Wann

11.06.2026    
19:00 - 20:30

Wo

Literaturhaus
Salvatorplatz 1, München, Bayern

Veranstaltungstyp

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Moderation: Günter Keil

»Was hinterlasse ich, fragt mich meine Mutter. Was habe ich zu vererben, was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr da bin. […] Sie sagt, nichts. Ich hinterlasse nichts, es bleibt nichts von mir übrig.«
Judith Hermann

Wenn wir die Spuren unserer Eltern und Großeltern zurückverfolgen: Was werden wir finden? Und wie erzählen wir davon? Judith Hermanns Großvater war während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert. Davon, vor allem aber vom Ungesagten und Verdrängten, erzählt die gefeierte Autorin (»Daheim«, »Wir hätten uns alles gesagt« u.a.) in ihrem neuen Buch (S. Fischer). Behutsam spürt sie Leerstellen auf und zeigt in der ihr eigenen, poetisch-kraftvollen Sprache,

»was es heißt, mit wenig mehr als einer Ahnung dessen zu leben, welche Verbrechen in die eigene Familiengeschichte eingeschrieben sind.«
FAZ