[LiSe 06/17] Münchens literarische Orte (Folge 12)

Spielort, Kulturveranstalter und Stadtteilarchiv im Münchner Norden
Die Mohr-Villa Freimann

Von Simone Kayser

Das Kulturzentrum Mohr-Villa in der Situlistraße besticht schon von außen durch seinen schönen Garten und beim Eintreten durch das rege kulturelle Angebot. Das Gelände mit dem Haupthaus und den ehemaligen Stallungen trägt seinen Namen von der Familie, die hier Ende des 19. Jahrhunderts noch herrschaftlich residierte. Danach wurde das Anwesen teils als Wohnraum für Angestellte der Rüstungsfirma Krupp KG genutzt, als Betsaal für die wachsende protestantische Gemeinde, als Wachlokal der Roten Garde und nach 1925 als Wohnhaus des Reichsbahnpräsidenten. Als in den 1980er Jahren dem inzwischen verwahrlosten Gebäude der Abriss drohte, kämpften Freimanner Bürgerinnen und Bürger für die Rettung der Villa und des unverbauten Grundstücks. Heute gehört das Haus der Stadt, und der Mohr-Villa-Verein betreibt es als Kulturzentrum. (mehr …)

[LiSe 06/17] Ausstellung: O. M. Graf im Literaturhaus

Unter dem Motto „Rebell, Weltbürger, Erzähler“ steht die aktuelle Ausstellung im Literaturhaus, die dem Schriftsteller Oskar Maria Graf gewidmet ist. Beleuchtet wird vor allem sein Leben und Schreiben in den Jahren des Exils. Oskar Maria Graf und seine Frau Mirjam lebten von 1933 bis 1938 in Wien und Brünn und ab 1938 in New York. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er in dieser Zeit zahlreiche seiner großen Werke. (mehr …)

[LiSe 06/17] Aktionstag: Bookuck die Dritte

Münchner Buchhandlungen laden zum Aktionstag

Am Samstag, 24. Juni, heißt es zum dritten Mal „bookuck! Münchens beste Seiten. In Ihrer Buchhandlung“. 41 Buchläden laden mit unterschiedlichsten Aktionen Kids, Teens und Erwachsene zum Miterleben und Mitfeiern ein. Auffällig leuchtet das orangefarbene Aktionsplakat bookuck! im Stadtbild und zeigt auch in den Schaufenstern und an den Türen der Buchhandlungen an, welche Buchläden mitmachen. (mehr …)

[LiSe 05/17] Münchens literarische Orte (Folge 11)

Alles im Fluss

Am 20. Mai geht es mit „Hörgang“ und Autoren durch Bogenhausen

Von Stefanie Bürgers

Man stelle sich vor: Unten rauscht die Isar, oben lauscht eine Gruppe von Menschen einer Lesung. Wie schön, so ein zufälliges Zusammentreffen von Muße und Darbietung an so einem exponierten Ort. Das Oberföhringer Stauwehr ist bekannt als Tatortkulisse, Fundort von allerlei Schwemmgut. Den Münchnern dient es oben als verbindende Brücke zwischen rechtem Isar-ufer und Englischem Garten. Spannend, was hier vor sich geht. Ein „flashmob“? Weit gefehlt. Das Wehr ist einer der ausgewählten Schau- oder besser „Hörplätze“ für das Erlebnis „Hörgang“. (mehr …)

[LiSe 05/17] Vortrag: Zur Bücherverbrennung im NS-Doku-Zentrum

„ … Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“,

sagte einst Heinrich Heine – und er sollte Recht behalten. Nationalsozialisten und deutsche Akademiker verbrannten 1933 in mehr als 100 Städten tonnenweise Bücher pazifistischer, oppositioneller, jüdischer, marxistischer und anderer politisch missliebiger Schriftsteller. In München fand auf dem Königsplatz ein ähnlich inszenierter „Verbrennungsakt“ wie in Berlin statt. (mehr …)

[LiSe 05/17] Festival: Comic-Festival

Alle zwei Jahre wieder: Das nächste Comicfestival geht vom 25. bis 28. Mai wieder in München über die Bühne. Das vom Kulturreferat der Landeshauptstadt geförderte Festival besteht seit 2007 und wird im zweijährigen Wechsel mit dem Comic-Salon in Erlangen durchgeführt. Als Hauptlocation ist wieder die Alte Kongresshalle, direkt an der Oktoberfest-Wiese vorgesehen. Hier findet u. a. die große Messe mit allen Comic-Verlagen unter einem Dach statt. Außerdem gibt es hier Zeichenkurse und Signieraktionen,Vorträge und Ausstellungen. (mehr …)