Monacensia ist ab sofort wieder geöffnet

Nach vielen Wochen Schließung öffnet die Monacensia im Hildebrandhaus am Montag, 18. Mai, wieder ihre Türen. Literaturarchiv, Bibliothek, Dauer- und Sonderausstellungen sind – unter Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen – wieder für alle Besucherinnen und Besucher zu den gewohnten Öffnungszeiten zugänglich. (mehr …)

Von der Isar nach Jerusalem – Gabriella Rosenthal (1913—1975) – Zeichnungen

Inspiriert von dem französischen Illustrator Honoré Daumier, von Wilhelm Busch und auch Walter Trier zeugen Gabriella Rosenthals Werke von einem alltagsnahen, heiteren und liebevollen Blick auf das spannungsreiche und vielfältige Leben in Jerusalem zwischen 1935 und 1955. Gleichzeitig verweist sie mit feinsinnigem Humor auf ihre bayerische Vergangenheit. Sie zeichnete Vertreterinnen und Vertreter aller Augenzwinkern beleuchten ihre Skizzen den Alltag ihres Umfelds, ohne dabei gesellschaftspolitische Probleme auszusparen oder zu beschönigen. (mehr …)

„Mit Poesie durch Pandemie“ – Lyrik-Aktion auf Facebook

Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Wirkung gezeigt. Langsam schimmert ein Fünkchen Normalität in weiter Ferne. Doch der Shut-Down des öffentlichen Lebens hat schwerwiegende Folgen, vor allem für den künstlerisch-kulturellen Betrieb. Die Absage Existenzgrundlage unter den Füßen weggezogen. Um die Krise zu überstehen, müssen sie erfinderisch werden, damit sie auch in den Weiten der Digitalität präsent und sichtbar bleiben.

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Die Münchner Stadtbibliothek öffnet schrittweise ihre Türen

Die Schließungsverfügung für kommunalen Bibliotheken wird kurzfristig zum 11. Mai aufgehoben. Damit darf auch die Münchner Stadtbibliothek, die unter normalen Umständen täglich etwa 20.000 Besuche verzeichnet, unter Auflagen wieder für das Publikum geöffnet werden. Angesichts der hohen Besucherzahlen werden zunächst ausgewählte Standorte der Münchner Stadtbibliothek mit einem eingeschränktem Service-Angebot in Betrieb genommen. Um Nutzerinnen und Nutzer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und den allgemeinen Auflagen zu Hygiene und Abstandswahrung zu entsprechen, erfolgt die weitere Wiederöffnung stufenweise. (mehr …)

[Lise 05/20] Villa Waldberta: Ein Refugium für die Künstlerseele

Dr. Martin Rohmer leitet das internationale Residenzprogramm der Stadt München.
Die LiteraturSeiten haben ihn befragt.

LiteraturSeiten München (LSM): Die Villa Waldberta ist das Residenzhaus der Stadt München für internationale Stipendiatinnen und Stipendiaten, gelegen ist die Villa aber am Starnberger See, in Feldafing. Wie ist es dazu gekommen?

Dr. Martin Rohmer: Die Villa Waldberta wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und hat eine wechselvolle Geschichte, schön aufbereitet in Tobias Mahls Buch „Kosmopolitentreff und Künstlerhaus. Die Villa Waldberta als Spiegel des 20. Jahrhunderts“. Die Villa stand auch in Privatbesitz schon immer für Kunst, Kultur und Begegnung. Die letzte Eigentümerin der Villa, Bertha Koempel, stiftete das Anwesen der Landeshauptstadt München, und seit 1983 ist hier das Artist-in-Residence-Programm derStadt angesiedelt. Internationale Gastkünstler*innen wohnen auf Zeit, arbeiten und präsentieren sich selbst und ihre Arbeit der Öffentlichkeit. (mehr …)

[Lise 05/20] Kolumne: Grandiose Störungen

Sind schon eine große Chance für Umarmungen, diese Zeiten der Covid-19-Pandemie, für große Verbal-Umarmungen des einen Präsidenten dort, des anderen Landesvaters hier, vor allem aber auch der vielen kleinen Großschwätzer, Nervensägen und Welterklärer, als wären eigentlich sie das Virus: Selbst gedanklich leblos aber sich ansaugend an fremde Lebewesen und diese zerstörend – naja, Moment mal, nun wollen wir aber doch nicht gleich übers Ziel schießen. Aber was ist das Ziel? Ganz klar: Der Impfstoff!

Und vorher: Innehalten, Streaming anklicken, Gedichte lesen, Rilke z. B., diese Duineser Elegien, etwa die zehnte, in der vom Postamt „am Sonntag“ die Rede ist, das zu ist, rein und „enttäuscht“ – ein enttäuschtes Postamt, also eine Sache als Subjekt, kann auch nur einem Lyriker einfallen, tolle Idee, das. Ein Haus, etwa, enttäuscht, dass der Bewohner geht. (mehr …)

[Lise 05/20] Gedenkveranstaltung: Lesung gegen das Vergessen

Sonntag, den 10. Mai 2020
Lesung gegen das Vergessen
von 12 bis 14.30 Uhr ganz vielleicht auf dem Odeonsplatz, auf jeden Fall ganztägig online 

Der 10. Mai 1933 war für viele Menschen in Deutschland ein lebensentscheidender Schicksalstag. Von heute auf morgen verloren sie ihre Lebensgrundlage. Denn am 10. Mai 1933 verbrannten Professoren und Studierende auf lodernden Scheiterhaufen Bücher von Hunderten von Autor*innen. Deutschlandweit organisierten die Nazis diese Feuer auf großen Plätzen – wie in München auf dem Königsplatz – als „Gesamtaktion“ gegen den intellektuellen „Zersetzungsgeist“. (mehr …)

[Lise 05/20] Literarische Archive (Folge 15): Sie schrieben ihm 

Spuren berühmter Literaten im Nachlass Eduard von Schenks

von Antonie Magen

Der Name Eduard von Schenk (*1788) ist heute weitgehend vergessen. Genannt wird er lediglich noch in Geschichtsbüchern, die sich mit der bayerischen Innen- und Kulturpolitik des Vormärz beschäftigen: In erster Linie beschreiben sie die Karriere, die Schenk nach seiner juristischen Promotion im bayerischen Staatsdienst machte, und die sich in den 1820er Jahren zusehend beschleunigte. Nach einigen Jahren im Justizministerium trat er 1826 ins Innenministerium ein. Dort wurde er zunächst Leiter der Abteilung für Kirchen- und Schulangelegenheiten; bereits zweieinhalb Jahre später ernannte ihn Ludwig I. zum Innenminister. Dieses Amt hatte er bis 1831 inne. Danach wurde er als Generalkommissär des Regenkreises nach Regensburg versetzt, wo er bis zu seinem Tod am 26.4.1841 blieb. (mehr …)