[LiSe 10/24] Ein Hoch auf LIX: Eine Lesereihe feiert ihren x-ten Geburtstag und funkelt dabei

Von Katrin Diehl

Da scheint etwas so richtig gut zu funktionieren. Das Konzept ist so einfach wie klar und findet seit den letzten Malen vor einem betörend goldglitzernden Vorhang seine Umsetzung. Ein Fest fürs Auge. „Optimierung“ bedeutet in so einem Fall höchstens, „hier und da mal an ein paar Schräubchen zu drehen“, und dass sie natürlich immer in engstem Gespräch und reflektiert bleiben, die Drei von LIX: Raphaela Bardutzky, Rebecca Faber und Christina Madenach. (mehr …)

[LiSe 10/24] Kolumne: Falsche Fährte

„Don’t judge a book by its cover” heißt es so schön. Schließlich kommt es ja vor allem darauf an, was wir zwischen den Buchdeckeln finden. Aber leicht fällt mir das nicht. Wenn ich auf dem Cover von Farben, Worten, Bildern und Gesichtern angesprungen werde, dann habe ich ein Urteil gefällt, bevor ich die erste Seite aufschlage. Schublade auf, Schublade zu. (mehr …)

[LiSe 10/24] Lyrikerinnenfestival: Frauen-Poesie international

Mehr als 50 Lyrikerinnen aus über 20 Ländern hat Augusta Laar in diesem Jahr zum 7. Schamrock Festival of Women Poets vom 25. bis 27. Oktober in die whiteBOX geladen.

Von Ursula Sautmann

Die Biennale, inzwischen fest etabliert im Kulturprogramm der Landeshauptstadt, bietet auch diesmal ein reichhaltiges Programm für Lyrikliebhaber. Neben Lesungen gibt es Performances, Crossover- und Übersetzungsprojekte, Workshops und Podiumsgespräche. (mehr …)

[LiSe 10/24] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Oktober diese Neuerscheinungen:

Chetna Maroo: Western Lane
Luchterhand

Gopi, die jüngsten von drei Schwestern, lebt mit ihrem Vater am Stadtrand von London. Ihre Mutter ist vor Kurzem gestorben, niemand in der kleinen indischen Einwandererfamilie weiß so recht, wie es weitergehen soll. Die Trauer des Vaters ist spürbar, aber er spricht nicht darüber. Gopis Onkel und seine Frau machen sich Sorgen und wollen sie am liebsten zu sich holen. In dem örtlichen Freizeitzentrum kämpft der Vater indes auf seine Weise um den Zusammenhalt der Familie: Zwei, drei Stunden spielt er abends mit den Schwestern Squash. Tag für Tag. Das kleine Feld wird für Gopi zu einem Fluchtpunkt. Hier kämpft sie darum, dass alles wieder gut wird. (mehr …)

[LiSe 10/24] Kurzgeschichte: Leserbrief an die AZ

Von Hans-Karl Fischer (†)

In Ihrer gestrigen Ausgabe haben Sie geschrieben, was alles gerade verschwindet, was schon verschwunden ist und was bald verschwinden wird. Ich bin eine alte Haidhauserin und werde wahrscheinlich auch bald verschwinden. Aber dass die Monika Gruber mit ihrem Kabarett aufhört, das finde ich wirklich bedauerlich. A so a feschs Madl! Na ja, a bissal hysterisch war’s ja scho immer, sie hat sich halt nur zur Hälfte entwickeln können, mei, vielleicht liegt des an iarane Freundinnen, wo sie die Gruabarin genannt wird. Mia hat des hoid gfoin: eine Person, die sich weder ihre Grobheit noch auch ihre Sensibilität nehmen lässt, alles zu seiner Zeit, sage ich nur! Ich hab nie eine Sendung mit der Gruber Moni versäumt. (mehr …)

[LiSe 10/24] Rezension: Todessehnsucht

Murmel Clausens neuer Coming-of-Age-Roman

Von Michael Berwanger

„Reinhold hatte nicht nur einen Scheißnamen, sondern auch einen tiefergelegten Audi A3.“ Mit diesem fulminanten Satz, der von Anfang an die Totalität des Buches vorgibt, lässt Murmel Clausen seinen neuen Roman „Leming“ beginnen. Bei diesem Band ist nicht nur der Titel schräg – Leming statt Lemming –, sondern das gesamte Setting. Drei Jugendliche – Reinhold, Verena und der ich-Erzähler Kolja – beschließen an den Plattensee zu fahren, um sich dort – mit gebührender Dramatik – gemeinsam das Leben zu nehmen. (mehr …)

Verleihung des Rainer-Malkowski-Preises

Verleihung des Rainer-Malkowski-Preises 2024 an Wilhelm Bartsch und Verleihung des Rainer-Malkowski-Stipendiums 2024 an Nancy Hünger

Der Rainer-Malkowski-Preis, den die Bayerische Akademie der Schönen Künste verleiht, geht im Jahr 2024 an den Lyriker Wilhelm Bartsch. Das Malkowski-Stipendium wurde der Dichterin Nancy Hünger zuerkannt. Der Rainer-Malkowski-Preis ist, mit einem Preisgeld von 30.000 Euro, einer der höchstdotierten deutschen Literaturpreise. (mehr …)