In der nationalsozialistischen Diktatur versuchte die nicht verfolgte Bevölkerung in privaten Nischen einen von Politik und Ideologie ungestörten Alltag zu leben. Dabei aber blieb kein Bereich ausgespart – die nationalsozialistische Ideologie drang bis in die Kapillaren der deutschen Gesellschaft ein. In der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur haben sich viele Autor*innen damit auseinandergesetzt und ebenso nach dem Pflichtbewusstsein der Deutschen in der Diktatur gefragt wie nach dem Nachleben der NS-Mythen nach 1945. In dieser Vortragsreihe geht es anhand von vier Stimmen um literarische Antworten auf diese politisch hochbrisanten Fragen.
– Siegfried Lenz, Deutschstunde (6. März)
– Walter Kempowski, Tadellöser & Wolff (13. März)
– Christa Wolf, Kindheitsmuster (20. März)
– Günter Grass, Im Krebsgang (27. März)
Kursnummer: W241040
Dozent: Stefan Winter
Gebühr: € 36,-
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite unter http://mvhs.de