Moderation: Jens Bisky
Wie geht es der deutschen Kultur? Christoph Bartmann, langjähriger Leiter von Goethe-Instituten in Kopenhagen, New York, Warschau u.a., zeigt in seinem neuen Essay (Hanser), dass Sparzwänge und nicht zuletzt das Desinteresse der Politik die Kulturlandschaft sukzessiv schwächen. Was schon jetzt erschreckender Alltag in Polen, den USA und anderen Nationen ist, hat auch Deutschland erreicht, rechtspopulistische Parteien haben ihre Chance erkannt. Für sie ist Kultur der Kampfplatz, auf dem sie ihre anti-modernen, völkischen und homophoben Ideen durchsetzen können. Mit großer Genauigkeit ordnet Bartmann diese Mechanismen ein; sein Buch ist Weckruf und hoffnungsvolles Plädoyer zugleich.
