Für November empfehlen die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken diese Neuerscheinungen:
Joanna Nadin: Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen
Limes
Im Juli 1976 zieht die sechsjährige Dido mit ihrer Mutter Edie von London in eine Kleinstadt in Essex – dort hat Edie ein kleines Häuschen geerbt. Edie ist cool und unangepasst, sie gibt nichts darauf, was andere von ihr denken. Dido jedoch sehnt sich nach Halt und Geborgenheit in einer intakten Familie – und die entdeckt sie nebenan: Die Trevelyans – Mutter, Vater und zwei Kinder – sind alles, was sie sich immer erträumt hat. Fortan ist Didos Schicksal untrennbar mit ihnen verbunden, doch dabei zeigt sich, dass auch eine scheinbar perfekt angepasste Familie keine Garantie für ein glückliches Leben ist.
Markus Ostermair: Der Sandler
Osburg Verlag
Ein München-Roman aus der Perspektive der Obdachlosen, über Ausgrenzung, Reue, Einsamkeit und Solidarität: „Der Sandler“ erzählt eine Geschichte, die von den Betroffenen selbst meist nicht erzählt werden kann, weil die Scham des sozialen Abstiegs sie schweigen macht. Der Roman führt ein in ein München der Suppenküchen und Kleiderkammern, der Brücken und Notunterkünfte. Der Sprachlosigkeit der Obdachlosen setzt Markus Ostermair eine Sprache entgegen, die nahe an ihr Leben heranführt, ohne dabei zu werten, zu romantisieren oder voyeuristisch zu sein. Ein Meilenstein für die Literatur über unsere eben nicht immer nur leuchtende Stadt.
Einen Mitschnitt von Ostermairs Buchvorstellung finden Sie unter
www.muenchner-stadtbibliothek.de/mon-liest
Münchner Stadtbibliothek, Am Gasteig, Rosenheimer Str. 5, www.muenchner-stadtbibliothek.de