Seit 2020 lädt die Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ jedes Jahr im November zu einer Gedenkfeier mit Kranzniederlegung ein. Dieses Jahr wird die Veranstaltung eröffnet von Rafał Wolski, Generalkonsul der Republik Polen in München.
Wir bringen gemeinsam das Gesteck zur Gedenkstele. Rikki Reinwein, spricht über die Geschehnisse am 9. November 1938. Gisela E. Marx, Kabarettistin, trägt Gedichte von Rose Ausländer vor. Rose Ausländer (1901–1988) gilt als eine der bedeutendsten deutsch-jüdischen Lyrikerinnen des 20.Jahrhunderts. Dr. Herbert Dandl, Autor von „Jeder Mensch hat einen Namen“ stellt JüdInnen des Viertels vor.
Jede*r kann bunte Steine basteln und zum Gedenken an der Isenschmidstraße auf der Grünfläche auslegen. Mit den bunten Steinen wollen wir länger an das Gedenken erinnern und die Spaziergänger auch später noch nachdenklich stimmen. Die Wiese soll zur Gedenkwiese werden und jeder Stein, jedes Objekt ein buntes Leben symbolisieren. Die Steine können auch vor unserer Zwischennutzung in der Hebenstreitstraße 2 Nähe Kolumbusplatz hinterlegt werden. Wir werden die bemalten Steine abholen und am 7.11. kann jede/r Besucher*in einen Stein auslegen.
Am Isarhochufer, Ecke Isenschmidstraße/Hochleite mitten auf einer von zwei alten Eichen mit blühendem Efeu, einer hohen Fichte, zwei Buchen und einer Birke teilweise beschatteten Wiese steht die Skulptur „Pogromnacht 1938“ des Untergiesinger Künstlers Hans Martin Kieser. Errichtet wurde die Skulptur aus rostendem und nicht rostendem Stahl zum 80. Jahrestag der Pogromnacht am 9. November 2018 auf Initiative von Melly Kieweg aus Mitteln des Bezirksausschusses 18 Untergiesing-Harlaching.
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