[LiSe 03/25] Ausschreibung 2025: Literaturstipendien der Landeshauptstadt München

Die Landeshauptstadt München vergibt 2025 zehn Stipendien für Autoren*innen und Übersetzer*innen in Höhe von jeweils € 8.000. Zusätzlich wird der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Literatur vergeben (€ 3.000). Mit den Stipendien und dem Gedächtnispreis sollen vielversprechende Projekte vorwiegend jüngerer Münchner Autoren*innen gefördert werden – für die Literaturstipendien besteht keine Altersbeschränkung, für den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis kommen nur Autor*innen unter 30 Jahren in die Auswahl. Zwei Stipendien für Übersetzer*innen fördern herausragende Leistungen in der Übertragung besonders anspruchsvoller Texte ins Deutsche.

Einsendungen der Bewerbungen an: literaturstipendium@muenchen.de

Einsendeschluss: 14. März 2025

Alle Informationen unter www.muenchen.de/literaturstipendium

Gründung der Annette Kolb-Gesellschaft

Anlässlich des 155. Geburtstags von Annette Kolb wird am 3. Februar 2025 die Annette-Kolb-Gesellschaft gegründet. Ihr Ziel ist es, Leben und Werk der Schriftstellerin, Pazifistin und deutsch-französischen Intellektuellen einem interessierten Publikum – insbesondere jungen Menschen – zugänglich zu machen. Kolbs intellektuelle Eigenständigkeit, ihr scharfsinniger Blick auf gesellschaftliche Konventionen, ihr unerschütterliches Engagement für Völkerverständigung und ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus machen sie zu einer Identifikationsfigur weit über ihre Zeit hinaus. (mehr …)

[LiSe 02/25] Nähmaschine trifft Regenschirm: Der Surrealismus und die Literatur

Von Katrin Diehl

Festlegen lässt er sich ebenso wenig wie bestimmen. Weil eben nicht nur das Ergebnis, das, was am Ende zu sehen, zu hören, zu lesen ist, zählt. Irgendwie hat er es bis auf T-Shirts, auf Ansichtskarten ohnehin geschafft, stark reduziert auf Witz, auf Originalität. Macht nichts. Denn offensichtlich kann ihm all das nichts anhaben, dem Surrealismus. (mehr …)

[LiSe 02/25] Kolumne: Mängelexemplar

Da steh ich mal wieder vorm Antiquariat und stöbere in Kisten voller Bücher, auf denen fett das Urteil „Mängelexemplar“ steht. Dafür muss sich das Buch nicht schämen. Oft ist es ja so, dass ein solches Werk nur einen einzigen sichtbaren Mangel hat: das fett gedruckte „Mängelexemplar“. Dabei hat ein Buch, auf dem ein roter Bestseller-Aufkleber prangt, schon eher das Zeug zum „Mängelexemplar“. Oder denken Sie nur an den hässlichen Störer: „Sonderpreis 3 Euro“! Nein, danke. (mehr …)