Nora Gomringer kuratiert das forum:autoren des 11. Literaturfests

Die Schriftstellerin, Performerin und Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, Nora Gomringer, kuratiert das forum:autoren des 11. Literaturfests München. Mit einem sinnlichen, begeisternden und zukunftsgewandten Konzept lädt sie ein, die neu angehenden 2020er-Jahre mit einem schwungvollen Dialog der Künste zu feiern. Ausgehend von Literatur und Poesie ist ihr Programm genreübergreifend angelegt, bewegt sich zwischen Wortkunst, Performance, Mode, Musik, Tanz und Kulinarik, lebt vom Live-Auftritt ebenso wie von der Spiegelung im Social Net. (mehr …)

Lesereihe LIX – Literatur im HochX startet ins zweite Jahr

Bei der fünften Ausgabe am 18.2.2020 lesen die Autorinnen Katharina Adler und Sophia Klink aus München sowie Marlen Pelny aus Berlin. Weitere Termine im Jahr 2020 sind der 26. Mai, der 29. September und der 17. November 2020.
Nach vier erfolgreichen Veranstaltungen im Jahr 2019 wird LIX nach der Winterpause fortgesetzt. „Wir freuen uns, dass unsere Reihe so gut ankommt und das Haus bei allen Lesungen im letzten Jahr voll war“, sagen die Veranstalterinnen Raphaela Bardutzky, Rebecca Faber und Christina Madenach. „Bei der ersten Lesung im neuen Jahr legen wir gleich mit drei spannenden Autorinnen, einer Sneak Preview, Nature Writing und vertonten Gedichten los. Dieses Mal werden nicht nur Texte verschiedener Genres präsentiert, auch die Gäste selbst betätigen sich literarisch in mehreren Bereichen: Sie schreiben unter anderem Hörspiele, Drehbücher, Essays, Romane, Gedichte und Songtexte.“
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WORTSPIELE 20

Zum zwanzigsten Mal findet in diesem Jahr das internationale Literaturfestival WORTSPIELE vom 04. März bis zum 06. März 2020 (Mi. – Fr.) im Muffatwerk München und zum sechszehnten Mal vom 19. März bis zum 20. März 2020 in Wien statt. Insgesamt 30 junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, Indien, der Ukaine und Moldavien werden in diesem Jahr ihre neuen Bücher vorstellen.

Eine spannende Vielfalt an Themen und Texten steht wieder im Mittelpunkt der WORTSPIELE: die Suche nach Zugehörigkeit in einer immer brüchiger werdenden Gegenwart, die Macht des Geldes und des Erzählens, ein Waisenjunge aus Bombay träumt davon, das erste Museum seines Landes zu gründen, ein Ort, der nicht gefunden werden will, ein jahr im leben eines Fußballstars, die Wurzeln der Familie in der Fremde und ihre Geheimnisse, Spannende Debüts und Neuvorstellungen erwarten die Besucher der beiden Festivals. Um nur einige der Autoren zu nennen: Dana von Suffrin,Tonio Schachinger, Raphaela Edelbauer, Marius Hulpe, Tom Müller, Amanda Lasker-Berlin und Christopher Kloeble. (mehr …)

[LiSe 02/20] Kommt ein Bot in die Bar

Künstliche Intelligenz im Münchner Literaturbüro 

Von Wolfram Hirche

Die Künstliche Intelligenz (KI) literarisch einzufangen war das Thema zweier Abende im Münchner Literaturbüro Ende letzten Jahres. Sieben Autorinnen und Autoren haben sich der Herausforderung vor einem kritischen und diskussionsfreudigen Publikum gestellt.

2019 war ja nicht nur das Jahr des Klimaprotestes, der Peter-Handke-Schlacht und des literarischen Doppel-Nobelpreises, sondern auch der aufgeregten KI- Berichte. Die Künstliche Intelligenz oder Artificial Intelligence ist in aller Munde. Nach unzähligen Artikeln und Serien in der Süddeutschen Zeitung, der Zeit oder der FAZ zum heißen Thema des Jahres, nach uralten literarischen Würfen wie E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ (1816) und Ian McEwans „Maschinen wie ich“ (2019) war es an der Zeit, das Thema aufzugreifen. (mehr …)

[LiSe 02/20] Kolumne: Langer Abschied

Abschied ist ein scharfes Schwert, das ach so tief ins Herz dir fährt“, sang einst der Schlagerbarde Roger Whittaker. Verabschiedet haben wir uns gerade vom Jahr 2019, unter Schmerzen, mit Wehmut? Für Aktienbesitzer war es kein schlechtes Jahr, aber ob die beginnenden Zwanziger golden oder nicht vielmehr sehr zornig werden, steht noch in den Sternen. Manche(r) ging in den Ruhestand, mit gemischten Gefühlen. Denn die Angst vor dem Abschied aus dem Erwerbsleben vereint sie alle, die Kanzlerin, den Hausarzt, die Lokalreporterin. Aber muss man wirklich Angst haben? Viele sprechen dann auch eher von einem Wendepunkt, kein Ende der vita activa, vielmehr Aufbruch zu neuen Ufern. (mehr …)

[LiSe 02/20] In eigener Sache: Mitarbeiter*innen für Vertrieb und Akquise gesucht

Die LiteraturSeiten München suchen eine(n) Vertriebsleiter*in mit Engagement und Organisationslust. Zeitaufwand etwa 5 Stunden am Ende jeden Monats. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich!

Wir suchen außerdem eine(n) Anzeigenakquisiteur*in, ebenfalls für 5 Stunden pro Monat, mit Verhandlungsgeschick und Kontaktfreude. Wichtig ist Telefon-Affinität. Hier wäre evtl. eine kleine Provision möglich!

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte unter: redaktion@literaturseiten-muenchen.de

[LiSe 02/20] Literarische Archive (Folge 12): Scheiterhaufen oder Denkmal?

Um den Nachlass Oskar Panizzas (geb. 1853 in Bad Kissingen), der sich teilweise im Literaturarchiv der Stadt München, der Monacensia, befindet, ranken sich wildeste Geschichten.

Von Bernd Zabel

Der Weg des ausgebildeten Psychiaters P. zum Patienten, zum „Exil im Wahn“ und seine Indienstnahme für die nationalsozialistische Ideologie sind dabei nur die hervorstechenden. Um mit tradierten Fälschungen und kolportierten Gerüchten aufzuräumen, hat sich der  Germanist Michael Bauer verdienstvollerweise  in die Archive begeben und dabei einiges Neue zu Tage befördert. Aus seiner langjährigen Beschäftigung mit Werk und Leben Oskar Panizzas sind zwei Bände entstanden, eine Biografie und eine Lesebuch (letzteres mit Christine Gerstacker). (mehr …)

[LiSe 02/20] Lyrische Kostprobe

Stefan Wehmeier – Gedichte

Wie Fäuste
ragen die gestutzten Weiden
aus dem Boden
stehen aufgereiht wie Soldaten
am Straßenrand
bilden
ein Spalier zur Begrüßung
Laut lärmen
die Spatzen hier in Plüschow
das Barock-Rundell gilt als morgentlicher Treff
Nur das metallische Schlagen
der Schlossuhr unterbricht sie und
seziert den Tag
Lauthalses Rattern des Kopfsteinpflasters
verheißt ein Ankommen 

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