt werden, ihren Sehnsüchten in literarischer Form freien Lauf zu lassen. Was haben Grenzschließungen und Kontaktbeschränkungen für die jungen Menschen bedeutet? Welche Rolle spielt die Sprache, wenn man Menschen nicht mehr physisch begegnen kann? Diese neue Art von Begegnungen sind #kleineSchritte. Und genau diese machen unsere europäische Vielfalt und unser Miteinander aus. Die Gewinnerbeiträge dieses literarischen Experiments werden als Instagram Post auf der Seite der Europäischen Kommission in Deutschland veröffentlicht. #kleineSchritte #wettbewerb #europäischekommission #eu #reportage #sehnsucht #instagram #uwerada

Alle Infos zum Wettbewerb der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn finden Sie hier: www.wettbewerb-kleine-schritte.eu

Preisträger*innen für den Ernst-Hoferichter-Preis stehen fest

Der Filmemacher Wolfgang Ettlich, der Schriftsteller und Slam-Poet Jaromir Konecny sowie die Comiczeichnerin Barbara Yelin werden mit den Ernst-Hoferichter-Preisen 2021 ausgezeichnet.

Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis wird seit 1975 jährlich an Münchner Künstlerinnen und Künstler der erzählenden Kunst vergeben, die – wie Ernst Hoferichter – Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden. Der Preis wurde von Franzi Hoferichter, der Witwe des Münchner Schriftstellers, gestiftet. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsbeirat der Ernst-Hoferichter-Stiftung, der auch als Jury fungiert. Der Beirat der Ernst-Hoferichter-Stiftung hat sich aufgrund der aktuellen schwierigen Situation für Künstlerinnen und Künstler dazu entschieden, diesmal einen dritten Preis zu vergeben. (mehr …)

Tukan-Preis der Stadt München für Markus Ostermair

Der diesjährige Tukan-Preis wird an Markus Ostermair für seinen Roman „Der Sandler“ (Osburg Verlag) vergeben. Auf eindrucksvolle und einprägsame Weise versteht es der Münchner Autor dabei, obdachlosen Menschen in einer Wohlstandsgesellschaft wie München Stimme und Würde zu verleihen. Die Vergabe hat der Kulturausschuss des Stadtrats jetzt auf Empfehlung einer Jury beschlossen. Der mit 6.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 49 Bücher, die von der Jury in fünf Sitzungen besprochen und bewertet wurden.

Weitere Infos …

Quelle: Rathausumschau 209/2020 vom 30.10.2020

#femaleheritage. Die Monacensia initiiert ein kooperatives Forschungsprojekt zum Kulturerbe

Mit einem auf fünf Jahre angelegten kooperativen Forschungs- und Vermittlungsprojekt nimmt die Monacensia im Hildebrandhaus Lücken im literarischen Gedächtnis der Stadt in den Blick. Gleichzeitig erprobt sie neue Formen der Erinnerungskultur und der Kulturvermittlung. Sie setzt dabei von vorneherein auf überregionale Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Partner*innen aus Kultur, Bildung und Wissenschaft. Schirmpatin: Katrin Habenschaden, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München. (mehr …)

[Lise 11/20] Ein Hoch auf Jella Lepman

Wie sich die Gründerin der Internationalen Jugendbibliothek wiederentdecken lässt. 

Von Katrin Diehl

Ein Buch ist eine gute Beigabe, wenn es darum geht, jemanden ins Gedächtnis zurück zu rufen. Und so passte es, dass bei der Gedenkveranstaltung für Jella Lepman – sie ist vor 50 Jahren gestorben – in der Internationalen Jugendbibliothek (IJB) eine „Neuauflage“ ihrer „Kinderbuchbrücke“ präsentiert wurde.

Jella Lepman, die 1891 in Stuttgart in ein jüdisch-liberales, gutbürgerliches Elternhaus geboren wurde, die unter den Nazis Deutschland verlassen musste, dies 1936 mit ihren zwei Kindern in Richtung England getan hat, und die 1945, gleich nach dem Krieg, als ehemalige Journalistin eines US-amerikanischen Senders die Anfrage erreichte, ob sie als Beraterin der US-Armee im Rahmen des  „Reeducation“-Programms nach Deutschland zurückkehren würde …, Jella Lepman hat ja gesagt. Nicht ohne Zögern. Nicht ohne Zweifel. Aber sie hat ja gesagt, kam nach München, setzte auf Bücher aus der ganzen Welt, die den vom Krieg traumatisierten und von der Nazi-Ideologie indoktrinierten Kindern einen neuen, freien Blick ermöglichten. (mehr …)

[Lise 11/20] Kolumne: Briefe, Klagen, Honorare

Mein Herzensschatzerl! ich schreib Dir schon wieder, weil ichs nicht aushalten kann …“ so der junge Albert Einstein anno 1901 an seine Geliebte, Mileva Marić, nicht ahnend, wie böse es enden sollte. Für Verlage sind die Briefe der Berühmten ein gefundenes Festessen, egal ob sie von Franz Kafka, Ingeborg Bachmann oder Theodor Fontane stammen – solide Auflagen sind garantiert. Im Zeitalter der E-mails könnte diese Quelle aber sehr bald versiegen, was also tun? – Am besten, man sammelt die Post des eigenen Personals! (Andere Verleger expandieren, indem sie attraktiven Damen einen eigenen Verlag schenken – aber das ist eher die Ausnahme.) (mehr …)