Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Mai diese Neuerscheinungen:

Heidi Pitlor: Die Heldin der Geschichte
Eichborn

Die Ghostwriterin Allie bringt sich und ihren Sohn Cass gerade so durch. Von ihrem Idealismus in Bezug auf Mutterschaft und feministische Erziehung musste sie sich längst verabschieden zu Gunsten der pragmatischen Frage, wo eigentlich die Miete für den nächsten Monat herkommen soll. Doch dann ergattert sie einen hochkarätigen Auftrag: Sie soll ein Buch für die bekannte feministische Aktivistin Lana schreiben. Die ist ebenfalls Mutter, kennt jedoch keine wirtschaftlichen Nöte. Die Zusammenarbeit der beiden ungleichen Frauen birgt ungeahnten Zündstoff. Ein brillanter Roman über Idealismus und Privilegien, über Mutterschaft und Autonomie.

Mikita Franko: Die Lüge
Hoffmann und Campe

Mikita wird nach dem Tod seiner Mutter von deren Bruder adoptiert. Mit Slawa und dessen Partner Lew verbringt der Fünfjährige eine fröhliche Zeit. Aber mit der Einschulung beginnt das Versteckspiel, das Lügen. Mikita schlagen Vorurteile entgegen. Er wird wütend, aggressiv, depressiv. Erst die Freundschaft mit einem Jungen aus dem Waisenhaus beruhigt ihn. Und dann merkt er, dass er sich zu Jungs hingezogen fühlt. Ein viel diskutierter Roman, der in Russland nur mit der Altersbegrenzung 18+ erscheinen durfte.

Münchner Stadtbibliothek im HP8, Hans-Preißinger-Straße 8, Sendling
Stadtbibliothek im Motorama, Rosenheimer Straße 30-32
www.muenchner-stadtbibliothek.de