by LiSe | 28. Dez. 2020 | Blog, Vermischtes
Für den erneut mit 7.000 Euro dotierten „Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Muttersprache 2021“ können bis zum 14. Februar 2021 Beiträge eingereicht werden.
Der von Michael Köhlmeier angeregte Preis, der als Biennale seit 2009 veranstaltet wird, trägt dazu bei, die kulturelle Vielfalt der von Einwanderung geprägten deutschsprachigen Literaturszene hervorzuheben. Die Geschichte und Kultur des Dreiländerecks wurde stets durch Zuwanderung geprägt. So blickt auch die Stadt Hohenems auf eine Geschichte zurück, die seit Jahrhunderten durch kulturellen Austausch und grenzüberschreitende Beziehungen geprägt ist. Europäische Verbindungen die durch die Hohenemser Grafen aufgebaut wurden, die Bildung einer jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert aber auch die Arbeitsmigration der letzten Jahrzehnte führte dazu, dass einer großen Zahl neuer Bürger*innen nichtdeutscher Muttersprache in dieser Region ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben. (mehr …)
by LiSe | 18. Dez. 2020 | Blog, Vermischtes
Die Stadt vergibt 2021 sieben Literaturstipendien in Höhe von jeweils 6.000 Euro. Eines der Stipendien ist für Übersetzungen vorgesehen, zwei Stipendien werden für Kinder- und Jugendbuchprojekte vergeben, in diesem Bereich können auch illustrierte Projekte mit mehreren Beteiligten eingereicht werden.
Bis Montag, 15. März, können sich Autorinnen und Autoren beziehungsweise Übersetzer*innen mit Wohnsitz in München (S-Bahn-Bereich) beim Kulturreferat bewerben. Die eingereichten Texte müssen deutschsprachig und bisher unveröffentlicht sein.
Mit den biennal vergebenen Literaturstipendien sollen vielversprechende literarische Projekte insbesondere von Münchner Nachwuchsautor*innen gefördert werden. Das Stipendium für Übersetzer*innen fördert eine herausragende Leistung in der Übertragung eines besonders anspruchsvollen Textes ins Deutsche.
Zusätzlich wird der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Autor*innen unter 30 Jahren in Höhe von bis zu 3.000 Euro vergeben.
Detaillierte Ausschreibungsbedingungen sind online abrufbar unter www.muenchen.de/kulturausschreibungen.
Quelle: Rathaus Umschau 235 / 2020, veröffentlicht am 07.12.2020
by LiSe | 18. Dez. 2020 | Blog, Vermischtes
Die Monacensia freut sich über eine unerwartet hohe Beteiligung an der Blogparade „#femaleheritage − Frauen und Erinnerungskultur“. Von 11. November bis 9. Dezember hatte die Monacensia zur interdisziplinären Vernetzung aufgerufen. Die Resonanz ist beeindruckend: 158 Beiträge verzeichnet der Blog allein in diesem Zeitraum. Noch bis Dienstag, 22. Dezember, veröffentlicht die Monacensia unter blog.muenchner-stadt- bibliothek.de weiterhin täglich einen Artikel, dann wieder ab Montag, 4. Januar 2021. Die breite öffentliche Wahrnehmung der Blogparade unterstreicht der Hashtag #femaleheritage, der bislang 3.440 Tweets mit einer potenziellen Reichweite von 4,925 Millionen Impressions umfasst.
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by LiSe | 1. Dez. 2020 | Blog
Die von der Münchner Monacensia für November und Dezember 2020 initiierte Blogparade #femaleheritage zum Auftakt des mehrjährigen Forschungsprojekts Frauen und Erinnerungskultur ruft zur digitalen Spurensuche nach prägenden und mutigen, doch vergessenen weiblichen Persönlichkeiten aus der Kunst und Literatur, aber auch aus Wissenschaft, Sport und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens auf.
Die Redaktion der „LiteraturSeiten“ München beteiligt sich an der Blogaktion mit einem Beitrag über sieben Schriftstellerinnen-Biografien aus den literarischen Archiven Münchens.
