by LiSe | 5. März 2026 | Blog, Vermischtes
Hochkarätige Bestseller-Autoren präsentieren im Frühjahr 2026 ihre aktuellen Krimis und Thriller live an diversen Tatorten in der ganzen Stadt und laden zur literarischen Spurensuche an der Isar.
Das Festival startet offiziell am 13. April im Deutschen Theater mit der Premiere des neuen True-Crime-Formats „Dunkle Geheimnisse“ des True-Crime- und Waffen-Experten Ludwig Waldinger und Marion Gehlert, Chefredakteurin von München TV. (mehr …)
by LiSe | 3. März 2026 | Blog, Titelgeschichte
Von Katrin Diehl
Die Wesen aus dem Mumintal schaffen es als Tattoos auf Ober- wie Unterarmen. Sie zieren obere Nackenwirbel, machen das Muskelspiel der Waden mit. Und wer weiß, wo sie sonst noch voller Zärtlichkeit und hautnah in Erscheinung treten. Jedenfalls stehen sie für etwas und demonstrieren: Hier ist jemand ein*e Muminian (gibt es dieses Wort?), hier fühlt sich jemand angezogen von den philosophischen Untiefen der Muminwelt und deren erstaunlichen, seltsam geformten Wesen, die voller Melancholie, Gelassenheit und vor allem voller erstaunlicher Fragen stecken. Umrandet werden diese Geschöpfe von einer klaren, dickschwarzen Linie. Minimalistische Details typisieren und charakterisieren sie. Kurz: Die Mumins, der Schnupferich, der Sniff, das Snorkfräulein, die Mü, der Morra und wie sie sonst noch alle heißen, sind neben allem anderen eben auch ästhetisch sehr fein designte Grafikwesen, die schön sind und Laune machen und die ganz mühelos Tassen, Tücher und T-Shirts schmücken. (mehr …)
by LiSe | 3. März 2026 | Blog, Kolumne
Fröhlich radle ich durch die zapfige Morgenluft. Es ist nicht der MVG-Streik, der mich dazu bewegt, sondern die Freude am Fahren und Erleben! Ein kleiner Auszug der Verlockungen: Eisformationen im Sonnenlicht, freigelegte Landschaft in auflösendem Nebel, zugefrorener Isar-Kanal mit Enten und Gänsen, Soundspektakel des übrigen Federviehs. Es ist wie die Beschreibung einer Szene zu Beginn einer Geschichte. Was werde ich heute erleben? (mehr …)
by LiSe | 3. März 2026 | Blog, Lyrische Kostprobe
Stefan Wehmeier, geboren 1955 in Köln, Kunstschmied, Grafiker, Journalist und Dozent für Malerei und Druckgrafik, kam 1973 nach München. Neben seiner Arbeit als bildender Künstler, widmet er sich intensiv der Lyrik. Seine Gedichte bekennen sich zur mutigen Einfachheit – kurze Szenen, die vielfach Natureindrücke verarbeiten, bunt und betörend, von einer visuellen Prägnanz. Nicht selten verdanken sich die Gedichte der Gelegenheit, die sich unterwegs ergibt. Ihr Blickwinkel verleugnet das Auge des Malers nicht, der genau erkennt, worauf es ankommt. Und über allem liegt eine ruhige, abgeklärte Melancholie, der man sich nur schwer entziehen kann. (mehr …)
by LiSe | 3. März 2026 | Blog, Vermischtes
Eine Kritik der Unvernunft
Von Markus Czeslik
Als wir in der Redaktion beschlossen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, an öffentlichen Plätzen nach Buchleser*innen zu fahnden, war ich überzeugt, lange suchen zu müssen. Zu omnipräsent ist das Handy als Medium, das uns unterhält, weckt, benachrichtigt, ablenkt, informiert. Aber ein gedrucktes Buch? So selten wie Streusalz im Berliner Winter. Doch weit gefehlt … (mehr …)
by LiSe | 3. März 2026 | Blog, Kurzgeschichte
Von Tania Rupel Tera
Es dämmerte und der Spanner verlor die Geduld. Der Bursche und das Mädchen redeten weiter. Er dachte an seinen Opa. Einst hat er ihn nach Gott gefragt. Ein begabter Beobachter – war die Antwort. Als Kind verstand er das nicht, als Rentner nun verspürte er dieses Bedürfnis. Nicht dass er sich am Fenster göttlich fühlte. Er wusste nicht, womit die Freiheit füllen. Ich habe keine Gabe, nur so gucken … Er schlüpfte in seine Boots. Wir gehen raus, Joe, vielleicht hört man dort was. Du brauchst das Mäntelchen. Der Hund schüttelte sich. Vor der Tür pinkelte er und wollte gleich zurück. Geh nach links, flüsterte das Herrchen, sie spannen deinen armen Spanner auf die Folter. Mensch und Tier flanierten im Schnee, der stärker geworden war. Die langen Haare des Mädchens waren weiß geworden. Schneebraut, murmelte der Mann, und die Erinnerung kam wie Blitzeis. Seine Beine knickten. (mehr …)