by LiSe | 12. Mai 2023 | Blog, Vermischtes
Wie klingt Europa? Welche Stimmen prägen die aktuelle Literaturlandschaft unseres Kontinents?
Das Goethe-Institut, das Institut français, das Instituto Cervantes, das Istituto Italiano di Cultura und das Tschechische Zentrum laden in Kooperation mit Europe Direct und der Münchner Stadtbibliothek ab 16:00 am 7. Juli 2023 ein zu Europa im Original, einem literarischen Treffen der europäischen Sprachen unter freiem Himmel. Bis in die Nacht tragen Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ganz Europa kurze Texte in verschiedenen Sprachen im Garten des Palais Seyssel d’Aix (Institut français München) vor. (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Titelgeschichte
Von Harry Potter bis zum Konsolenspiel: In München versorgen fünf Bücherbusse Tausende Schulkinder mit Medien
Von Ina Kuegler
Es ist 8.30 Uhr. 15 Mädchen und Buben drängeln sich vor der Eingangstür, der Busfahrer ruft: „So, dann kommt mal alle rein.“ Der Bücherbus ist wieder da, eine 12 Meter lange und zweieinhalb Meter breite Bibliothek auf Rädern. Die Kinder schieben sich in den Bus. Sie stöbern in den Regalen, geben Bücher zurück, leihen Medien aus oder verlängern die Leihfristen. Nach einer viertel Stunde folgt die nächste Gruppe. Es sind Kinder zwischen fünf und elf Jahren, vor allem aber Grundschüler, die den Bücherbus stürmen. Die Stadt München hat fünf davon – sie kommen alle 14 Tage und machen auf den Schulhöfen Halt. Tausende Bücher, DVDs, CDs, Zeitschriften oder Konsolenspiele fahren die mobilen Bibliotheken von Grundschule zu Grundschule – ein kindgerechter, niederschwelliger Zugang zu Wissen und Bildung. Abteilungsleiter Siegfried Kalus von der Münchner Stadtbibliothek beschreibt das so: „Die Fahrbibliotheken leisten einen wichtigen Beitrag zu Chancengleichheit und sozialer Integration“. (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Kolumne
Wer die Kultur liebt, liebt das Leiden. Jenes lautlose Vor-sich-hin-Leiden auf dem zugewiesenen Stuhl, das spätestens nach einer Stunde einsetzt. Meist schon früher.
Die Lesung des Nachwuchsautors in unserem Lieblingsbuchladen, die Premiere der durchreisenden Theatertruppe in der Stadthalle, das Programm der örtlichen Literaturtage. So vieles, das einen interessierte. So vieles, für das man sich gern Zeit nähme. Und dann fällt einem ein, kurz bevor man die Mail mit der Anmeldung abschickt, wie man bei der letzten Lesung gelitten hat. (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Vermischtes
Gedichte, Songtexte, Performances … bei der Autorin und Musikerin Mira Mann finden die Worte ihren Platz
Von Katrin Diehl
Mira Mann freut sich spür- wie sichtbar aufs nächste Schreiben. Zwei Dinge sind abgeschlossen: ihr dritter Gedichtband mit Titel „Kontrolle“ wie auch – nach „Ich mag das“ (2019) und „Schau mich an“ (2021) – ihr drittes Musikalbum „weich“. „Es ist so gut, loszulassen und von vorne zu beginnen“, sagt sie. Wenn von ihr Sätze fallen wie: „Ich schreibe für mich; ich schreibe, weil ich muss; es tut mir gut, zu schreiben“, dann sind die nicht einfach so zu nehmen. Dann stehen die bereits sehr in Kontakt mit dem, was sie künstlerisch tut. Mira Mann konfrontiert mit sich und das immer wieder. Diese Entscheidung hat sie fürs Erste getroffen wohl ahnend, dass das Publikmachen ihrer Texte, diese ihre eigenen Wege gehen lässt. Ihre Gedichte treffen. Und das tut auch ihre Musik. Tun auch ihre Videos, die beinahe körperlich wirken (eingefangene Hitze, sichtbare Trockenheit, Mira Manns Gesicht hinter einer dünnen Plastikfolie, süßeste Kirschen, die in Richtung ihres Munds wandern…). Das hat auch mit klar gesetzten, unverstellten Worten, auch mit sinnlichen Trigger-Momenten zu tun. Mira Mann lässt die Präsenz ihrer Wahrnehmungen und ihres Körpers ziemlich ungeschützt in ihre Gedichte, Songtexte einfließen. Das Performative, das allem, auch dem gedruckten Wort, innewohnt, kreiert Kräfte. Sie hat ihren eigenen Sound. „Ja, den habe ich jetzt gefunden“, sagt sie und da schwingt die Zeit des Suchens noch mit. (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Lyrische Kostprobe
Ludwig Steinherr, Jahrgang 1962, schreibt vor allem Gedichte. Bisher sind dreiundzwanzig Lyrikbände von ihm erschienen, doch in jüngster Zeit auch Novellen und Theaterstücke. Was ihn antreibt, ist die Begeisterung für Menschen, Situationen und Augenblicke. Er versucht dabei, so rasch und spontan wie möglich zu schreiben. Inspiriert von der ZEN-Kunst des Bogenschießens, die anstelle des langen Zielens die Meditation und dann den blitzschnellen Schuss setzt. Auch die Kunst des Renaissancemalers Fra Angelico fasziniert ihn, von dem es heißt, dass er nie einen Pinselstrich korrigiert habe, da er der Meinung gewesen sei, Gott wolle es so. Gleichzeitig versucht Steinherr, im Sinne einer „pittura metafisica“, noch in den alltäglichsten Dingen das Geheimnisvolle und Transzendente zu erblicken. Red (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Mai diese Neuerscheinungen:
Victor Jestin: Der Tanzende
Kein&Aber
„La Plage“, der Kleinstadtclub, ist Arthurs sozialer Kosmos, in dem er sich frei fühlt. Aus der Ich-Perspektive erzählt Arthur, wie er dort über Jahre hinweg sich Abend für Abend dem Rhythmus der Musik und mit der Zeit auch immer mehr der Bewegung hingibt. Geradezu unbeteiligt hingegen berichtet er von seiner nur widerwillig absolvierten Ausbildung, dem langweiligen Job sowie den Erwartungen seiner Familie und Freunden an ihn. Vieles scheint er einfach erfüllen zu wollen und sehnt sich dabei nach Liebe. Victor Jestin fesselt mit seinem kurzweiligen Roman, in dem er von Einsamkeit und Entfremdung erzählt. (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Vermischtes
Am 10. Mai 1933, spätabends um elf Uhr, hatte die NS-Studentenschaft der Universität und der Technischen Hochschule München bei einem „Verbrennungsakt am Königsplatz“ „Volks zersetzende Bücher und Zeitschriften“ verbrannt. (mehr …)
by LiSe | 6. Mai 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
„Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“ von Irene Diwiak
Von Stefanie Bürgers
Vor 80 Jahren lehnten sich die Mitglieder der „Weißen Rose“ mit Flugblättern gegen die Nazi-Diktatur auf. Dem neuen historischen Roman von Irene Diwiak gelingt es, den Mitgliedern der Widerstandsgruppe eine greifbare Menschlichkeit zu verleihen, ohne die Historie zu vernachlässigen. (mehr …)