[LiSe 10/19] Ausschreibung: Artificial Intelligent Writing

Das Münchner Literaturbüro veranstaltet im Dezember 2019 eine Lesereihe zum Thema „künstliche Intelligenz und Literatur“. Gesucht werden Texte, die sich literarisch (die Form ist offen) mit den bekannten Problemen wie: Verhältnis Mensch-Maschine, Macht der Algorithmen, Roboter, künstliches Bewusstsein, künstliche Menschen, künstliche Literatur ohne Urheber u. s. w., auseinandersetzen. Die Autoren sollen bereit sein, ihre Texte selbst vorzutragen.

Die erbetenen Arbeiten sollen 5 bis 7 Normseiten nicht überschreiten. Einsendungen bitte ausschließlich digital bis zum 15. 11. 2019 an: lesung@muenchner-literaturbuero.de

Weitere Informationen: www.muenchner-literaturbuero.de

[LiSe 10/19] Ausstellung: Von Marrakesch bis Bagdad

Illustrationen aus der arabischen Welt

Die Ausstellung lädt zu einer Bilderreise ein, die von Ägypten und dem Sudan über Syrien bis in den Libanon und den Irak führt.

Gezeigt werden Arbeiten von acht arabischen Illustratorinnen und Illustratoren aus den letzten 15 Jahren, die einen lebendigen Eindruck von dem Traditionsbewusstsein, aber auch der Modernität und der Kinderbuchillustration in der arabischen Welt vermitteln.

10. Oktober 2019 bis 1. März 2020, Wehrgang-Galerie der IJB, Schloss Blutenburg.

Ausstellungseröffnung: 9. Oktober, 19 Uhr, Foyer des Herrenhauses

[LiSe 10/19] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Internationale Jugendbibliothek empfiehlt für Oktober diese beiden Neuerscheinungen:

Tanja Fabsits: Der Goldfisch ist unschuldig

Tyrolia 

Henris Vater liegt seit Wochen schweigend auf dem Sofa und starrt den blöden Goldfisch an. Das macht Henri so wütend, dass er kurzerhand den Goldfisch aus dem Fenster schmeißt und versucht seinen Vater samt Sofa im Internet zu verkaufen. Dabei will er doch eigentlich nur, dass sein Vater wieder normal wird! Gottseidank gibt es den Hausmeister, der früher Geheimagent war und einen Haufen Notfallpläne auf Lager hat. Und einen Notfallplan braucht Henri dringend, wenn er es schaffen will, seinen Vater dazu zu bringen wieder so zu sein wie früher. Ein Buch das gleichzeitig Spaß und Mut macht. (mehr …)

[LiSe 10/19] Tagung: International Feuchtwanger Society

Obwohl Lion Feuchtwanger mehr als die Hälfte seines Lebens in seiner Vaterstadt München verbrachte und ihr mit dem Roman „Erfolg“ ein literarisches Denkmal setzte, sind die Werke, die er während der Münchner Jahre schuf, heute weitgehend vergessen. Diesem Missstand abzuhelfen, hat sich die diesjährige Tagung der „International Feuchtwanger Society“ zum Ziel gesetzt. Sie konzentriert sich ganz auf Feuchtwangers Münchner Jahre und widmet sich drei Tage Texten, die es erst noch zu entdecken gilt.

Ihr Auftakt findet am 17.10. um 19:00 Uhr mit einem Empfang in der Israelitischen Kultusgemeinde statt. An den drei Folgetagen sind diverse Vorträge zu Feuchtwanger und München zu hören.

Das Tagungsprogramm findet sich unter www.muenchen.de

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: ifs.muenchen.2019@gmail.com

[LiSe 10/19] Kurzgeschichte: Willi, das Chamäleon

Von Paul Holzreiter

Der Kies knirscht, die Sonne blinzelt durch die Kastanien, der Willi, eben noch vor mir auf den Biertisch hingelümmelt, kriegt auf einmal einen weiten Blick. Er rappelt sich hoch, richtet sich hinter seiner Maß auf: „Ich bin ein Chamäleon.“

Ein Chamäleon? Der Willi? Wie kommt er denn da drauf? „Kack“, sage ich, „kack, bist du ein Chamäleon. Du bist der Willi!“

„Willi, das Chamäleon“, sagt der Willi. Er hebt seine Maß und will mit mir darauf anstoßen, dass er es zum Chamäleon gebracht hat. (mehr …)

[LiSe 10/19] Rezension: Wie man Pessach mit Alzheimer feiert

Dana von Suffrins warmherzig-kluger Debütroman „Otto“

von Slávka Rude-Porubská

Nein, Otto, der fast 80-jährige pensionierte Ingenieur aus dem ersten Roman der Münchner Autorin Dana von Suffrin hat keinen Mops. Dafür aber gab es in Ottos Familie einen Bobtail und einen Terrier, den sich damals die Kinder ertrotzt haben. Doch jetzt trotzt der auf der Intensivstation liegende Otto; er motzt und grollt und fordert den beiden inzwischen erwachsenen Töchtern Babi und Timna mit seiner seltsamen Fähigkeit, „von einer Sekunde auf die nächste todkrank zu werden“, alles ab – Aufmerksamkeit und Zuwendung, Anwesenheit und Zeit. Und außerdem ungeteiltes Interesse an seinen mit Erfindungen und Halblügen durchsetzten Lebenserinnerungen. „Meine Familie, meine Länder und meine Abenteuer!“, das soll der Nachwelt in einem Buch überliefert werden, „bitte lasst unsere schöne Familiengeschichte nicht gelangen in Vergessenheit!“ (mehr …)

Arbeitsstipendien für Münchner Autorinnen und Autoren

Andrea Heuser und Norbert Niemann erhalten die diesjährigen Arbeitsstipendien für Münchner Autorinnen und Autoren der Landeshauptstadt München. Mit den seit 2015 vergebenen Arbeitsstipendien in Höhe von jeweils 6.000 Euro werden literarische Projekte von Münchner Autorinnen und Autoren gefördert, die sich mit ihrem Werk bereits literarisch ausgewiesen haben und im Literaturbetrieb in Erscheinung getreten sind. Andrea Heuser erhält das Stipendium zur Weiterführung ihres Familienromans „Das Winkelhaus“, Norbert Niemann für sein neues Romanprojekt „Dianoia“ (Arbeitstitel).

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Stipendien für Literatur vergeben

Die Landeshauptstadt München zeichnet (Nachwuchs-)Autorinnen und Autoren für vielversprechende literarische Projekte aus. Die Literaturstipendien 2019 erhalten: Valerie Sophie Bäuerlein für ihr Romanprojekt „Koh Tao“, Konstantin Ferstl für sein Romanprojekt „Die Erfrorenen Lande“, Sibylla Hirschhäuser für ihr Romanprojekt „Seilschaften“ und Hrvoje Milkovic für sein Romanprojekt „Agram“. Das Stipendium für Übersetzungsprojekte erhält Andrea O‘Brien für ihre Übersetzung von „Sight“ von Jessie Greengrass. Im Bereich Kinder- und Jugendbuch werden 2019 erstmals zwei Stipendien vergeben. Sie gehen an Nina Basovic für ihr Kinderbuch „Leontine – oder warum Pinguine fliegen können“ und an Efua Traoré für ihr Jugendbuch „Die Hüter des Schlafes“.

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