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by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Titelgeschichte
Anmerkungen zum Boom von Krimis über die „Goldenen Zwanziger“
Von Michael Berwanger
Ein weiter, gepflasterter Platz, Hunderte von Menschen eilen darüber, ein paar Autos, eine Tram. Neben dem Kaufhaus „Jonaß & Co“ erhebt sich die „Rote Burg“, das legendäre Polizeipräsidium am Alexanderplatz in Berlin. Kommissar Gereon Rath steigt aus der Straßenbahn – er trägt Anzug, Gabardine-Mantel, Fedora-Hut –, eilt am Zeitungskiosk vorbei zur „Burg“. So sieht sie aus, die immer wiederkehrende Sequenz aus der spektakulär inszenierten Fernsehserie „Babylon Berlin“, einer Verfilmung, die auf Volker Kutschers Kriminalroman „Der nasse Fisch“ basiert. (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Kolumne
Es müssen Virologen gewesen sein, die in diesem Herbst den Deutschen, Schweizer und Österreichischen Buchpreis entschieden haben, lauter Überraschungen! Aber können wir uns wirklich vorstellen, dass irgendjemand außer Drosten, Streeck, Schmidt-Chanasit oder Kekulé noch irgendetwas von Bedeutung entscheiden könnte? Man kennt sie, die mächtigen Herren und die ihnen gelegentlich beigesellten Damen der virologischen Wissenschaft ja inzwischen so gut, dass man Titel und Geschlechtsbezeichnung längst weglässt. Drosten durfte sogar die sogenannte Marbacher „Schillerrede“ (Geburtstag 10. November) halten! Heinrich Heine (* 13.12.) und Theodor Fontane (* 30.12.) böten sich als die nächsten an. (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Vermischtes
Der Nachlass von Mirjam Pressler
Von Katrin Diehl
Anfang des vergangenen Jahres ist die Schriftstellerin Mirjam Pressler im Alter von 78 Jahren in Landshut gestorben. Sie zählte zu den wichtigsten Kinder- und Jugendbuchautor*innen des Landes. Zum Schreiben gekommen war sie aus Geldnot und weil sie den neuen Ton, der in den 70ern in die bundesdeutsche Kinderliteratur Einzug gehalten hatte, prima fand. Von der Studentenbewegung beeinflusst, drang ein wenig Rotzigkeit auch in die Kinderbücher, bekamen kleine Helden und Heldinnen eine Stimme, die sich wacker durchs nicht immer ganz feine, dafür echte Leben schlugen. Dass diese Storys auf nichtdoofe junge Leser*innen setzte, denen man gerne noch eine Portion Selbstbewusstsein gegenüber den Erwachsenen verpasste, gefiel Pressler richtig gut. Sie nahm am Schreibtisch Platz, legte los und bekam für ihre „Problemgeschichten“ in deutlicher Sprache auf Anhieb Anerkennung. Auf ein Happy-End per Zauberspruch und Glitzerregen durfte man bei ihr zwar nie hoffen, ein Hauch von Zuversicht wehte dennoch durch ihre Texte, oder mit einem Pressler-Titel aus dem Jahr 1995 gesagt: „Wenn das Glück kommt, muss man ihm (eben) einen Stuhl hinstellen.“ Auch als Übersetzerin – vor allem aus dem Niederländischen und dem Hebräischen – hatte sich Mirjam Pressler einen Namen gemacht. (mehr …)
by LiSe | 28. Nov. 2020 | Blog, Vermischtes
Das Netzwerk Klimaherbst e.V. macht zusammen mit der Zeitschrift politische ökologie einen Call for Papers. Die Wettbewerbsbeiträge sollen die Frage beantworten, wie wir in einer gerechten und nachhaltigen Welt leben wollen.
Die Teilnahme steht allen Autor*innen ab 18 Jahren offen. Pro Autor*in darf nur ein Beitrag eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31.12.2020. Die Preisträger*innen (Preisgeld 1.000 Euro) werden durch eine unabhängige Jury bestimmt.
Fragen zur Ausschreibung bitte an Helena Geißler: helena.geissler@klimaherbst.de