Christine Wunnicke erhält den Literaturpreis 2020

Mit dem Literaturpreis der Stadt München wird die Schriftstellerin Christine Wunnicke für ihr herausragendes literarisches Gesamtwerk geehrt. Der Literaturpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre – alternierend mit dem Publizistikpreis und dem Übersetzerpreis – verliehen. Die für die Auszeichnung in Frage kommenden Münchner Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben dazu beigetragen, München als Literaturstadt Geltung und Ansehen zu verschaffen. Die Vergabe hat der Feriensenat des Stadtrats nun in seiner Sitzung auf Empfehlung einer Jury beschlossen.
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Literaturfest München 2020 findet nicht wie geplant statt

Das Literaturfest München, geplant vom 11. bis 29. November, kann dieses Jahr nicht wie vorgesehen stattfinden. Das Festprogramm des Literaturhauses München mit dem Kuratorenprogramm forum:autoren muss 2020 entfallen, die Münchner Bücherschau hingegen soll durchgeführt werden. Dies teilen die Stiftung Literaturhaus München, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels-Landesverband Bayern und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München mit. Die für das Festprogramm des Literaturhauses und das forum:autoren charakteristischen Veranstaltungen mit internationalen Gästen vor großem Publikum lassen sich in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt oder überhaupt nicht realisieren. (mehr …)

Blutenburger Sommerbühne vom 12. Juli bis 6. September 2020

Die Stiftung Internationale Jugendbibliothek bietet im Innenhof von Schloss Blutenburg ein großes Open-Air-Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an

Nachdem die Bayerische Staatsregierung Ende Mai in Aussicht gestellt hat, dass ab Mitte Juni Veranstaltungen im Freien bis zu 100 bzw. mittlerweile bis zu 200 Personen erlaubt sind, hat sich die Internationale Jugendbibliothek kurzfristig entschlossen, die ‚Blutenburger Sommerbühne‘ ins Leben zu rufen.

Sie hat für dieses neu konzipierte Open-Air-Format Lesungen und Kindertheateraufführungen organisiert und mehrere Mitveranstalter für ein abwechslungsreiches Konzertprogramm am Abend gewonnen. Mit dem Ziel, in den kommenden Sommerwochen vor allem Kindern und Familien, die in den letzten Monaten ganz besonders von den Einschränkungen betroffen waren, ein attraktives Literatur- und Kulturprogramm anbieten zu können. Entstanden ist ein Programm mit über 70 Veranstaltungen: (mehr …)

Elke Erb erhält den Georg-Büchner-Preis 2020

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2020 an die Schriftstellerin Elke Erb. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 31. Oktober 2020 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:
»Mit Elke Erb ehrt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ein unverwechselbares und eigenständiges schriftstellerisches Lebenswerk, dessen Anfänge 1975 in der DDR lagen und das sich nach deren Ende unbeirrt bis in die Gegenwart fortsetzt. Elke Erbs poetischer Sachverstand, der sich auch in ihrer reichen übersetzerischen Arbeit zeigt, beeinflusste mehrere Generationen von Dichterinnen und Dichtern in Ost und West. Ihre Gedichte zeichnen sich durch eine prozessuale und erforschende Schreibweise aus, in deren Verlauf die Sprache zugleich Gegenstand und Mittel der Untersuchung ist. Elke Erb gelingt es wie keiner anderen, die Freiheit und Wendigkeit der Gedanken in der Sprache zu verwirklichen, indem sie sie herausfordert, auslockert, präzisiert, ja korrigiert. Für die unverdrossene Aufklärerin ist Poesie eine politische und höchst lebendige Erkenntnisform.« (mehr …)

Ausschreibung „Writers Residency im Ebenböckhaus“

Bewerben können sich ab sofort professionelle Künstlerinnen und Künstler, deren Praxis auf Schreiben basiert, Autorinnen und Autoren sowie Kritikerinnen und Kritiker mit Wohnsitz außerhalb Bayerns. Sie richtet sich an Menschen jeder Nationalität und jeden Alters. Aufgrund der gegenwärtigen Situation ist die Writers Residency auf Bewerberinnen und Bewerber mit Wohnsitz in Europa begrenzt.

Zeitraum: 1. September bis 29. Oktober 2020
Bewerbungsfrist: Sonntag, 19. Juli 2020

Zur Ausschreibung …

[LiSe 07/20] Literarische Archive: „Mann was ist das Schreiben doch für eine Macht.“

Bedingt durch die Corona-Pandemie war der Artikel zu Karin Struck im April nur im Internet erschienen. Wir bringen ihn hier noch einmal in gedruckter Form.

Von Ursula Sautmann

Sehnsucht, Ehrfurcht, Demut, Selbstüberforderung: In diesem kleinen Satz „Mann was ist das Schreiben doch für eine Macht“, entnommen dem Roman „Klassenliebe“, steckt viel von Karin Struck und ihrem hohen Anspruch an die Literatur. Dabei geht es ihr um die Macht, die Dichter und Schriftsteller auf sie ausüben, wie auch um die Macht, die sie selber mit dem Schreiben ausüben möchte. In vielen ihrer Werke bezieht sie sich auf andere Dichter, so in „Klassenliebe“ auf Goethe’s Werther, in „Die Mutter“ auf Brecht, Gorkij und Pearl S. Buck, in „Männertreu“ auf Moravia und Gabriele Wohmann. Sie, die nicht mit Büchern aufwächst, verschlingt Literatur, sieht sich im Dialog mit Dichtern und Schriftstellern, möchte aber mehr – nämlich Menschen aus bildungsfernen Lebenswelten in ihren Werken eine Stimme geben. „Ich muss meine Kraft des Schreibens finden, meine Wortgewalt des Schreibens“, formuliert sie in einem ihrer Essays mit dem Titel „An die Frauen“. (mehr …)