by LiSe | 30. Mai 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Juni diese Neuerscheinungen:
Gary Shteyngart: Landpartie
Penguin
Es ist März 2020. In einem idyllischen Landhaus außerhalb von New York versammelt der Schriftsteller Sasha Senderovsky eine illustre Gruppe alter Freunde, um die Pandemie bei gutem Essen und anregenden Gesprächen auszusitzen. Über die nächsten Monate wachsen neue Freund- und Liebschaften, während sich längst vergessen geglaubte Kränkungen mit frischer Kraft manifestieren. Doch mit der Ankunft eines Hollywoodstars gerät das mühsam konstruierte Gleichgewicht dieser Wahlfamilie gefährlich ins Wanken. Shteyngart dokumentiert die Gefühls- und Erlebniswelt des Jahres 2020 und verpackt sie in einen süffig-intelligenten Roman. (mehr …)
by LiSe | 30. Mai 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Volker Widmann und seine starke Naturpoetik
Von Ursula Sautmann
In „Die Molche“ malt Volker Widmann mit Worten eine Kindheit im Übergang zur Jugend in einem bayerischen Dorf. Der Krieg zwischen den Nationen ist beendet, in den Seelen der Menschen tobt er weiter. Die Väter sind innerlich und äußerlich versehrt und mit ihrem Schweigen den Familien ein Rätsel, die Mütter geben ihr Bestes, nur Halt suchen die Heranwachsenden vergebens. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Mai diese Neuerscheinungen:
Heidi Pitlor: Die Heldin der Geschichte
Eichborn
Die Ghostwriterin Allie bringt sich und ihren Sohn Cass gerade so durch. Von ihrem Idealismus in Bezug auf Mutterschaft und feministische Erziehung musste sie sich längst verabschieden zu Gunsten der pragmatischen Frage, wo eigentlich die Miete für den nächsten Monat herkommen soll. Doch dann ergattert sie einen hochkarätigen Auftrag: Sie soll ein Buch für die bekannte feministische Aktivistin Lana schreiben. Die ist ebenfalls Mutter, kennt jedoch keine wirtschaftlichen Nöte. Die Zusammenarbeit der beiden ungleichen Frauen birgt ungeahnten Zündstoff. Ein brillanter Roman über Idealismus und Privilegien, über Mutterschaft und Autonomie. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Das neue Buch von Timo Feldhaus spiegelt die gesellschaftlichen Zustände am Ende der Napoleonischen Zeit.
Von Stefanie Bürgers
1816 in Europa, ein Jahr ohne Sommer. Das Jahr zuvor war auf einer der Inseln Indonesiens ein Vulkan ausgebrochen und das wirkte weltweit nach. Im Sommer fällt Schnee. Die Tage bleiben dunkel. Die Ernte fällt aus. Hungersnöte sind die Folge. In dieser Zeit sucht Mary Godwin – nach der Heirat wird aus ihr Mary Shelley werden – ihren Weg, beladen mit dem fordernden Vermächtnis der Mutter, einer überzeugten Feministin. (mehr …)
by LiSe | 29. März 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat April diese Neuerscheinungen:
Evelyn Schlag: In den Kriegen
Hollitzer
Ein Krieg ist gerade zu Ende gegangen. Drei Männer und eine Frau machen sich auf den Weg über verlassene Landstriche zu einer mythischen Halbinsel. Tanjas Verlobter Andrij ist gefallen. Jens und Iwo, zwei Deutsche, haben als Freiwillige an der Seite der ukrainischen Nationalisten gekämpft, Andrij war einer von ihnen. Vitalij, der Vierte, ist ein junger Dichter. Der Überfall der Deutschen 1941, an dem auch der Urgroßvater von Jens teilgenommen hat, ist nach wie vor lebendig in der Geschichte der Ukraine … In diesem pazifistischen Roman über den Krieg werden Schrecken und Tod durch den Aberwitz der Akteure konterkariert. (mehr …)
by LiSe | 29. März 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Das Tagebuch eines jungen Mannes lässt erahnen, wie brutal Zwangsarbeit unter den Nationalsozialisten abgelaufen ist.
Von Katrin Diehl
Es gibt gerade bei Tagebüchern eine gewisse Banalität der Wiederholungen, die einem den immer auch voyeuristisch-neugieren Blick ins Private dieser oder jener Bekanntheit etwas vergällen kann. Aber so ist halt der Alltag. Mal ist einem wohl, dann wieder weniger. Mal wacht man früh auf, dann ein wenig später. Und auch die Jahreszeiten kehren ja immer wieder, die ersten Blüten, der erste Schnee … Ja, ja. (mehr …)