Der Satz »Impfen macht frei« ist eine Straftat, aber »Deutschland den Deutschen, Ausländer raus« ist erlaubt. Zu sagen, die Corona-Politik »erinnere« an 1933, ist eine Straftat, aber die Vertreibung aller Palästinenser aus Gaza zu fordern, ist erlaubt. Wer kennt sich noch aus? Noch nie gab es in der Bundesrepublik so viele und so strenge Gesetze zur Regulierung und Einschränkung der Meinungsfreiheit wie heute, der Staat definiert etliche Sätze als strafbar, die noch vor zehn Jahren ganz klar unter die Meinungsfreiheit fielen. Ronen Steinke, leitender Redakteur und Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung, promovierter Jurist und Kriminologe, zeigt auf, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit aktuell verlaufen, auch im digitalen Raum. Sein neues Buch ist ein engagierter Appell, mehr Meinungsfreiheit zu wagen, Debatten auszuhalten, mutiger zu sein (Berlin Verlag).
Moderation: Anna Clauß (Der Spiegel)
EINTRITT: EURO 16.- / 10.-
STREAM-TICKETS: EURO 8.-
Tickets erhältlich unter ReserviX
Veranstalter: Stiftung Literaturhaus // NS-Dokumentationszentrum