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Datum/Zeit
Datum - 14.05.2024 - 03.11.2024
Ganztägig
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Veranstaltungsort
Literaturhaus

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»Ich existiere nur, wenn ich schreibe, ich bin nichts, wenn ich nicht schreibe, ich bin mir selbst vollkommen fremd, aus mir herausgefallen, wenn ich nicht schreibe.«
Ingeborg Bachmann (1972)

Sie ist eine Ikone der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts, jede Neuveröffentlichung aus dem Nachlass ein Ereignis, die Faszination ihres Werks und ihrer Person sind ungebrochen: Ingeborg Bachmann (1926-1973), die große österreichische Dichterin, wird erstmals in einer umfassenden Ausstellung in München gewürdigt.

Bis heute inspiriert sie Biographen und Filmemacherinnen, die Literaturwissenschaft und Generationen von Leserinnen weltweit. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Nationalbibliothek zeigt das Literaturhaus München bisher Unveröffentlichtes aus dem Nachlass, darunter Briefe von Max Frisch, Henry Kissinger, Marie Luise Kaschnitz und Nelly Sachs. Zahlreiche Originalmanuskripte, Persönliches wie ihre Schreibmaschine und ihre Garderobe, seltene Ton- und Filmdokumente zeigen, wie sehr Ingeborg Bachmanns Leben einem ästhetischen Konzept folgte, das untrennbar von ihrem Werk ist. Video-Kommentare zeitgenössischer Bachmann-Expertinnen und -Experten zeugen von der Aktualität und anhaltenden Wirkung ihrer Texte.

Die fünf Stationen der Ausstellung fokussieren die zentralen Werke Ingeborg Bachmanns, von der frühen Erzählung »Das Honditschkreuz« (1944) über die berühmten Gedichtbände »Die gestundete Zeit« (1953) und »Anrufung des großen Bären« (1956) bis zum gefeierten, vielinterpretierten einzigen Roman »Malina« (1971). Die Stationen evozieren die Orte, die sie, die Unbehauste, prägten: Das Klagenfurt ihrer Kindheit, das Wien ihres frühen Ruhms, München, Zürich, Berlin und immer wieder Rom – »Ich habe hier leben gelernt.« Die Ausstellung zeigt Ingeborg Bachmann als ebenso selbstbewusste wie verletzliche Künstlerin, als frühen Medienstar und Stilikone, als politische Schriftstellerin.

Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit dem Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. // Mit freundlicher Unterstützung durch die »Freunde und Förderer des Literaturhauses München« // Besonderer Dank an Dr. Heinz Bachmann, den Bruder Ingeborg Bachmanns, London.

KURATORINNEN: Kerstin Putz & Michael Hansel (Wien), Anna Seethaler (München)
WISSENSCHAFTLICHE BERATUNG (München): Uta Degner (Universität Salzburg)
GESTALTUNG & SZENOGRAFIE (München): unodue{ münchen / Costanza Puglisi & Florian Wenz

Galerie (EG)
MO-SO 11-18 Uhr, DO 11-20 Uhr
Eintritt: 8/6€, montags 3€ für Schüler*innen & Student*innen. Letzte Runde ab 17.30 Uhr: 4€