Seit 15 Jahren lebt die frühere SZ-Redakteurin Judith Raupp als Reporterin in Goma in der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Ruanda. Es ist eine Region, die meist erst dann sichtbar wird, wenn Gewalt eskaliert. Raupp schreibt aus ihrem Alltag: von Hochzeiten und Beerdigungen, Amtsstuben und Gefängnissen, Geheimdienstverhören, Krieg und der verheerenden Ebola-Epidemie – aber ebenso von Freundschaft und Erfindungsreichtum. »Morgen gehe ich einkaufen, falls der Markt noch steht. Leben und Überleben im Kongo« (C.H.Beck) ist das politisch wache Porträt des Ostkongo, das seine Menschen nicht zu Statisten ihrer Not erklärt. Raupps Blick bleibt, wenn die Schlagzeilen weiterziehen.
