Wann

05.02.2026    
19:00 - 22:00

Wo

Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5, München, 81669

Veranstaltungstyp

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Termin: Donnerstag, 5. Februar 2026, 19.00 Uhr

Referenten: Dr. Heinz Rötlich (Nördlingen) und Dr. Martin Zückert (München)

Ort: Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München

In Kooperation mit: Collegium Carolinum

In einem einleitenden Vortrag setzt sich der Historiker, Dr. Marin Zückert mit dem Slowakischen Nationalaufstand von 1944 auseinander. Der in Deutschland nur wenig bekannte Slowakische Nationalaufstand war eine der großen Erhebungen gegen die nationalsozialistische Herrschaft und ihre Verbündeten im östlichen Europa. Aber wer waren die Trägergruppen des Aufstands und welche Ziele wurden verfolgt? Welche Rolle spielten die Partisanen? Und wie wirkten sich die Erhebung und ihre Niederschlagung auf das weitere Kriegsgeschehen aus? Im Vortrag wird diesen Fragen nachgegangen und zugleich erörtert, was die Hintergründe und Folgen des Aufstands waren, in dem sich zugleich zentrale Konfliktlinien der slowakischen Geschichte im 20. Jahrhundert spiegeln. Abschließend wird skizziert, wie nach dem Zweiten Weltkrieg an das Ereignis erinnert wurde und welche Bedeutung Debatten über das Jahr 1944 in der Slowakei bis heute haben.

Aus belletristischer Sicht eröffnet eine Perspektive auf die gleiche Region und Zeitraum der Roman „Blühender Mohn im Westen“ (2025) von Heinz Rötlich.

Im August 1944 besetzen Partisanen auf der Suche nach Nazis die Dörfer Gaidel und Blaufuß im deutschsprachigen Hauerland/Slowakei. Dort geraten Anna und Rudolph in die von Gewalt geprägten Ereignisse dieser Region am Ende des Zweiten Weltkriegs. Annas Vater wird verschleppt, überlebt jedoch mit viel Glück, auch Rudolphs Vater kehrt aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurück. Erlebnisse aus der Kinderlandverschickung prägen Anna und Rudolph ein Leben lang. Die Familien der beiden Zehnjährigen müssen das Land nach 1946 aufgrund der Beneš Dekrete in Richtung Mecklenburg-Vorpommern verlassen. Sie begegnen sich dort in einem zur Flüchtlingsstätte umgewandelten Schloss. Als Anna hier auf Rudolph trifft, bahnt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihnen an. Neun Jahre später folgt eine abenteuerliche Flucht aus der DDR nach Westen. Und auf ihrem Weg durch den Eisernen Vorhang begegnet Anna in Berlin einer Person, die vor vielen Jahren schon einmal vor ihr stand.