[LiSe 07/17] Münchens literarische Orte (Folge 13)

Mit einem Buch fing alles an

Das Café Ruffini

Von Ina Kuegler

Am Anfang war das Buch. Knapp 40 Jahre liegt das jetzt zurück, und das Buch hatte den Titel „So einfach ist Theater“. Der Ratgeber wandte sich an Kinder, sollte Spaß vor und hinter den Kulissen machen. Verfasser war ein Kollektiv, eine Gruppe von Freundinnen und Freunden aus der Liebigstraße 39. Aus der literarischen WG um Eberhard Spangenberg entstand wenig später das Café Ruffini in der Orffstr. 22-24, ein Kollektiv bis in unsere heutigen Tage. Unverändert ist auch das Pfund, mit dem das Ruffini seit seiner Gründung wuchert: Kaffee und Kuchen, italienische Weine und (zumeist) mediterrane Küche – und ein Faible für Literatur. (mehr …)

[LiSe 07/17] Ein Fest für die Kinderlyrik

Das Programm „Mit Kinderlyrik in den Mai“, mit dem die Internationale Jugendbibliothek (Blutenburg) im Vorjahr in den Frühsommer gestartet ist, war ein großer Erfolg. Deshalb folgt am 23. Juli 2017 (11:00 Uhr) ein neues Kinderlyrikfest. Nach einer Lesung vergnüglicher, hintersinniger und tierischer Verse von Erich Kästner, James Krüss, und Paul Maar und vielen anderen heißt es: Ran an die Stifte! Die bekannten Bilderbuchkünstler Nadia Budde, Julia Friese, Regina Kehn und Michael Roher laden in ihren Werkstätten Groß und Klein zum Mitmachen ein. Reimen, Dichten, Malen, Zeichnen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Lesung: Uwe-Michael Gutzschhahn. Das Projekt ist eine Kooperation der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Stiftung Internationale Jugendbibliothek und der Stiftung Lyrik Kabinett.
red

Eintritt frei.
Anmeldung unter Tel. 089/891211-60 oder kinderbibliothek@ijb.de

[LiSe 06/17] Münchens literarische Orte (Folge 12)

Spielort, Kulturveranstalter und Stadtteilarchiv im Münchner Norden
Die Mohr-Villa Freimann

Von Simone Kayser

Das Kulturzentrum Mohr-Villa in der Situlistraße besticht schon von außen durch seinen schönen Garten und beim Eintreten durch das rege kulturelle Angebot. Das Gelände mit dem Haupthaus und den ehemaligen Stallungen trägt seinen Namen von der Familie, die hier Ende des 19. Jahrhunderts noch herrschaftlich residierte. Danach wurde das Anwesen teils als Wohnraum für Angestellte der Rüstungsfirma Krupp KG genutzt, als Betsaal für die wachsende protestantische Gemeinde, als Wachlokal der Roten Garde und nach 1925 als Wohnhaus des Reichsbahnpräsidenten. Als in den 1980er Jahren dem inzwischen verwahrlosten Gebäude der Abriss drohte, kämpften Freimanner Bürgerinnen und Bürger für die Rettung der Villa und des unverbauten Grundstücks. Heute gehört das Haus der Stadt, und der Mohr-Villa-Verein betreibt es als Kulturzentrum. (mehr …)

[LiSe 06/17] Ausstellung: O. M. Graf im Literaturhaus

Unter dem Motto „Rebell, Weltbürger, Erzähler“ steht die aktuelle Ausstellung im Literaturhaus, die dem Schriftsteller Oskar Maria Graf gewidmet ist. Beleuchtet wird vor allem sein Leben und Schreiben in den Jahren des Exils. Oskar Maria Graf und seine Frau Mirjam lebten von 1933 bis 1938 in Wien und Brünn und ab 1938 in New York. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er in dieser Zeit zahlreiche seiner großen Werke. (mehr …)

[LiSe 06/17] Aktionstag: Bookuck die Dritte

Münchner Buchhandlungen laden zum Aktionstag

Am Samstag, 24. Juni, heißt es zum dritten Mal „bookuck! Münchens beste Seiten. In Ihrer Buchhandlung“. 41 Buchläden laden mit unterschiedlichsten Aktionen Kids, Teens und Erwachsene zum Miterleben und Mitfeiern ein. Auffällig leuchtet das orangefarbene Aktionsplakat bookuck! im Stadtbild und zeigt auch in den Schaufenstern und an den Türen der Buchhandlungen an, welche Buchläden mitmachen. (mehr …)

[LiSe 05/17] Münchens literarische Orte (Folge 11)

Alles im Fluss

Am 20. Mai geht es mit „Hörgang“ und Autoren durch Bogenhausen

Von Stefanie Bürgers

Man stelle sich vor: Unten rauscht die Isar, oben lauscht eine Gruppe von Menschen einer Lesung. Wie schön, so ein zufälliges Zusammentreffen von Muße und Darbietung an so einem exponierten Ort. Das Oberföhringer Stauwehr ist bekannt als Tatortkulisse, Fundort von allerlei Schwemmgut. Den Münchnern dient es oben als verbindende Brücke zwischen rechtem Isar-ufer und Englischem Garten. Spannend, was hier vor sich geht. Ein „flashmob“? Weit gefehlt. Das Wehr ist einer der ausgewählten Schau- oder besser „Hörplätze“ für das Erlebnis „Hörgang“. (mehr …)