[LiSe 03/21] Literarische Archive (Folge 21): Sie wollte nur zum Theater

Therese Giehses Nachlass in der Monacensia erzählt von einem Leben, das sich vorwiegend auf der Bühne abspielte.

Von Katrina Behrend Lesch

In München in der Herzog-Rudolf-Straße 1898 geboren, in der Wurzerstraße 1975 gestorben, beides in unmittelbarer Nähe der Kammerspiele, ihrer künstlerischen Heimat, dazwischen an vielen Orten gewesen – Therese Giehse wäre imstande, ihr Leben auf diesen lapidaren Nenner zu bringen. „Ich hab nichts zum Sagen“, warf sie ihrer Biografin Monika Sperr bei ihrer ersten Begegnung entgegen. Sie war frei von Äußerlichkeiten, trat nicht geschminkt auf, aber mit ihr zu arbeiten war für jeden Regisseur eine Bereicherung. Brecht hielt sie für die größte Schauspielerin Europas, Peter Stein beschrieb ihre Fähigkeit, sich die Texte der Autoren ganz zu eigen zu machen und damit ihrem Spiel ein unglaubliches Relief zu verleihen, als etwas Einmaliges. (mehr …)

[LiSe 03/21] Nachruf: Mit allen Sinnen zugewandt

Erinnerungen an Ursula Haeusgen. Ein Gespräch mit Holger Pils, Geschäftsführer des Lyrik Kabinetts

Von Michael Berwanger

Wochen nach dem Tod von Ursula Haeusgen sind die Mitarbeiter*innen des Lyrik Kabinetts immer noch erschüttert. Bis zuletzt war die Gründerin und Mäzenin im Vorstand tätig und für alle eine Ansprechpartnerin. Die Stiftung, die sie ins Leben gerufen hat, ist geprägt von der Kraft ihrer Gründerin und lässt den Geist, in dem sie erschaffen worden ist, spüren. (mehr …)

[LiSe 02/21] Literaturstipendien: Ausschreibung 2021 der Landeshauptstadt München

Die Landeshauptstadt München vergibt 2021 sieben Stipendien für Autor*innen und Übersetzer*innen in Höhe von jeweils € 6.000,-. Zusätzlich wird der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur vergeben (€ 3.000,-).

Mit den Literaturstipendien und dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur sollen vielversprechende Projekte vorwiegend jüngerer Münchner Autor*innen gefördert werden. Für die Literaturstipendien besteht keine Altersbeschränkung, für den Leonhard und Ida Wolf-Gedächt-nispreis kommen nur Autor*innen unter 30 Jahren in Fragel. Das Stipendium für Übersetzer*innen fördert eine herausragende Leistung in der
Übertragung eines besonders anspruchsvollen Textes ins Deutsche.

Einsendeschluss: 15. März 2021

Rückfragen bitte an: Katrin Dirschwigl, katrin.dirschwigl@muenchen.de

Weitere Informationen unter: muenchen.de/kulturfoerderung

[LiSe 02/21] Trauer um Ursula Haeusgen

Kurz nach Redaktionsschluss haben wir vom Tod Ursula Haeusgens erfahren, eine Nachricht, die uns sehr traurig stimmt. Ursula Haeusgen, Gründerin und Mäzenin des Lyrik Kabinetts, hat das Gedicht in seiner internationalen Breite nach München gebracht und auch regelmäßig auf unsere Münchner LiteraturSeiten, die dem Lyrik Kabinett schon lange eng verbunden sind.

Eine ausführliche Würdigung folgt.

Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch – Ausschreibung 2021

Das Förderprogramm „Tapetenwechsel – Ein deutsch-tschechischer Literaturaustausch“ ist eine Form der Schriftsteller*innenförderung, die es Autor*innen aus Deutschland ermöglicht, sich während eines Aufenthalts in Tschechien ganz ihren künstlerischen Tätigkeiten zu widmen. Reziprok kommt ein*e tschechische*r Autor*in nach Deutschland.
Realisiert wird das Programm vom virtuellen Literaturhaus Bremen, globale e.V., den Künstlerhäusern Worpswede, dem Tschechischen Literaturzentrum (Sektion der Mährischen Landesbibliothek) und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. (mehr …)