Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch – Ausschreibung 2021

Das Förderprogramm „Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch“ ist eine Form der Schriftsteller*innenförderung, die es Autor*innen aus Deutschland ermöglicht, sich während eines Aufenthalts in Tschechien ganz ihren künstlerischen Tätigkeiten zu widmen. Reziprok kommt ein*e tschechische*r Autor*in nach Deutschland.
Realisiert wird das Programm vom virtuellen Literaturhaus Bremen, globale e.V., den Künstlerhäusern Worpswede, dem Tschechischen Literaturzentrum (Sektion der Mährischen Landesbibliothek) und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. (mehr …)

[LiSe 01/21] Literarische Archive (Folge 20): Satiren nur Männersache?

Die Wiederentdeckung der Gisela Elsner und ihr Nachlass in der Monacensia

Von Katrina Behrend Lesch

Gisela Elsners Leben war von zwei Dingen geprägt. Zum einen wurde sie 1937 in der NS-Reichsparteitagsstadt Nürnberg geboren. Zum anderen kam sie zeitlebens mit dem Zwiespalt zwischen ihrer großbürgerlichen Herkunft und ihrer radikalen Ablehnung alles Bürgerlichen nicht zurecht. Gleichzeitig stellten beide Faktoren die Konstanten in ihrer schriftstellerischen Arbeit dar. Sowohl die spießige Möchtegern-Welt der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft als auch deren Verstrickung in die NS-Vergangenheit waren die Themen, an denen sich Elsner in ihren Werken abarbeitete. Mit ihrem Debütroman „Die Riesenzwerge“ (1964), einer ins Monströse gesteigerten Beschreibung kleinbürgerlicher Lebenswelten, landete sie einen ungeheuren Erfolg, doch dass hinter der messerscharfen Satire eine Frau steckte, schockierte die Presse und lief der Erwartungshaltung an weibliches Schreiben gänzlich zuwider. Wenn hierzulande, so Elsner in einem Interview mit der Zeitschrift kürbiskern aus dem Jahr 1978, eine Frau das Schreiben schon nicht lassen könne, würde man ihr gönnerhaft trübe Metaphern über Geburt, Liebe und Tod gestatten, ja sogar mal einen surrealistischen Seitensprung. Satiren hingegen seien wie Bordellbesuche ausschließlich Männersache. (mehr …)

[LiSe 01/21] Lyrik Kabinett: Poesie-Hotspot

Eine tolle Zwischenbilanz von „Bewegungslyrik“ zwischen 2009 und 2019, also Poetry in Motion, Slam oder einem Gedichte-Musik-Mix hat das Lyrik Kabinett jetzt mit seiner Anthologie „Poetry in Motion-10 Jahre Spoken Word im Lyrik Kabinett“ ins Netz gestellt. Unter www.dichterlesen.net kann man kostenlos, mutig oder ganz ganz vorsichtig unter anderem die „Poetry in Motion“ anklicken. Atmosphärisch dicht, mit Zuhörer-Jubel, Lachen, Zittern, Liveausschnitten, die einen perfekten Überblick geben über 25 Slammer-Auftritte im bis dato eher konservativen Münchner Lyriktempel hinter der ehrwürdigen Alma Mater. Man muss sich vorstellen: In diesen Jahren wurden ja auch die eher klassischen Werke von Durs Grünbein einem grauhaarigen Publikum präsentiert oder diskutierten ehrwürdige Lyrik-Granden wie Harald Hartung und Prof. Dr. Heinrich Detering im „Lyrischen Quartett“ über die „Haltbarkeit“ von Brecht, Rilke oder Eduard Möricke. Der Hinterhof in der Amalienstraße hat sich mit den Jahren zu einem vielseitigen internationalen Hotspot entwickelt, von dem aus sich Poesie weiter wild verbreiten kann.   w.h.

[LiSe 01/21] Literaturstipendien: Ausschreibung 2021 der Landeshauptstadt München

Die Landeshauptstadt München vergibt 2021 sieben Stipendien für Autor*innen und Übersetzer*innen in Höhe von jeweils € 6.000,-. Zusätzlich wird der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur vergeben (€ 3.000,-).

Mit den Literaturstipendien und dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur sollen vielversprechende Projekte vorwiegend jüngerer Münchner Autor*innen gefördert werden. Für die Literaturstipendien besteht keine Altersbeschränkung, für den Leonhard und Ida Wolf-Gedächt-nispreis kommen nur Autor*innen unter 30 Jahren in Fragel. Das Stipendium für Übersetzer*innen fördert eine herausragende Leistung in der Übertragung eines besonders anspruchsvollen Textes ins Deutsche.  Red

Einsendeschluss: 15. März 2021

Rückfragen bitte an: Katrin Dirschwigl, katrin.dirschwigl@muenchen.de

Weitere Informationen unter: muenchen.de/kulturfoerderung

[LiSe 01/21] In eigener Sache: Wir suchen …

Mitarbeiter redigieren gesucht… zur Unterstützung unseres Redaktionsteams Personen, die gut und gerne redigieren.

Der Aufwand beim Redigieren des monatlichen literarischen Veranstaltungskalenders beträgt etwa fünf Stunden im Monat.

Zu erledigen ist die Aufgabe jeweils um den 15. jeden Monats herum. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, die Atmosphäre innerhalb der Redaktion einfach wunderbar.

Interessierte melden sich bitte unter: redaktion@literaturseiten-muenchen.de