Sophie Scholl (1921–1943) schrieb während ihrer Jugendjahre bis kurz vor ihrem Tod Tagebuch. Sie hinterließ damit einen eindringlichen Abdruck ihres Ringens um geistige Wahrheit. In ihren Selbstzeugnissen wird ihr Weg unmittelbar erfahrbar – von der 16-Jährigen, die von starken Gefühlsschwankungen umhergeworfen wird, bis zur 21-Jährigen, die die Lügen und das Vernichtungsstreben des Nationalsozialismus durchschaut und entlarvt. Erstmals ist es mit der von Regina Reisch herausgegebenen Edition möglich, alle überlieferten Tagebücher in durchgehender Form zu lesen. Mehr als 80 Jahre lang waren diese nur ausschnittsweise zugänglich oder noch gar nicht publiziert.
In Kooperation mit dem Allitera Verlag wird Regina Reisch an diesem Abend die, von einem Schauspieler vorgetragenen Texte, historisch einordnen. Das Weiße Rose Institut wird die Veranstaltung mit einleitenden Grußworten eröffnen.
Regina Reisch, geboren 1998 bei Tübingen, aufgewachsen am Starnberger See, studierte Geschichte und Evangelische Theologie an der Universität Kassel. Anschließend Ausbildung zur Archivarin beim Bundesarchiv. Beim geschichtswissenschaftlichen Schreiben ist es ihr wichtig, nicht nur möglichst nahe an die Archivquellen heranzutreten, sondern auch das darin gespiegelte Leben spürbar zu machen.
Anmeldung unter juristische.bibliothek@muenchen.de oder 089 233 772444.
In Zusammenarbeit mit dem Allitera Verlag und dem Weisse Rose Institut e. V. .
