[LiSe 09/25] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für September diese Neuerscheinungen:

Marco Wanda:  Dass es uns überhaupt gegeben hat
Zsolnay

„Was soll’s – das Leben ist ein Urlaub vom Totsein, und auch wenn wir keine Ahnung hatten von irgendwas – das hier fühlte sich wie Leben an.“ Der Bandleader und Songwriter Marco Wanda der Band „Wanda“ hat ein Buch geschrieben. Er erzählt die Geschichte eines Erfolgs und verschweigt nicht den Preis, den man dafür zahlt, er erzählt von Wien und den Menschen, die diese Stadt ausmachen, von einer Künstlergeneration, die „zum lebenden Kult“ geworden ist. Ein bestechend ehrliches Buch über einen, der mehr erreicht hat, als er sich jemals vorstellen konnte – und der überlebt hat. Ein großes, ein grundsätzliches Buch über Tod und Verlust, über Musik und Freundschaft. (mehr …)

[LiSe 09/25] Kurzgeschichte: „Schulcafé“ von Christoph von Nostitz

Nach dem Termin schlendere ich die Straße entlang und sehe mich um. Schon lange bin ich nicht mehr in der Gegend gewesen. So vieles hat sich verändert. Plötzlich stehe ich vor dem Café, in dem ich in der Oberstufe so manche unliebsame Schulstunde überbrückt habe. Wie es dort wohl heute aussieht, überlege ich, und gehe hinein. Die Räume sind renoviert, hell, andere Bilder hängen an den Wänden, der Bodenbelag ist erneuert. Dennoch ziehen für mich noch immer die Seventies durch die Räume. Und auch jetzt sitzen Schülerinnen und Schüler in dem Café. (mehr …)

[LiSe 09/25] Rezension: Das Unbegreifbare begreifbar machen

Mercedes Lauenstein spürt in ihren Miniaturen einer unbekannten Krankheit nach – und schenkt uns trotz aller Rätsel und Ängste ein wenig Zuversicht.

Von Markus Czeslik

Miros Körper ist ein einziges unlösbares Rätsel, für ihn, seine Freundin, erst recht für die Mediziner. Mercedes Lauenstein zeigt uns, wie die unbegreifbare Krankheit den Alltag des Paares auf den Kopf stellt – und das ziemlich schonungslos.

Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von feinen Miniaturen, in denen die Icherzählerin ihre Umwelt mal staunend und ratlos, mal verständnisvoll und empathisch beobachtet. Das Erforschen der Umwelt ist für sie existenziell: Es sind die kleinen Dinge, an denen sie sich festhält, wenn das große Bild zu zersplittern droht. Ihre verstreuten Gedanken notiert sie, um nicht verrückt zu werden. Sie nennt es ein „Placebo gegen die Vergänglichkeit und das Chaos der Dinge“. (mehr …)

[LiSe 09/25] Au-Haidhausen Kulturtage

Von 19. bis 28. September 2025 finden in München-Au und Haidhausen die Kulturtage statt.

Am Weißenburger- und Bordeauxplatz, im Locus, in der Galerie arToxin, im Theater HochX und vielen anderen Spielstätten gibt es kostenlose Konzerte, Tanzveranstaltungen, Theaterführungen, Performances und Lesungen von lokalen Künstler*innen und Akteur*innen. Mit dabei ist selbstverständlich auch das Münchner Literaturbüro mit zwei literarischen Veranstaltungen: Am Sonntag, dem 21. September um 18 Uhr lesen 3 Münchener Autor*innen „Haidhauser Gschichtn“. Am Freitag, dem 26. September um 19:30 Uhr steht der Abend unter dem Motto „Viertelblues“. Interessierte Autor*innen sind eingeladen, eigene, von Münchner Stadtvierteln inspirierte Texte zu lesen.  Sk

Ausschreibung: Dein München. Deine Story. Schreib mit!

München ist mehr als eine Stadt – es ist ein Kaleidoskop aus Gegensätzen, Stimmungen und Anekdoten. Die Münchner Schreiberlinge e.V. suchen daher Kurzgeschichten für eine Anthologie, die das Herz und die Besonderheiten unserer bayerischen Metropole einfangen und die unterschiedlichsten Facetten der Stadt zum Leuchten bringen. (mehr …)