by LiSe | 28. Juni 2023 | Blog, Kolumne
Die Wiederholung zählt zu einem der bekannteren Stilmittel. Sie ist zur Freude aller Schüler*innen echt easy zu identifizieren. Die Wiederholung springt einem – je nachdem – schnell ins Auge oder Ohr. Sie ist Redundanz pur, hat etwas Simples. Die Situation des Stilfigurensuchers ist vergleichbar mit der eines Memoriespielers, der vor einem Tisch voller aufgedeckter Memoriekarten sitzt und jetzt nur noch Paare zusammenzuführen hat. Ist Easy-peasy. (mehr …)
by LiSe | 28. Juni 2023 | Blog, Lyrische Kostprobe
„Für mich findet sich die Poesie in den kleinsten Alltagsgesten. Aus diesem Grund ist auch das Synonym »POESIERT«
gewählt. Das Leben poesiert sich – und das überall. Wir alle sollten viel öfter den Stift spitzen“, sagt die Autorin über ihre erste Veröffentlichung „Innerlich spitze ich schon den Stift“. (mehr …)
by LiSe | 28. Juni 2023 | Blog, Vermischtes
Für Krisha Kops ist Schreiben ein Akt der Selbstermächtigung.
Von Markus Czeslik
Krisha Kops wählt seine Worte mit Bedacht. Mal spricht aus ihm der Schriftsteller, mal der Philosoph, der sich die Welt aus Ideen, Argumenten und Begriffen zusammenzusetzen sucht. Ob er Heidegger, Platon oder die indischen Veden zitiert oder sich für die aktuelle Oppenheimer-Verfilmung von Christopher Nolan begeistert – es dreht sich immer um unser Verhältnis zum Sein, das seiner Ansicht nach stark aus dem Gleichgewicht geraten ist. „Ich bin kein Diskursautor“, ist ihm dabei wichtig zu sagen. (mehr …)
by LiSe | 28. Juni 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für die Sommermonate diese Neuerscheinungen:
Berni Mayer: Das vorläufige Ende der Zeit
DuMont Buchverlag
Kann die Vergangenheit verändert und das Leben neu ausgerichtet werden? Horatio Beeltz ist davon überzeugt, aber nicht jede*r ist dazu fähig und wenn, dann nur an einem geeigneten Ort. Als er Mi-Ra und Artur auf einem verlassenen jüdischen Friedhof im Grenzgebiet bei Frankfurt/Oder und Slubice trifft, scheinen alle Voraussetzungen erfüllt. Aber verändert die Reise alles?Berni Mayer verbindet in diesem außergewöhnlichen Roman auf faszinierende Weise Ideologie und Wissenschaft. (mehr …)
by LiSe | 28. Juni 2023 | Blog, Kurzgeschichte
Von Simon Muff
Eine Art Niedergeschlagenheit umfängt mich, als ich das dreistöckige, verwinkelte Gebäude betrete. Im Innern ist es beinahe heißer als draußen, dazu stickiger. (mehr …)
by LiSe | 28. Juni 2023 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Ein paar Nächte
Von Michael Berwanger
Der 35-jährige Holzbildhauer Ben wohnt mit seiner 12-jährigen Tochter Mia in einem ehemaligen Bauernhof. Immer samstags kommt eine Mittelschul-Klasse aus der benachbarten Kleinstadt zum Unterricht, was für Ben Freude und Herausforderung zugleich ist. Als sein Vater plötzlich an einem Freitagabend auftaucht, um „nur für ein paar Nächte“ bei ihm Unterschlupf zu finden – ein amouröses Abenteuer mit einer Kollegin hat seine Ehe aus dem Gleichgewicht gebracht – gerät Bens wackeliger Alltag aus dem Tritt. (mehr …)
by LiSe | 2. Juni 2023 | Blog, Titelgeschichte
Die bildende Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson bringt Poesie auf die Wände des Pathos-Theaters
Von Katrin Diehl
ort: kreativquartier an der Dachauer Straße. Genauer: vorm Pathos. Es ist kalt, es ist nass, es ist Mitte April. Die bildende Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson mit schwarzer Wollmütze und schwerer Lederjacke ist dabei mit einer schmatzenden Farbrolle am ausgefahrenen Stiel, eine Außenwand des Pathos-Theaters Bahn für Bahn schwarz abzudecken, wodurch auch der „PATHOS“-Schriftzug – rauf, runter, rauf, runter – so allmählich verschwindet. Ein Auto nähert sich, hält an. Der Fahrer, junger Mann mit Baseball Cap, lässt die Scheibe runter und will es wissen: „Was passiert’n hier? Verschwindet das Pathos? Also. Nicht gut. Nicht gut. Ich will eigentlich, dass alles so bleibt wie es ist.“ Das Pathos wird bleiben, kann man ihm versichern. Die Wände werden halt neu gestaltet … „Hm, hm“, sagt der junge Mann so halb überzeugt und fährt weiter. Was war das denn jetzt? Jedenfalls ziemlich schräges Theater. Ella fährt mit der Rolle durch die flache Farbwanne, sagt, „let’s go on“ und „nichts bleibt, wie es ist“ und macht weiter. Dann lacht sie. „Vielleicht gefällt’s ja keinem, was ich hier mache, und morgen ist es wieder weg. I don’t know.“ Wandbilder und überhaupt Mauern seien etwas Temporäres, fügt sie hinzu, und dass das genau das wäre, was sie an ihnen möge, auch weil sie das von Monumenten unterscheide. (mehr …)
by LiSe | 2. Juni 2023 | Blog, Kolumne
in der welt des fiktionalen Romans obliegt der Autorin eine enorme Autorität. Sie schafft eine komplette Welt für ihre Leser*innen, erschreibt neue Freunde und Familie. Wie eine Göttin sitzt sie an ihrem Schreibtisch und entscheidet über das Schicksal der Charaktere, wer gut ist, wer böse, wer leidet und wer sich freut. Wann das Ende kommt. Und wie. Ich als Leserin muss mich vertrauensvoll in ihre Hände geben, dass der Werdegang des Buches so verläuft wie er … muss? (mehr …)