[LiSe 05/25] Lyrische Kostprobe „Dein Ich ein in die Luft geworfener Stein“

Albert von Schirnding zum 90.

„Der Zuspruch, im Uneingeengten des Worts, das ist es doch, was an solchen Versen rührt und gewinnt.“ – Mit diesen Worten würdigte Erhart Kästner das lyrische Debüt Falterzug von Albert von Schirnding, das 1956 im Hanser Verlag erschien. Seitdem sind zahlreiche Bände des Autors erschienen: Gedichte, Essayistik, Erzählprosa. (mehr …)

[LiSe 05/25] Gedenktafeln der Literaten – Teil IX: Bei den Kindern anfangen

Jella Lepman hat der Jugend Hoffnung gegeben – inmitten von Trümmern und Traumata.

Von Markus Czeslik

„Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel“, die Inschrift am Grab der Jella Lepman bringt ihr Lebenswerk auf den Punkt. Die jüdische Schriftstellerin und Journalistin hat den Zweiten Weltkrieg im Londoner Exil überlebt und dort u. a. für die BBC, später dann für die „American Broadcasting Station in Europe“ gearbeitet. Amerikaner und Briten sendeten zusammen gegen die Nazi-Propaganda. Inmitten des Krieges veröffentlicht Lepman unter dem Pseudonym Katherine Thomas das Buch Women in Nazi Germany. (mehr …)

[LiSe 05/25] Rezension „Ohne Lehm daat’s München ned gebn“

Elisabeth Schinagl erzählt von der Blüte der Ziegelbrennereien im Münchner Osten und seinen „Lehmbaronen“.

Von Stefanie Bürgers

Wer im Münchner Osten Grund und Boden besitzt, hat Glück. Dort erstreckt sich eine Lehmzunge von Ramersdorf über Haidhausen und Unterföhring bis Ismaning. München boomt im 19. Jahrhundert, die Industrialisierung lässt die Stadt stetig wachsen. Dringend benötigt werden: neue Wohnviertel und Bahnhöfe. Im Untergrund entsteht die Kanalisation, oben glänzt München mit Prachtstraßen, Theatern, Brücken und der Pinakothek. Ziegel sind für all das unentbehrlich. (mehr …)