[LiSe 10/17] Dichter-Denkmäler in München (Folge 1): Kurt Eisner

Kurt Eisner – Revolutionär und Schriftsteller

Von Katrina Behrend Lesch

Zum Flanieren lädt er nicht ein – der Oberanger. Man geht ihn entlang, um zum Stadtmuseum, zum Jüdischen Zentrum zu gelangen. Doch dann gibt es die Stelle, die zum Jakobsplatz abbiegt. Von dort kann man es sehen, ein meergrünes transparentes Etwas, das aus dem Straßen- und Häusereinerlei herausleuchtet. Und die Neugier weckt. Näher heran also an den gläsernen Kubus, und man erschrickt. Das ist doch – die Spur einer Kugel, rundum die fächerför-migen Linien von zerborstenem Glas. Schon wieder Vandalen, die ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen haben … (mehr …)

[LiSe 10/17] Künstlerbücher in der Staatsbibliothek

Künstlerbücher in der Staatsbibliothek

Noch bis zum 7. Januar ist die Ausstellung „SHOWCASE – Künstlerbücher aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek“ zu sehen. Dabei steht das Buch als autonomes Kunstwerk im Mittelpunkt. Die Schau zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich Künstler wie Andy Warhol, Pablo Picasso oder Marina Abramovi´c das Buch als künstlerische Ausdrucksform nutzen. Die ausgestellten Werke reichen von der historischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts über konzeptuelle Künstlerbücher der 1960/70er Jahre bis heute.

Öffnungszeiten der Ausstellung in der Staatsbibliothek (Ludwigstr. 16)
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr
Sonntag 13 bis 17 Uhr
Kostenlose öffentliche Führungen gibt es donnerstags um 16:30 Uhr und sonntags um 14:00 Uhr.

Deutscher Lesepreis 2017: Münchner Projekt nominiert

Die Kultur des Lesens erhalten und fördern – das ist das Ziel des Deutschen Lesepreises. Jedes Jahr werden dazu bundesweit herausragende Maßnahmen und Projekte ausgewählt und prämiert. Gute Chancen auf den Lesepreis hat heuer ein Projekt aus München: Die Sprechwerker und das Bildungslokal Neuperlach mit dem Projekt „Kinder als lebende Bücher erobern ihr Quartier“ stehen auf der Shortlist für den Deutschen Lesepreis 2017.

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[LiSe 09/17] Münchens literarische Orte (Folge 14)

Das Caveau – Ein literarisches Wohnzimmer in Schwabing

Von Ursula Sautmann

Man könnte ohne weiteres achtlos vorbeigehen am Schild neben der Einfahrt. „Atelier Caveau – Kunst, Literatur, Genuss. Konstantin Rüchardt und Cecily Garver“ steht da, in der Tengstraße 25, geschrieben: recht unscheinbar und im Juni garniert mit einer Ankündigung im DIN-A-4-Format. Edo Popovi´c, kroatischer Schriftsteller und Stipendiat der Villa Waldberta, liest in der Reihe „Prosa im Caveau“. Veranstalter sind Jürgen Bulla und Johan de Blank. (mehr …)

[LiSe 09/17] Ausstellung: Russland und die Revolution

Dichter der russischen Revolution – Leben, Träume, Dramen“. Eine literarische Reihe, die MIR e.V., das Zentrum russischer Kultur in München, anlässlich des 100. Jahrestags der russischen Revolution am 24. und 25. September veranstaltet. In Russland waren Literatur und Politik schon immer eng miteinander verbunden; die Dichter waren weit mehr als im Westen das Gewissen der Nation. Schon Alexander Sumarokow, der den Beginn von russischer Literatur, russischer Dramaturgie und russischer Bühnenkunst einläutete, musste in diesem Zusammenhang leidvolle Erfahrungen hinnehmen.

Ort der Veranstaltung: Gasteig, Carl-Amery-Saal, Rosenheimer Str. 5, München
Festivalkarte pro Tag: 10/5 €

[LiSe 09/17] Straßenfest: Corso Leopold

Der Corso Leopold, das beliebte Straßenfest zwischen Georgenstraße und Münchner Freiheit, ist ohne die Literaturbühne fast nicht zu denken. Wieder hat sie sich direkt vor der Buchhandlung Lehmkuhl platziert und wartet am 9. und 10. September mit einem abwechslungsreichen Programm aus Literatur, Musik und Kabarett auf. Organisation und Moderation: Brigitta Rambeck.

Corso Leopold
9. und 10. September
Mehr unter: leo.corso-leopold.de