[LiSe 03/26] Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für März diese Neuerscheinungen:

Jessica Berger Gross: Hazel sagt Nein
Lübbe

In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein – und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellt. (mehr …)

[LiSe 03/26] Rezension: Unscheinbares Dasein

Peter Bechers Roman über das Leben eines Schulfreunds

Von Michael Berwanger

Für jeden von uns ist das eigene Dasein das Besondere schlechthin, auch wenn es für alle anderen banal erscheinen mag. Für uns selbst haben sich unsere Höhen und Tiefen fest in das Gedächtnis – und mehr noch – in das Gefühl eingegraben. Aber wie erzählt man interessant von einem gewöhnlichen Leben? (mehr …)

[LiSe 02/26] Neue Serie: „Was liest du denn da?“ (Folge 1)

„Nimm deinen Schmerz und nutze ihn“

Ein neues Jahr, eine neue Serie. Mit wie vielen Folgen? Mal sehen. In „Was liest du denn da?“ stellen wir Buchtitel vor, die uns ganz zufällig und wachen Auges in U-Bahnen, in Cafés oder auf der Bank im Park begegnet sind, in den Händen von Menschen, die sich lesend die Zeit vertreiben bis zum nächsten Halt oder dem Ende der Mittagspause. Wir beginnen in den Öffis. (mehr …)

[LiSe 02/26] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für Februar diese Neuerscheinungen:

Florentine Joop: Sommer im Heckenrosental
Edition Outbird

Heißer Brandenburger Sommer, düstere Teiche, auftauchende Erinnerungen, die nach warmem Sand, Linden und geschmolzenem Teer duften – zwei Heimaten. Florentine Joop erzählt von der Begegnung mit ihrer „Lausmädel“-Freundin hinter einem grünen Hoftor. Gemeinsam erleben sie Abenteuer, aus denen eine wilde Kindheit gestrickt wird. Zwischen ihnen liegt nur ein Jahr, eine Band, die ABBA heißt, eine Kopflänge und eine innerdeutsche Grenze. Florentine Joop nimmt ihre Leser*innen mit in ihre Vergangenheit und erzählt darüber, wie es war, zwei Heimaten zu haben, und über die Angst, beide zu verlieren. Einer jener Romane aus den Tagen vor, während und nach der Wende, von denen es immer noch zu wenige gibt. (mehr …)

[LiSe 02/26] Rezension: Ein Akt des Mutes

Roman Hallers Biografie zeigt das München der Nachkriegszeit

Von Stefanie Bürgers

Roman Haller wurde im Mai 1944 – versteckt in einem Bunker im damaligen Ostpolen – als Kind jüdischer Eltern geboren. Seine Geschichte kann er nur erzählen, weil damals zwei überaus couragierte Menschen die Eltern zusammen mit einer vom Massenmord bedrohten zehnköpfigen Gruppe heimlich aus dem jüdischen Ghetto in Tarnopol geschleust und in einem Versteck versorgt hatten. (mehr …)

[LiSe 01/26] Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für Januar diese Neuerscheinungen

Hayley Gelfuso: Das Buch der verlorenen Stunden
dtv

An einem schicksalhaften Abend ändert sich für Lisavet alles. Um ihr Leben zu retten, versteckt ihr Vater, ein bekannter Uhrmacher, sie in einer Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert, und in der alle menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Nur wenige wissen von diesem Ort, und Zeithüter entscheiden darüber, welche Erinnerungen an die Vergangenheit konserviert oder unwiederbringlich gelöscht werden. Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet, die Erinnerungen, die die Welt vergessen soll, in ihrem eigenen Buch zu sammeln. Bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft. Was folgt, wird nicht nur die beiden, sondern auch den Lauf der Geschichte verändern. (mehr …)