[LiSe 05/22] Gedenken: München liest – aus verbrannten Büchern

Für Frieden, Freiheit und Menschenrechte

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nazis, wurde auf dem Königsplatz ein „Verbrennungsakt” inszeniert, wobei „undeutsche“ Bücher der „Reichsfeinde“ ins Feuer geworfen wurden. Viele der 1933 verbrannten Bücher und ihre Autor*innen sind heute weitgehend unbekannt bzw. vergessen. (mehr …)

[LiSe 05/22] Jung und schreibend (Folge 9): Abhängigkeit und Machtmissbrauch

Annika Domainko lässt den Täter sprechen

Von Ursula Sautmann

Es ist erst wenige Wochen alt, das Debüt von Annika Domainko mit dem Titel „Ungefähre Tage“, erschienen im Verlag C.H.Beck. Die Münchner Autorin hat es beim Festival Wortspiele im März im Ampére vorgestellt, Lesungen bestritten und Interviews gegeben. Sie hat Beachtung gefunden, und das aus gutem Grund. (mehr …)

[LiSe 05/22] DOK.fest: Literaturfilme

Im Rahmen des 37. DOK.fest München werden auch Literaturfilme zu sehen sein.

Samstag, 7. Mai, 21.00 Uhr: Deutsches Theater / Silbersaal
Sonntag, 8. Mai, 17.00 Uhr: Literaturhaus
Susanna Tamaro unplugged
Italien 2021, Katia Bernardi, 73 Min., OmeU.
Susanna Tamaro ist Bestsellerautorin und Einzelgängerin. Einblicke in ein selbstbestimmtes Leben. In Kooperation mit dem Literaturhaus München. (mehr …)

[LiSe 05/22] Ausstellung: Nikolaus Heidelbach – Originale

19. Mai bis 31. Juli 2022

Er ist einer der großen Buchkünstler der Gegenwart: Nikolaus Heidelbach, Autor und Illustrator preisgekrönter Bilderbücher und Schöpfer ikonischer Buchcover, stellt Originale aus zwanzig Jahren künstlerischem Schaffen aus – erstmals in München. Zu sehen sind seine prachtvollen, zugleich beunruhigenden Märchenbilder, dazu Kinderbücher und faszinierende Einzelblätter voll schwebend hintergründiger Details.

Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Montag bis Sonntag 11-18 Uhr
Eintritt: 5/3 Euro

Aufruf zum WORTMELDUNGEN-Förderpreis 2022

WORTMELDUNGEN VON NACHWUCHSAUTOR:INNEN GESUCHT!

Die Crespo Foundation ruft junge Autor:innen dazu auf, sich für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN-Förderpreis zu bewerben. „Schiffe vor Anker, Autos auf Parkplätzen, aber ich bin diejenige, die kein Zuhause hat.“ Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Volha Hapeyeva, Trägerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2022, formuliert wurde.

Nachwuchsautor:innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Kurztext (Essay, Rede, kurze Prosa, Erzählung) von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich Autor:innen bis 30 Jahre, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) verfasst haben. (mehr …)

[LiSe 04/22] Jung und schreibend (Folge 8): Der achtsame Blick und seine Geschichten

Vladimir Kholodkov besitzt Romandurchhaltekraft

Von Katrin Diehl

Die Konstellation ist durchaus nicht einfach, birgt dafür aber einiges an Potential. Zumal aus schriftstellerischer Sicht. Hat sich ja auch einer ausgedacht, der daraus einen Roman machen wollte. „Für mich macht das eigentlich den größten Reiz aus an Literatur: dass sie Fiktion ist“, sagt Vladimir Kholodkov, eine Fiktion, die sich in einer durch und durch realistischen, sich ziemlich offenbarenden Welt abspielt (Nabokovs „Lolita“ und „Pale Fire“ zählen zu Kholodkovs Lieblingswerken). (mehr …)