by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Vermischtes
Annika Domainko lässt den Täter sprechen
Von Ursula Sautmann
Es ist erst wenige Wochen alt, das Debüt von Annika Domainko mit dem Titel „Ungefähre Tage“, erschienen im Verlag C.H.Beck. Die Münchner Autorin hat es beim Festival Wortspiele im März im Ampére vorgestellt, Lesungen bestritten und Interviews gegeben. Sie hat Beachtung gefunden, und das aus gutem Grund. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Vermischtes
Im Rahmen des 37. DOK.fest München werden auch Literaturfilme zu sehen sein.
Samstag, 7. Mai, 21.00 Uhr: Deutsches Theater / Silbersaal
Sonntag, 8. Mai, 17.00 Uhr: Literaturhaus
Susanna Tamaro unplugged
Italien 2021, Katia Bernardi, 73 Min., OmeU.
Susanna Tamaro ist Bestsellerautorin und Einzelgängerin. Einblicke in ein selbstbestimmtes Leben. In Kooperation mit dem Literaturhaus München. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Mai diese Neuerscheinungen:
Heidi Pitlor: Die Heldin der Geschichte
Eichborn
Die Ghostwriterin Allie bringt sich und ihren Sohn Cass gerade so durch. Von ihrem Idealismus in Bezug auf Mutterschaft und feministische Erziehung musste sie sich längst verabschieden zu Gunsten der pragmatischen Frage, wo eigentlich die Miete für den nächsten Monat herkommen soll. Doch dann ergattert sie einen hochkarätigen Auftrag: Sie soll ein Buch für die bekannte feministische Aktivistin Lana schreiben. Die ist ebenfalls Mutter, kennt jedoch keine wirtschaftlichen Nöte. Die Zusammenarbeit der beiden ungleichen Frauen birgt ungeahnten Zündstoff. Ein brillanter Roman über Idealismus und Privilegien, über Mutterschaft und Autonomie. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Kurzgeschichte
Von Ulrich Schäfer-Newiger
Der einst wohlgeformte, unerreicht schöne, klassische Körper des Kaisers, der jetzt tot war, tot. Da lag er vor uns, aufgedunsen der Körper in der Hitze, der Schwüle des byzantinischen Mittags und begann zu verfaulen, der Körper am Mittag. In der Hitze. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Das neue Buch von Timo Feldhaus spiegelt die gesellschaftlichen Zustände am Ende der Napoleonischen Zeit.
Von Stefanie Bürgers
1816 in Europa, ein Jahr ohne Sommer. Das Jahr zuvor war auf einer der Inseln Indonesiens ein Vulkan ausgebrochen und das wirkte weltweit nach. Im Sommer fällt Schnee. Die Tage bleiben dunkel. Die Ernte fällt aus. Hungersnöte sind die Folge. In dieser Zeit sucht Mary Godwin – nach der Heirat wird aus ihr Mary Shelley werden – ihren Weg, beladen mit dem fordernden Vermächtnis der Mutter, einer überzeugten Feministin. (mehr …)
by LiSe | 4. Mai 2022 | Blog, Vermischtes
19. Mai bis 31. Juli 2022
Er ist einer der großen Buchkünstler der Gegenwart: Nikolaus Heidelbach, Autor und Illustrator preisgekrönter Bilderbücher und Schöpfer ikonischer Buchcover, stellt Originale aus zwanzig Jahren künstlerischem Schaffen aus – erstmals in München. Zu sehen sind seine prachtvollen, zugleich beunruhigenden Märchenbilder, dazu Kinderbücher und faszinierende Einzelblätter voll schwebend hintergründiger Details.
Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Montag bis Sonntag 11-18 Uhr
Eintritt: 5/3 Euro
by LiSe | 5. Apr. 2022 | Blog, Vermischtes
WORTMELDUNGEN VON NACHWUCHSAUTOR:INNEN GESUCHT!
Die Crespo Foundation ruft junge Autor:innen dazu auf, sich für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN-Förderpreis zu bewerben. „Schiffe vor Anker, Autos auf Parkplätzen, aber ich bin diejenige, die kein Zuhause hat.“ Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Volha Hapeyeva, Trägerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2022, formuliert wurde.
Nachwuchsautor:innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Kurztext (Essay, Rede, kurze Prosa, Erzählung) von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich Autor:innen bis 30 Jahre, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) verfasst haben. (mehr …)
by LiSe | 29. März 2022 | Blog, Titelgeschichte
Einblicke in die Ausstellung „Beziehungsstatus: Offen.“ im Zeppelin Museum, Friedrichshafen
Von Michael Berwanger
Natürlich könnte man die Berichterstattung über eine Ausstellung zum Thema Literatur und Kunst am Bodensee mit einer prominenten Person beginnen. Wie etwa Erika Mann, die 1926 mit ihrem Kurzzeitgatten Gustav Gründgens zu Flitterwochen im Kurhotel Friedrichshafen abgestiegen war und sich langweilte, wie zu lesen ist. Oder mit Golo Mann, der in Salem ins Internat ging und deutlich mehr von der ländlichen Idylle angetan war. Aber sind nicht Entdeckungen über weniger bekannte Künstler*innen viel reizvoller? Beispielsweise Grete Jehly. Die Vorarlberger Schriftstellerin, die ihre meiste Zeit in München verbracht hatte, lebte zwischen 1906 und 1923 mit ihrem Mann, dem Maler und Karikaturisten Olaf Gulbransson, zeitweise in Bregenz. Dort lernte sie den Maler Rudolf Wacker kennen. Mit diesem wiederum teilte das Ehepaar die Freundschaft zu den Schriftstellern Hermann Hesse und Emanuel von Bodman, die sich ebenfalls am Bodensee – allerdings auf der Schweizer Seite – niedergelassen hatten. (mehr …)