by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Lyrische Kostprobe
Die Bochumer Lyrikerin Maria Wargin war im März zu Gast im Münchner Literaturbüro. Der Sprachraum, in dem sie sich vorantastet, lässt durch Verkürzung variable Deutungen zu, was aber Teil des Konzepts ist.
Das folgende Gedicht hat sie den LiteraturSeiten München zur Verfügung gestellt. (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Lyrische Kostprobe
Uwe-Michael Gutzschhahn ist – was Sprache anbelangt – breit aufgestellt. Der 68-Jährige, der in Dortmund aufgewachsen ist und in Bochum Germanistik und Anglistik studiert hat, ist als Autor, Dichter, Übersetzer, Herausgeber, Lektor … vielseitig beschäftigt.
Den LiteraturSeiten hat er u. a. folgendes Gedicht zum Abdruck überlassen. (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Dezember diese Neuerscheinungen:
Richard Wagamese: Das weite Herz des Landes
Blessing
Franklin Starlight, ein 16-jähriger Ojibwe, wächst bei einem Vormund auf und kennt seinen Vater Eldon kaum. Doch jetzt ist Eldon todkrank und bittet seinen Sohn, ihn zum Sterben in die Wildnis zu begleiten. Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte und ein Erbe, das er hüten kann. Mit der berührenden Vater-Sohn-Geschichte verarbeitet der bedeutende kanadische Autor Richard Wagamese (1955-2017) eigene Lebenserfahrungen: Als Kind von seinen Eltern getrennt und in Heimen und bei Pflegefamilien aufgewachsen, fand auch er erst als junger Erwachsener zu seinen indianischen Wurzeln. (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Kurzgeschichte
Von Ulrich Schäfer-Newiger
Die Märzsonne war ein schneidendes Kristall. Unter ihm standen sie am Rande des Buchenwaldes, an der dritten Buche von vorne mit dem Loch davor. Schweigende Skulptur. Er hatte das einfach entschieden, ohne jemanden zu fragen. Oder welcher Hilfsgeist hatte ihm zu Lebzeiten diese Stelle eingeflüstert – Cuniculus? Übernächster Nachbarort, Friedenswald, pflegefreies Erdgrab. Von links oben schien die Sonne. Was wollte das Gestirn? (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Rezension & Buchempfehlungen
Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit empfehlen Redaktionsmitglieder der LiteraturSeiten München herausragende Bücher des Jahres.
Die wilde Freiheit des Schreibens
Von Katrina Behrend Lesch
Schon im Titel des Erzählbandes „Aber es wird regnen“ steckt die Auflehnung, die dem Stil von Clarice Lispector innewohnt. Diese außergewöhnliche, auch als Diva der modernen brasilia-
nischen Literatur hervorgehobene Schriftstellerin kümmert sich in ihren Geschichten weder um Logik noch Schönheit von Sprache und Ausdruck. Alle literarischen Konventionen sprengend prescht sie dahin, schwelgt geradezu in der wilden unbekümmerten Freiheit des Schreibens. Und die wendet sie vor allem Frauen zu und damit sich selbst, deren Lust, deren Begehren auch im Alter, den Schwierigkeiten des Lebens und dessen unebenen Freuden und Leiden. Lispector, in der Ukraine geboren, in Brasilien aufgewachsen, gilt in der Literatur Südamerikas als einzigartige Stimme. Zusammen mit dem Band „Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau“ liegen nun zu ihrem 100. Geburtstag alle Erzählungen in neuer, teilweise erstmaliger deutscher Übersetzung vor. (mehr …)
by LiSe | 25. Nov. 2020 | Blog, Vermischtes
Die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn ruft Jugendliche und junge Erwachsene auf, kreativ zu werden: Welche „kleinen Schritte“ haben sie unternommen, um Grenzen zu überwinden? Träume und Sehnsüchte können die Teilnehmer bis zum 11. Dezember 2020 in Form einer literarischen Reportage einreichen. Zu gewinnen gibt es u.a. einen Workshop mit dem Autor und Jurymitglied, Uwe Rada.
Eigentlich leben wir in Europa unser Miteinander und unsere Vielfalt. In den letzten Monaten konnten viele von uns geliebte Menschen und Sehnsuchtsorte in anderen EU-Ländern nicht besuchen. Das Corona-Virus hat uns eingegrenzt. Mit dem Wettbewerb der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn sollen jungen Autorinnen und Autoren ermutigt werden, ihren Sehnsüchten in literarischer Form freien Lauf zu lassen. Was haben Grenzschließungen und Kontaktbeschränkungen für die jungen Menschen bedeutet? Welche Rolle spielt die Sprache, wenn man Menschen nicht mehr physisch begegnen kann? Diese neue Art von Begegnungen sind #kleineSchritte. Und genau diese machen unsere europäische Vielfalt und unser Miteinander aus. Die Gewinnerbeiträge dieses literarischen Experiments werden als Instagram Post auf der Seite der Europäischen Kommission in Deutschland veröffentlicht. #kleineSchritte #wettbewerb #europäischekommission #eu #reportage #sehnsucht #instagram #uwerada
Alle Infos zum Wettbewerb der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn finden Sie hier: www.wettbewerb-kleine-schritte.eu
by LiSe | 23. Nov. 2020 | Blog, Vermischtes
Der Filmemacher Wolfgang Ettlich, der Schriftsteller und Slam-Poet Jaromir Konecny sowie die Comiczeichnerin Barbara Yelin werden mit den Ernst-Hoferichter-Preisen 2021 ausgezeichnet.
Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis wird seit 1975 jährlich an Münchner Künstlerinnen und Künstler der erzählenden Kunst vergeben, die – wie Ernst Hoferichter – Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden. Der Preis wurde von Franzi Hoferichter, der Witwe des Münchner Schriftstellers, gestiftet. Über die Vergabe entscheidet der Stiftungsbeirat der Ernst-Hoferichter-Stiftung, der auch als Jury fungiert. Der Beirat der Ernst-Hoferichter-Stiftung hat sich aufgrund der aktuellen schwierigen Situation für Künstlerinnen und Künstler dazu entschieden, diesmal einen dritten Preis zu vergeben. (mehr …)
by LiSe | 30. Okt. 2020 | Blog, Vermischtes
Der diesjährige Tukan-Preis wird an Markus Ostermair für seinen Roman „Der Sandler“ (Osburg Verlag) vergeben. Auf eindrucksvolle und einprägsame Weise versteht es der Münchner Autor dabei, obdachlosen Menschen in einer Wohlstandsgesellschaft wie München Stimme und Würde zu verleihen. Die Vergabe hat der Kulturausschuss des Stadtrats jetzt auf Empfehlung einer Jury beschlossen. Der mit 6.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus. In die Auswahl kommen alle belletristischen Veröffentlichungen von Münchner Autorinnen und Autoren. Zur Diskussion standen in diesem Jahr insgesamt 49 Bücher, die von der Jury in fünf Sitzungen besprochen und bewertet wurden.
Weitere Infos …
Quelle: Rathausumschau 209/2020 vom 30.10.2020