[LiSe 05/26] Rezension „Eine Frage des Formats“

Lea Singers neuer Roman über die Queen von England

Von Stefanie Bürgers

Ausgerechnet dem 80-jährigen Maler Lucian Freud gewährt „Die Queen“ die Gunst, sie zu portraitieren. Der Enkel des berühmten Psychoanalytikers steckt nach Jahren des Erfolgs in einer Krise, und Queen Elisabeths Beliebtheit hat gerade unter der anfänglich verweigerten Anteilnahme am Tod Prinzessin Dianas gelitten. Eine Win-win-Situation also, sollte man meinen, doch die Szenerie ist provokant, denn das vom Künstler gewählte Leinwandformat ist kleiner als eine DIN-A4-Seite. Soweit die historischen Fakten. (mehr …)

Archiv des Middelhauve Verlags (Beltz Verlagsgruppe) geht an die Internationale Jugendbibliothek/IJB

Die Stiftung Internationale Jugendbibliothek (IJB) München übernimmt von der Beltz Verlagsgruppe das Archiv des Middelhauve Verlags

Die Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG schenkt der Stiftung Internationale Jugendbibliothek (IJB) München das Archivmaterial zu den Kinder- und Jugendbuchprogrammen des Middelhauve Verlags, das auch die sogenannte Meisinger Gruppe, d.h. den Kinderbuchverlag Berlin, Union, Parabel, Postreiter, Sellier, Herold, Spectrum, Gundert, Dessart, Tabu, Braun & Schneider, Meisinger, Wolfgang Mann und Siebert umfasst. (mehr …)

Vorlass von Petra Morsbach geht an die Monacensia

Die Monacensia im Hildebrandhaus übernimmt den literarischen Vorlass von Petra Morsbach und holt damit das Archiv einer der prägenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nach München. Der umfangreiche Bestand – von Theatertexten über Drehbücher und Notizbücher bis hin zu annotierten Erstausgaben – eröffnet unmittelbare Einblicke in Morsbachs jahrzehntelange Schreibarbeit. (mehr …)

Die Stiftung Internationale Jugendbibliothek/IJB wird mit einem „Carle Honors“ 2026 in der Kategorie ‚Brückenbauer‘ geehrt

Die „Carle Honors“ sind jährliche Auszeichnungen, die vom Eric Carle Museum of Picture Book Art (Amherst, Massachusetts/USA) verliehen werden, um Personen und Organisationen für ihre kreative Vorstellungskraft, ihr Engagement und ihren bedeutenden Einfluss auf Bilderbücher sowie für die Vermittlung von Literatur und die Stärkung der kindlichen Lesekompetenz zu würdigen. (mehr …)

[LiSe 04/26] „Dort, wo man Bücher verbrennt …“

Eine im November 2025 erschienene „Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933 – 1945“ legt neue Erkenntnisse zum  Publikationsverhalten während des Dritten Reichs dar.

Von Michael Berwanger

Anfang April 1933 – im direkten Zusammenhang mit der Machtergreifung Hitlers – rief die „Deutsche Studentenschaft“, ein nationalistischer Zusammenschluss der deutschen Hochschulverbände, eine vierwöchige „Aktion wider den undeutschen Geist“ aus. Sie begann am 12. April 1933 mit der Bildung von „Kampfausschüssen“ und endete am 10. Mai desselben Jahres mit spektakulären öffentlichen Bücherverbrennungen in über 30 Universitätsstädten von Berlin über Dresden bis München. Viele Literat*innen wurden verfolgt, bekamen Berufsverbot, mussten fliehen oder begaben sich in die innere Emigration. (mehr …)

[LiSe 04/26] Kolumne: Under Cover

Ich muss Sie warnen. Sie können nicht mehr einfach eine Buchhandlung betreten und sich dann links und rechts umschauen (links vielleicht, aber bitte nicht in der extrem linken Ecke), ein Buch mit EC-Karte kaufen (Vorsicht, Datenschutz), und sich mit einem locker-subversiven Spruch verabschieden (z. B. „560 Seiten? Na, dann auf in den Kampf“)! (mehr …)